Pegida sind keine Nazis aber

Unter dem Namen “Pegida” gibt es in Deutschland – vor allem in Sachsen – islamfeindliche Proteste. Die Abkürzung steht für “Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlands.” Dieser Name sollte eigentlich schon reichen, um in der Versenkung zu verschwinden. Trotzdem skandieren Tausende auf die von Pegida organisierten Demos “Wir sind das Volk.”

So kann man diesen Trend nun nicht mehr ignorieren, sondern muss ihn angehen. Wenn der Bundesjustizminister Pegida als eine “Schande für Deutschland” bezeichnet, dann ist das der einzig gerechtfertigte Gesprächston mit dieser rechten Bewegung. Da können die AfD und de Maiziere die Ängste noch so verzweifelt rechtfertigen.

[08.12.14] Dresden | #PEGIDA und Protest dagegen01.12.2014 PEGIDA und Gegendemo Rassismus Demaskieren in Dresden
Krieg der Plakate in Dresden

Der “Spiegel”-Faktencheck zeigt recht deutlich auf welch dünnem Eis Pegida ihr Argumentationsgebilde baut. In Dresden haben zuletzt 10´000 Menschen gegen die Islamisierung demonstriert. In ganz Sachsen leben nur 4´000 Muslime. Ähnlich unsachlich ist das Argument mit kriminellen Ausländern. Zuletzt wird dann das Allerheiligste der Deutschen ins Feld geführt – die eigenen Steuergelder. Dummerweise erwirtschaften aber in Deutschland lebende Ausländer ein Steuerplus von 22 Milliarden Euro mehr als ihre beanspruchten Leistungen kosten. So viel also zu den Sozialschmarotzern und Kindergeld für 32 Sprösslinge pro Familie.

Man sieht also die Pegida-Demonstranten folgen einem Trugschluss nach dem Anderen und lassen sich zu Fremdenfeindlichkeit hinreißen. Das ist für abgehängte, ungebildete Deutsche das einfachste Argument um ihr persönliches Versagen zu begründen.

Es ist auch falsch die einzelnen Teilnehmer in Schutz zu nehmen. Das Motto, es seien ganz normale Bürger, darf man nicht gelten lassen. Menschen, die im 21. Jahrhundert noch Volksgruppen mit Vorurteilen stigmatisieren dürfen nicht toleriert werden, sondern verurteilt. Gleichwohl braucht unsere Gesellschaft eine gerechte Asylpolitik mit klar erkenntlichen Vorteilen für alle Beteiligten.

 

Wo bleibt der nächste Artikel?

Aufgrund meines Studiums kann und will ich mir momentan keine Zeit nehmen einen Artikel zu schreiben. Ich habe ein paar Ideen, die ich sobald wie möglich ausformulieren werde. Bis dahin bitte ich euch um Geduld. In dieser Woche gab es für mich wichtigere Dinge zu tun.

changed priorities

So steigert ihr eure Produktivität

Zum Ende der t3n-Themenwoche will auch ich mich dem Thema Produktivität widmen. Da es sich auf meine privaten Erfahrungen bezieht, geht es natürlich viel um studentische Problemstellungen. Dennoch kann man sicher viele dieser Tools auch ohne ein laufendes Studium gut nutzen.

Back to basics

Da ich momentan auf Praktikumssuche bin, bekomme ich viele neue Kontakte, die ich in Zukunft noch gut gebrauchen kann. Nun gibt es einige Möglichkeiten diese Daten zu speichern. Jedes E-Mail-Programm und Smartphone hat ein System die Kontakte zu speichern. Weiter könnte man die Visitenkarten sammeln. Bei beiden Möglichkeiten habe ich aber bereits Adressen verloren. Aus diesem Grund habe ich in ein Moleskine Adressbuch
(*Partnerlink) investiert und sammle in der schicken schwarzen Kladde alle Kontaktdaten. Empfehlenswert ist es hier sicher, einen Bleistift zu verwenden.
Einen ähnlichen Weg bestreite ich mit meinem Kalender. Hier verwende ich allerdings nicht den teuren von Moleskine(*Partnerlink), sondern den sehr ähnlich aufgebauten Kalender von Aldi Süd.

moleskine macro 1

Apps Apps Apps

In der Zeit von allgegenwertigen internetfähigen Geräten bietet sich natürlich ein elektronischer Kalender an. In letzter Zeit habe ich einige Apps ausprobiert, nachdem mir der Standardkalender von HTC nicht gefiel. Zuerst probierte ich „Jorte“ vor allem wegen des gut skalierbaren Widgets. Das war es dann aber auch mit den Vorteilen und so wechselte ich zu dem schönen „Sunrise Calender“. Dabei gab es jedoch Probleme mit der Outlook Synchronisation und Google aktualisierte ihren Kalender. So benutze ich momentan „Google Kalender“ und dennoch bleibt mein physischer Aldi Kalender der Primäre.

