Das TTIP Freihandelsabkommen muss verhindert werden

In den Medien wird über das TTIP eigentlich nur im Zuge der NSA-Affäre gesprochen. Deutsche Politiker wollen das Abkommen als Druckmittel für bessere Beziehungen der Geheimdienste nutzen. Was in den Artikeln aber meist ausgespart wird, ist eine Erklärung über den Inhalt des TTIP. Aus diesem Grund will ich euch ein kurzes Video empfehlen:

Als Vorteil des TTIP wird immer wieder das mögliche Wirtschaftswachstum angepriesen. Dieser Vorteil wurde aber vom renommierten ifo Institut auf nur 0,5 % taxiert. Das war es dann auch schon mit den Vorteilen. Und die Lise der Nachteile ist bei weitem länger!

Da wären zuerst die Angleichungen der Produkt- und Bankenrichtlinien zu nennen. Während Europa wohl in erster Linie bei den strengen Produktrichtlinien Einbußen erleiden müsste, würden in den USA zuerst die hart erkämpften Bankenrichtlinien aufgeweicht. Vor allem über Gentechnik wird in Europa deshalb gestritten. Es gibt kaum bestreitbare Risiken – wie Resistenzen gegen Schädlingsbekämpfungsmittel – von gentechnisch veränderbaren Pflanzen.

Ein weiterer Inhaltspunkt des TTIP der kaum diskutiert wird, ist eine neue Gesetzesregelung: US-Firmen können sich in Europa US-Recht einklagen. Wie dramatisch das Ganze sein kann, wird im Freihandelsabkommen der USA mit Peru klar. In Peru kam es zu massiven Umweltverschmutzungen durch eine US-Firma. Ein Gericht entschied daher, dass diese Firma neue Schutzmaßnahmen durchführen muss. Die Firma aber klagte den Staat Peru aufgrund von “Investorenschutz” an. Der Fall wurde vor einem Schiedsgericht verhandelt, dass sind im Grunde private Gerichte. Dort entscheiden “Richter”, die unter anderem von den Unternehmen selbst bestimmt werden. So kam es auch in dem genannten Fall zu einer komischen Entscheidung: Peru muss dem Unternehmen 800 Mio Dollar Schadensersatz zahlen!

Das alles droht uns auch in Deutschland. Während man dann Unternehmen wegen jeder Kleinigkeit verklagen kann, könnten US-Unternehmen in Deutschland ähnliche Gewerkschaftsvereinbarungen wie in den USA durchsetzen – nämlich keine! Die Arbeitnehmerschutzrechte würden deutliche Einbußen in Europa erleben.

Die fehlende Transparenz in Schiedsgerichten ist ein gutes Beispiel. Denn genauso wird das TTIP momentan ausgehandelt. Die Inhalte sind alle geheim. So etwas darf es in der Wiege der Demokratie – Europa – eigentlich nicht geben. Es wird höchste Zeit für einen Aufschrei der Bevölkerung und der staatlichen Regierungen.

Warum es in Israel keine richtige oder falsche Seite gibt

Anfang des Jahres habe ich noch fleißig einen längeren Urlaub in Israel geplant. Dann kam ein Ferienjob dazwischen, der mir wohl einige Stornierungsgebühren erspart hat. Noch im März hat niemand mit einer erneuten Zuspitzung in dem Nahost-Konflikt gerechnet. Die Lage schien zwar nicht befriedet, aber zumindestens ruhig. Die beiden Lager schienen das Ganze zu ignorieren – von unregelmäßigen Drohaktionen mal abgesehen.

Nun ist die Sache aber einmal mehr eskaliert und, wie jedes Mal bei einer solchen Zuspitzung, von Extremisten herbeigeführt. Eben jene, die der Hamas nahe standen, entführten und töteten drei Jugendliche aus Israel. Für sie war das eine Reaktion auf die andauernde Schikane von Seiten der israelischen Regierung. Eine schlechte Ausrede für einen terroristischen Akt.


