Bitte entschuldigt die wenigen Artikel im Moment. Aus arbeitstechnischen Gründen komme ich momentan nicht wirklich dazu.

Bis bald!

Valencia – Spanientrip Teil 2

Nach Madrid haben wir noch 5 Tage in der Küstenstadt Valencia eingeplant. Unsere Ankunft verlief leider nicht ganz planmäßig, weil der angefahrene Bahnhof doch weiter weg war als gedacht. Nach einem unfreiwillig langem Fußmarsch bei knapp 35℃ und mit dem Gepäck für 10 Tage erfuhren wir, dass unser Appartement noch nicht fertig ist. Aus diesem Grund gaben wir unsere Koffer ab und nahmen nur Badezeug und einen Stadtplan mit. Nach einer kurzen Tour durch den Mercado Central – eine riesige Markthalle, die vor der Siesta frische Lebensmittel aus der Region anbietet – ging es direkt zum Strand. Von der Innenstadt aus fährt man mit der Metro eine knappe halbe Stunde bis zum Stadtstrand. Den kann man jetzt schwer bewerten, wer einen kennt, kennt alle. Egal ob Jesolo oder Valencia. Spaß macht es trotzdem.


Der Strand wird direkt von der Metro angefahren

Nun konnten wir endlich – gut durchgeschwitzt und mit salzigen Haaren – in unsere Wohnung. Und die war der Hammer. Für 75 Euro die Nacht hatten wir 130qm mitten in Valencia mit einem genialen Rundumausblick aus dem 7. Stock. Dort war es natürlich entsprechend laut, die moderne Einrichtung und die Möglichkeit sandige Handtücher zu waschen entschädigt aber für vieles.

Die Sehenswürdigkeiten liegen ähnlich wie in Madrid alle in unmittelbarer Nähe zum Zentrum. Wer durch die Altstadt schlendert, sieht eigentlich alles von Valencia. Den Besuch auf der bekannten Miguelette kann man sich im Hochsommer eigentlich sparen. Für 2 Euro geht man eine enge Wendeltreppe hoch und hat dann den wohl besten Ausblick der Stadt. Doch der beste Ausblick hilft bei einer (von oben) hässlichen Stadt nur wenig. Wegen der kurzen Öffnungszeiten kann man dort im Sommer den Sonnenuntergang leider nicht anschauen.

Den Park im ausgetrockneten Flussbett nördlich des Zentrums kann man, wie gefühlt halb Valencia, zum Joggen oder Radfahren nutzen. Über eben jenen Park geht es dann auch in die Stadt der Wissenschaft und Künste. Eine irre Anlage bestehend aus mehreren Museen und der gigantischen Oper von Valencia. Wir haben nur das Wissenschaftsmuseum angeschaut. Eigentlich für Kinder und Familien ausgelegt, gibt es auch interessierten Erwachsenen die Möglichkeit viele Naturgesetze und Grundlagen der Anatomie des Menschen zu erfühlen und zu testen. So kann man seine maximale Sprunghöhe genauso wie das Körperfett messen. Ein tolles Museum vergleichbar mit dem Haus der Natur in Salzburg.


Das “Hemisféric” und dahinter die Oper

Auf dem Rückweg vom Museum ging es dann durch L’Eixample, ein angebliches Nobelviertel, dass aber vor allem mit schönen kleinen Restaurants aufwarten konnte. Abends, oder besser Nachts, gingen wir dann in die günstigen Kneipen im Universitätsviertel. Diese hauptsächlich von Einheimischen besuchten Bars füllen sich erst gegen 0 Uhr, wenn man mit dem Abendessen fertig ist. Dementsprechend spät ging es dann auch in den Club Las Animas de Puerto am Strand. Wir blechten um 3 Uhr die 15 Euro Eintritt zu denen es wenigstens ein Freigetränk gab. Um 5 Uhr waren wir dann allerdings so müde, dass wir als gefühlt die Ersten ins Bett gingen.