Eine weitere “Google”-App, die ich gerne nutze ist „Notizen“. Nach unzähligen Tests mit „Evernote“ und „Wunderlist“ hat mich die Schlichtheit der Anwendung überzeugt. Von Artikelideen über Einkaufslisten und To-Do-Listen kann ich alles schnell aufschreiben.
Bei den Emails bin ich vor kurzem auf „mymail“ umgestiegen. Nun habe ich endlich eine Applikation in der ich alle E-Mails abrufen kann. Aus diesem Grund flog die Outlook, Web und G-Mail App von meinem Smartphone. Auch die Verbindung zu kleinen Anbietern – in meinem Fall arcor – klappt hervorragend. Das Design ist ansonsten sehr stark an der G-Mail-App angelehnt.

Dokumente in die Cloud

Als Student habe ich natürlich viele Dokumente zu bearbeiten. Früher nutzte ich dafür in erster Linie Dropbox, doch aus verschiedenen Gründen bin ich auf das Microsoft Angebot „OneDrive“ umgestiegen. Dort kann man einfach im Browser Dokumente bearbeiten. Weiter ist die Anbindung zu meiner Haupt-Email-Adresse perfekt eingebunden und die Synchronisation mit meinem Android-Handy und Microsoft-Laptop klappt ebenfalls problemlos.
Für Gruppenarbeiten, wie sie im Studium oft vorkommen, nutze ich Google Drive. Dort kann man in bisher unerreichter Qualität gemeinsam Dokumente bearbeiten. Egal ob Tabellen, Textdokumente und Präsentationen kann man alles im Browser zeitgleich mit anderen freigegeben Nutzern bearbeiten. Eine gelungene Versionsspeicherung rundet das Angebot ab.

Das sind meine Lieblingstools um die studentische, private und geschäftliche Produktivität zu steigern. Alle Softwareangebote sind kostenlos (bei den Cloud Angeboten sind jeweils mindestens 15GB gratis). Weiter habe ich dieses Mal zum ersten Mal Amazon Partnerlinks verwendet. Wer also ein Produkt, nach einem Klick auf den Link, kauft – der unterstützt mich.

Richard Gutjahr beim Münchner Bloggerstammtisch

Nachdem ich eins der Gründungsmitglieder der Münchner Ironblogger bin, habe ich nun auch endlich das erste Mal den viel größeren und von den Ironbloggern autarken Blogger-stammtisch besucht. Grund dafür war der Gastredner Richard Gutjahr, ein von mir sehr geschätzter Journalist, dessen Blog ihr natürlich auch in meinen Blogroll finden könnt.

Die Themen waren neben Gutjahr als Person vor allem allgemeine Tipps zum Bloggen und den Finanzierungsmöglichkeiten – in erster Linie natürlich LaterPay. Genauer will ich darauf gar nicht eingehen, weil ich es ja bereits vorgestellt habe.Interessant war es trotzdem, das Geschäftsmodell vom Gründer Cosmin Gabriel Ene erklärt zu bekommen.

Doch der Reihe nach: Nach einer kurzen Vorstellungsrunde der knapp 40 Besucher erzählte Richard Gutjahr ein wenig von seinem Werdegang und legte gleich mit ersten Verbesserungsvorschlägen los. Statt dem oft kryptischen “sich selbst zur Marke machen”, legte er den Münchner Bloggern ans Herz, ihren Namen doch im Titel oder wenigstens dem Untertitel zu erwähnen. Da mir der aus “Hogan knows best” bekannte Reim schon lange ein Dorn im Auge war, habe ich nun gleich den Untertitel angepasst.

 

Der neue Titel

Danach erzählte er vor allem von seinem internettechnischen Durchbruch, der eigen-mächtigen Berichterstattung von der ersten iPad-Veröffentlichung. Am treffendsten wurde das Ganze dann im Publikum mit “Jumpstart” bezeichnet. Der Moment, wenn ein Blog / ein Journalist durch eine Geschichte sehr bekannt wird und an diesen Erfolg auch anknüpfen kann. Mit einem solchen Start kann man viele Jahre kontinuierliche Steigerung laut Gutjahr überspringen, mit Glück hat es trotzdem nur selten etwas zu tun.

So hat er die Arbeit des Geschichtenfindens unterstrichen, diese lägen auf der metaphorischen Straße und müssten nur aufgegriffen werden. Als Beispiel hat er den Artikel WeDepp genannt. Darin deckt er einen besonders dreisten Fall von gefälschten Kundenreviews auf. Mit solchen Geschichten könne man besonders in Nischen schnell Bekanntheit erlangen.