Raketenstellungen in Gaza Quelle

Israel wiederum schlug zurück mit einer Aktion, die keiner Demokratie würdig ist. Sie bombardierten einmal mehr die Führungskader der islamistischen Hamas. Das wiederum führte zu einer deutlich steigenden Anzahl von Raketenangriffen auf zivile Ziele in Israel. Und nun folgte eine schier unmenschliche Tat israelischer Extremisten: Sie entführten ihrerseits einen palästinensischen Jungen und verbrannten ihn bei lebendigen Leib. Eine Tat, die an Grausamkeit und Menschenhass kaum vorstellbar ist.

Was nun folgt ist Krieg. Es kommt zu immer mehr Raketenbeschuss – sogar auf Kreuzfahrtschiffe – und zu immer mehr Luftangriffen. Zuletzt wurden gar 20´000 Reservisten eingezogen. Ein klares Zeichen für Vorbereitungen einer Bodenoffensive, die einmal mehr ein ungeheures Leid nach sich ziehen und das Elend in Gaza nochmals verschärfen würde.


Bilder nach einem Luftangriff auf Gaza Quelle

Nun wird aber von Medien und Privatpersonen im Internet nach Schuldigen gesucht. Den Leitmedien wird vorgeworfen Pro-Israel zu sein und große Teile der Deutschen machen die Israelis für alle Gräueltaten in Gaza verantwortlich. Es kommt zu hitzigen Diskussionen in den sozialen Netzwerken, dort wird “Jude” als Schimpfwort genommen. Es wird gleichgesetzt mit Mördern, mit Unmenschen und mit Rassisten.

Eine Aussage, die nur einen kleinen Teil der israelischen Bevölkerung treffend beschreibt. Es gibt sie, israelische Siedler die Moslems hassen und jedem aus ihrem Land vertreiben oder gar töten wollen. Genauso gibt es Terroristen unter den Palästinensern – auch das sind Menschen, die einfach nur töten wollen.

Die große Masse aber will einfach nur leben! Und das in einem der schönsten Länder dieser Welt. Es wird Zeit, dass sich die schweigende Masse aufbäumt. Es wird Zeit, dass die eigene Bevölkerung die israelische Regierung endlich zu Humanität mahnt und dass die gemäßigten Palästinenser sich den Terroristen im eigenen Land stellen. Nur so kann endlich Frieden einkehren. Keine Militäraktion dieser Welt wird das beenden.

Hier noch ein Interview mit dem in Israel lebenden Journalisten Richard Gutjahr.

 

Warum wir Facebook nicht meiden dürfen

Das Internet muss politischer werden – das war die Kernaussage der Re:publica 2014. Sascha Lobo will dafür mehr Geld und die anderen Sprecher der Netzgemeinde verlangen mehr Engagement. Das Problem ist aber vor allem der Graben zwischen den Intensivnutzern und den Otto-Normal-Surfern. Netzpolitik hat jetzt die Zahlen zu diesem Graben geliefert: Die netzpolitisch engagierten nutzen Twitter, der Rest nutzt Facebook.

Die Diskussionen, Aufrufe und Links zur Internetpolitik erreichen die große Masse also kaum. Mit einer beeindruckenden Arroganz erwarten die Eliten im Netz, dass der vermeintlich unwissende Rest ihnen von Facebook zu Twitter folgt. Natürlich haben sie gute Argumente wie den Datenschutz und vor allem die undurchsichtige Newsfeedpolitik (einige Posts werden angezeigt, andere nicht). Tatsache ist aber, dass Facebook bei einem Großteil der Internetnutzer beliebter ist, das auszublenden ist nicht nur dumm, sondern auch gefährlich.

 

32 Apps, die man auf dem Smartphone braucht

Was die Huffington Post und heftig.co können, kann ich schon lange: Listen. Ein Smartphone ist immer nur so gut, wie die darauf installierten Apps. Aus diesem Grund will ich euch die Wichtigsten vorstellen. Erfahrungen habe ich dabei immer nur mit der Android-Variante, wenn es einen iOS – oder Windows-Ableger gibt, werde ich sie natürlich auch verlinken. Es handelt sich dabei nur um kostenlose Apps!