Ein letztes besonderes Highlight war der Hafen. Extra für den America’s Cup (die bekannteste Segelregatta der Welt) ausgebaut, reiht sich eine Yacht an die Nächste. Leider lassen die Spanier die erst 2007 gebauten Hallen der verschiedenen Teams schon wieder verfallen. Die Ersten werden bereits zurückgebaut, andere verfallen komplett. Es ist wirklich traurig mit anzusehen.

Insgesamt erschien mir Valencia in den 5 Tagen wie eine Stadt im Umbruch. Sie will eine Reisemetropole wie Barcelona werden und sich gleichzeitig nicht mit aller Kraft verändern. Besonders ein paar hundert Meter vom Strand entfernt fallen dann auch die sozialen Schnittstellen auf. Die reichere Bevölkerung und die Touristen leben in der Stadt und fahren mit Metro oder Auto an den Strand und dazwischen herrscht Armut. Wenn man auf eine Stufe mit Barcelona kommen will, muss man nach dem modernen U-Bahn-Netz und den schönen Hotels und Restaurants in der Innenstadt erst einmal dieser Bevölkerungsschicht helfen, denn diese Armut passt nicht zur sündhaft teuren restlichen Uferpromenade.

Die Sache mit den Hashtags

Während Twitter in Deutschland immer noch sein Nischendarsein zu ändern versucht, ist Instagram mittlerweile bei der großen Masse angekommen. Und damit auch die Hashtags. Der Hipster von heute baut möglichst viele Hashtags unter seine mit Filtern überlagerten iPhone-Bilder. Dazu streut man ein paar Selfies und gut ist es. Leider haben die Meisten keine Ahnung, was Hashtags sind. Jeder Zweite baut Sätze wie #Mein #letzter #Urlaub #war #toll.

Kurze Einführung; laut Wikipedia: Hashtag  bezeichnet ein Wort oder eine Zeichenkette mit vorangestelltem Doppelkreuz (“#”). Die so ausgezeichnete Zeichenkette fungiert als Meta-Tag und Meta-Kommentierung. Diese Form der Verschlagwortung erfolgt innerhalb des Fließtextes. Soziale Netzwerke wie Pinterest, Facebook und Mikroblogging-Dienste wie Twitter nutzen diese Angaben, um die Suche innerhalb ihres Netzwerks nach so verschlagworteten Begriffen zu erleichtern.

Ein Hashtag ist also ein Schlagwort und in sozialen Netzwerken gleichzeitig ein Link. Dieser führt zu einer Sammlung von (im Fall von Instagram) Bildern, deren Ersteller sie mit dem selben Hashtag gekennzeichnet haben. Das Ganze macht durchaus Sinn, wenn man zum Beispiel Bilder vom #Marienplatz suchen will. Eher weniger Sinn macht es, wenn man Sätze mit lauter # statt Leerstellen baut. In eurem gesprochenen Deutsch lasst ihr immer Präpositionen weg, das klingt dann dumm. Bei Hashtags aber macht eine Anreihung von Subjektiven tatsächlich Sinn.

 

Madrid – Spanientrip Teil 1

Dieses Jahr ging mein Sommerurlaub nach Spanien. Meine Freundin und ich flogen zuerst nach Madrid. Leider im Hochsommer und leider zwei Nächte zu lang, das war’s dann aber schon mit den negativen Aspekten. Madrid ist eine tolle Stadt! Alle Sehenswürdigkeiten liegen so nah zusammen, dass die Metro ungenutzt bleiben kann. Unser Hotel lag direkt neben der Oper von Madrid – also direkt im Zentrum. Das “Room Mate Mario” kann ich voll und ganz weiterempfehlen. Neben der ausgezeichneten Lage bietet es schöne Zimmer, ein reichhaltiges Frühstücksbuffet und ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Einzig ein Pool fehlt zum Top-Hotel.

Wer von der Oper oder dem Puerto del Sol – dem zentralen Platz von Madrid – seine Sightseeing Tour startet, sollte auf die klassische Stadtrundfahrt verzichten. Zu viel gibt es auf kleinstem Raum zu entdecken. So liegen der Königspalast und die neue Kathedrale direkt nebeneinander. Von Innen haben wir allerdings nur die beeindruckende Kirche gesehen. Weitere Kirchen und Plätze wie der Plaza Major liegen in unmittelbarer Nähe. Ebenso wie die verwinkelte Altstadt die zum Bummeln einlädt. Solange es die Hitze zulässt, denn im Hochsommer ist jeder Zentimeter Schatten begehrt und so sollte man sich anpassen und die Siesta genießen.