Damit ist es natürlich nicht getan. Für mich kam nun einer der besten Vergleiche zu dem klassischen  “Content ist King”-Chor der Tippgeber: Bloggen ist wie der Gang ins Fitnessstudio. Man sollte dreimal pro Woche bloggen um die Besucherzahlen zu steigern, zweimal ist das Minimum und wer nur einmal in der Woche veröffentlicht kann maximal die Besucherzahl halten.
Das kann ich so voll und ganz bestätigen, einzig den Tipp zu Beginn auf Medium.com das Bloggen zu probieren kann ich nicht unterstützen. Ein selbstgehosteter Blog ist für mich immer besser.

Das Foto wurde mir netterweiße von Karsten Lohmeyer zur Verfügung gestellt

Diesen Aufwand will man dann natürlich auch in gewissen Zügen monetarisiert wissen. Dabei ging es vor allem um zwei Möglichkeiten:
Sponsoring ist für Gutjahr auf jeden Fall eine gangbare Art, solange es transparent und mit klaren Regeln praktiziert wird.
LaterPay wurde natürlich genauer beleuchtet. Es wurden die verschiedenen Möglichkeiten erklärt. Der Umsatz von Gutjahr und das einzig eine Umsatzsteuer-ID nötig ist um an Laterpay teilzunehmen. Interessant war hier besonders, dass Gutjahr aus seiner eigenen Erfahrung gesprochen hat: Er geht davon aus, dass die Leute auch einen weniger guten/ausführlichen Artikel bei einem Preis von ca. 30 Cent akzeptieren.

Zu guter Letzt sprach er noch einmal darüber, wie die Leute bei einem neuen Artikel auf Gutjahr.biz kommen. Das hat er in einer zeitlichen Reihenfolge veranschaulicht. Die ersten 30 Minuten kommen 80% über Twitter, danach senkt sich diese Zahl jedoch gegen Null. Bei Facebook geht das Ganze eher über zwei Stunden. Und wie beinahe erwartet kommen danach eigentlich nur noch Besucher über Google. Durch IP-Tracking verfolgt er auch die Bewegungsmuster auf der Seite und kann dadurch sogar kommende Moderationsangebote oft vorhersagen. Diese kündigten sich meist über die Reihenfolge “Artikel” – “About” – “Impressum” an.
Ein toller Abend, der für mich nicht nur als Blogger hochinteressant war.

Ein ganz neues Android mit dem Z-Launcher

Ein Highlight von Android sind die externen Launcher, welche ein immer neues Nutzungserlebnis bieten. Besonders innovativ ist der Z-Launcher von Nokia, den ich schon seit der Betaphase nutze. Dank einiger guter Updates erfüllt der Launcher nun alle Anforderungen. Schön, dass sich die Entwickler so sehr mit Vorschlägen aus der Community beschäftigen.

Der Z-Launcher erstellt selbstständig eine Liste aus den sechs meist genutzten Anwendungen und Kontakten. Dazu kann man über die Uhr und das Datum auf die jeweilige App zugreifen. Bei mir habe ich den Sunrise Calender gewählt. Dazu kann man unten noch vier Schnellzugriffe frei einrichten – wie man es von Android gewöhnt ist. Natürlich wäre es jetzt nervig, wenn zum Beispiel die Uhr bei den sechs meist genutzten Apps auftaucht. Seit dem letzten Update gibt es deshalb die Möglichkeit, mit einem langen Klick verschiedene Anwendungen zu verstecken.

Falls man nun etwas braucht, was nicht bei den zwölf auf dem Startdisplay vorhandenen Apps dabei ist, kann man den Launcher öffnen. Dort werden in alphabetischer Reihenfolge alle installierten Applikationen angezeigt. Weiter kommt man so zu den Einstellungen des Z-Launcher und kann mit einem langen Klick auf eine App etwas deinstallieren.

Die wesentlich elegantere Möglichkeit, andere Anwendungen zu öffnen, ist die Handschrifterkennung. Wer beispielsweise ein A schreibt, bekommt Apps wie “Amazon” und Kontakte wie “Antonia Musterfrau” angezeigt. Auch hier wird nach Häufigkeit unterschieden. Man kann auch weitere Buchstaben schreiben, nach einer einstellbaren Anzahl wird der Begriff dann im Internet gesucht. Das funktioniert so flüssig, dass man den Drawer eigentlich kaum benutzt.

Insgesamt raubt einem der Launcher natürlich viele Möglichkeiten. Mir aber gefällt die Schlichtheit des Z-Launcher. Die Widgets und weiteren Startseiten fehlen mir eigentlich nicht. Mit der Schrifterkennung und den meist genutzten Apps bin ich effizienter als bei dem Hin- und Herscrollen. Wer interessiert ist, kann den Z-Launcher hier herunterladen.

Wer noch weitere Apps für sein Smartphone braucht – egal welches Betriebssystem – bekommt hier eine Liste mit 32 Apps von mir.