1. Facebook
Auch wenn die mobile Seite mittlerweile recht gut ist, kommt sie lange nicht an die Geschwindigkeit der App heran. Wer bereit ist, einige Rechte an Facebook abzugeben, bekommt eine flüssige und stylische Anwendung.
Android    iOS    Windows

2. Twitter
Das wohl beste soziale Netzwerk was Aktualität und Neutralität angeht. Eine App ist hier weniger zwingend als bei Facebook, aber die Benachrichtigungen lohnen eine Installation.
Android   iOS     Windows

3. Instagram
Das Fotonetzwerk von Facebook soll die nächste große Sache werden. Momentan wird es hauptsächlich von 15 Jährigen Mädchen belagert, aber immer mehr offizielle Seiten haben hier ihre Ableger.
Android    iOS     Windows

4. Whatsapp
Der beliebteste Messenger in Westeuropa. Trotz der Facebook-Übernahme und der Datenschutzfragen ist und bleibt es die Nummer Eins und ein Wandel deutet sich nicht an.
Android     iOS     Windows

5. Facebook Messenger
Die “Facebook”-App hat einen großen Nachteil – Chatten ist eigentlich kaum mehr möglich. Das macht Facebook natürlich auch um ihren Messenger an den Kunden zu bringen. Trotzdem ist es eine klasse Anwendung und das Ganze läuft sehr flüssig.
Android      iOS     Windows

6. Skype
Videotelefonie und kostenlos “telefonieren” im Ausland sind die zwei Top-Argumente für Skype. Die Qualität der Anrufe ist bei guten Internet 1:1 mit einem normalen Anruf gleichzusetzen.
Android     iOS      Windows

7. SpiegelOnline
Fast jede größere Zeitung hat mittlerweile eine App, doch für mich lohnt sich eigentlich nur SpOn. Hier bekomme ich Liveticker, Newsticker und eine flüssige App.
Android     iOS    Windows

8. Slidelock
Eine reine Android Anwendung. Jeder Iphone-Nutzer kennt die Möglichkeit der Nachrichtenvorschau im Sperrbildschirm. Bei Android braucht man dafür eine App – Slidelocker macht das nicht perfekt, ist aber die beste Alternative.
Android

9. Cerberus
Auch hier gibt es für das Iphone schon eine Systemanwendung. Wenn einem das Smartphone gestohlen wird kann man es über Cerberus sperren, löschen und orten lassen.
Android

10. Safe Gallery
Jeder hat ein paar Fotos oder Videos auf dem Handy, die nicht jeder sehen muss. Mit Safe Gallery kann man diese vor Fremden schützen.
Android

11. Opera
Nicht für jeden ist der Standardbrowser die erste Wahl. Es gibt natürlich viele Möglichkeiten, die Beste für mich ist Opera. Der Browser bietet eine angenehme Schnellwahl, ein einfaches Wechseln zwischen Tabs und den “Offroad Modus” bei schlechtem Netz.
Android    iOS

12. Dropbox
Dropbox ist im Verhältnis zu anderen Clouds eher teuer. Trotzdem hat es sich in den Unis und Schulen durchgesetzt. Wer also einfach seine Inhalte teilen will, lädt sich am besten die “Dropbox”-App auf das Smartphone.
Android     iOS       WindowsPhone

13. Organize.me
Ich habe bereits über die Vorzüge von organize.me einen Artikel geschrieben, ein Test lohnt sich in jedem Fall.
Android      iOS     WindowsPhone

14. Sparkasse
Da ich ein Konto bei der Sparkasse habe, nutze ich natürlich auch ihre App. Doch auch für die Kunden anderer Banken ist die Premiumversion interessant. Schnelles Banking und große Sicherheit sind die zwei wichtigsten Faktoren dafür.
Android     iOS      Windowsphone

15. Quizduell
Eigentlich wollte ich keine Spiele in diese Liste aufnehmen. Quizduell ist aber mehr als ein Spiel, für mich eine der besten Apps 2014.
Android     iOS     WindowsPhone

16. Wetter.de
Es gibt unzählige Wetter Apps, aber einer vertraue ich am meisten: Wetter.de. Die App läuft stabil und die Vorhersagen sind zuverlässiger als von Wetter.com.
Android     iOS

17. Tinder
Die wahrscheinlich lustigste Datingseite. Hier kann man mit einem einfachen Wisch über gefallen oder nicht gefallen entscheiden. Nur wenn beide “Like” wischen, kommt es zu einem Match und somit zur Möglichkeit, dem anderen eine Nachricht zu senden.
Android    iOS

18. Amazon
Die mobilen Seiten der meisten Onlinehändler sind furchtbar schlecht. Bei Amazon ist das nicht anders, darum empfehle ich jedem die schnelle und einfache App.
Android      iOS     WIndowsPhone

19. Zalando
Hier gilt im Grunde das selbe wie bei Amazon. Die App ist einfach besser umgesetzt.
Android     iOS      WindowsPhone

20. Ebay
Siehe Amazon und Zalando. Auch der 3. wichtigste Player im Onlinehandel stellt eine gute App zur Verfügung.
Android     iOS      WindowsPhone

21. Swoodoo
Wenn mich mal wieder das Fernweh packt, dann schaue ich gerne nach was ein Flug nach xy kosten würde. Auch Hotels kann man mit Swoodoo leicht vergleichen.
Android      iOS

22. Mobile.de
Natürlich kann man nicht nur von Reisen träumen. Autos eignen sich dazu beinahe genauso gut. Mobile.de liefert die passende APP dazu.
Android      iOS

23. Soundhound
Für mich das beste Programm um Lieder zu erkennen. Shazam hat mir zu viele Fehler bei den letzten Updates gemacht.
Android      iOS     WindowsPhone

24. Spotify
Seit es die “Spotify”-App auch umsonst gibt, nutze ich sie gerne um spezielle Lieder zu hören. Wirklich sinnvoll einzusetzen ist sie allerdings nur in der Premiumversion.
Android     iOS     WindowsPhone
25. DB Navigator
Wer auch nur gelegentlich mit der Bahn fährt, oder jemanden vom Bahnhof abholen muss, der sollte sich diese App installieren. Weniger weil sie besonders gut ist, als viel mehr weil die mobile Seite der Bahn so schlecht ist.
Android       iOS       WindowsPhone

26. Öffi
Heute hat fast jede Stadt ihre eigene APP für den Nahverkehr, Öffi aber vereinigt alle! Perfekt für Menschen die innerhalb Deutschlands oft reisen.
Android 

27. Freeletics
Die App des Münchner StartUps zeigt dem User, wie man sich ganz ohne Fitnessstudio in form bringen kann. Dabei sind die Übungen extrem fordernd, aber immer gut erklärt. Ausprobieren lohnt sich zur Badezeit auf jeden Fall.
Android      iOS

28. Duolingo
Sprachen auf dem Smartphone lernen? Das klappt mit viel Ehrgeiz und Duolingo. Dort kann man Deutsch-Englisch erlernen oder Englisch -Spanisch/Portugisisch/Italienisch/Französisch/usw. Es wird alles trainiert, von Grammatik, über die Aussprache bis zu Schreibweise.
Android      iOS

29. Primeguide
Die einzig wahre Fernsehzeitungs-App. Mehr könnt ihr in dem Artikel nachlesen.
Android

30. TankenApp
Seit die Tankstellen verpflichtet sind ihre Preise online zu stellen, gibt es Apps, die einem helfen die Günstigste zu finden. Mein Favorit ist die TankenApp.
Android     iOS

31. Flipboard
Bei Hunderten online verfügbaren Zeitungen und Blogs verliert man schnell den Überblick. Flipboard stellt diesen wieder her.
Android      iOS

32. Sunrise Calender
Es gibt hunderte Kalender-Apps und nun habe ich endlich eine schöne gefunden. Sunrise Calender erlaubt mir eine Facebook & Google Synchronisation, dazu wird mir das Wetter angezeigt und viele weitere kleine, aber hilfreiche, Gimmicks.
Android      iOS

 

Falls ihr noch weitere Anregungen habt, schreibt bitte ruhig einen Kommentar!

Wie wir uns im Internet darstellen

Natürlich versucht sich jeder im Internet möglichst gut zu präsentieren. Man postet nur die schönsten Urlaubsbilder, veröffentlich nur die besten Laufzeiten und erzählt den Freunden nur von einer Jobzusage, statt den 20 Absagen. Dadurch erscheint man für die Facebook-”Freunde” aber schnell glücklicher als man ist. Das folgende Video zeigt recht deutlich, wie wir im Internet die rosa Brille aufsetzen und uns gegen alle störenden Einflüsse wehren.