Der Eingang zum El Retiro

Das geht am besten im Stadtpark El Retiro. Dank vieler Kastanienbäume herrscht in dem gigantischen Park ein angenehmes Klima. Einige Hartgesottene Rudern zwar in der prallen Sonne auf dem kleinen künstlichen See in der Mitte des Parks, ein kühles Eis im Schatten ist jedoch eher zu empfehlen. Weiteres Highlight im Retiro sind immer wieder Ausstellungen vom Senta de Arts de Rena Sofia die kostenlos zugänglich sind.

Eben jenes Senta de Arts de Rena Sofia ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Zu einigen Zeiten ist das renommierte Museum für Moderne Kunst sogar kostenlos – unter anderem am Sonntag Nachmittag. Sonntag ist insgesamt ein sehr guter Tag für Madridbesucher. Vormittags erstreckt sich über die halbe Altstadt ein Markt, El Rastro, der allerlei Skurriles aber auch Schönes bietet.

Was das Essen angeht ist Madrid auch im Vergleich zu anderen Metropolen eher teuer. Es gibt wenige günstige Restaurants und sogar die eigentlich einfache Paella kostet in der Café ähnlichen Restaurants einiges. Trotzdem macht es durchaus Spaß bei einem erfrischenden Sangria draußen zu sitzen. Es wird zwar eigentlich erst um 22 Uhr gegessen, doch die Temperaturen laden auch zu diesen Zeiten noch dazu ein. Ein Restaurant, das sowohl schick als auch günstig ist, haben wir dann doch gefunden: Das “Public” bietet nationale und internationale Küche zu einem schon erstaunlich günstigem Preis. Noch preiswerter ist dann der Wein, wir haben uns in dem schicken Ambiente gar gefragt ob es sich eher um den Preis pro Glas statt pro Flasche handelt.


Blick über Madrid vom Tempel von Debod

Auch feiern kann man in Madrid, jedoch nur mit ausreichendem Durchhaltevermögen. Die Clubs und Discos werden eher um drei als um zwei Uhr voll. Zuvor wird besonders in den lebendigen Kneipen und Straßencafés von Malasana und Cuecha vorgeglüht. Uns hat dass dann gereicht und so haben wir uns die extrem teuren Eintrittspreise für die Clubs gespart.

Insgesamt ist Madrid eine sehr lebendige und freundliche Stadt. Wer kein spanisch spricht muss sich zwar mit Händen und Füßen verständlich machen, aber dass funktioniert eigentlich ganz gut. Nur 20% der Spanier sollen sich auf Englisch ausdrucken können – in Madrid sind es wohl noch viel weniger. Das Schlimme ist dann der spanische Akzent in ihrem “Englisch”. Wir hatten ja, wie oben erwähnt, keinen Hotelpool und waren ein bisschen zu lange in Madrid, also suchten wir ein Freibad. Das gestaltete sich jedoch schwieriger als gedacht. Trotz des heißen Klimas gibt es in Madrid kaum Schwimmbäder, wir gingen dann in ein mäßig schönes bei der Metro Station Lago. Danach geht es bereits früh morgens mit dem Renfe Ave Schnellzug mit knapp 300 Km/h nach Valencia. Dort haben wir dann auch einen großen Pool – das Mittelmeer.

Immer wieder findet man sie – Liebesbekundungen mit den verschiedensten Niedlichkeitsformen von Tieren und die Verbindung von “Kleiner”-Zeichen und Dreien. Danach werden die letzten 3 Monate als die schönsten ihres Lebens bezeichnet. Ach..

Ich hasse Liebesbekundungen in Facebook

 

Warum zur Hölle müssen immer wieder einige Pärchen dem Partner an die Pinnwand posten wie glücklich sie sind?! Reden die nicht miteinander? Oder warum schreiben sie keine Mail, wenn sie sich schon nicht sehen wollen.

Es geht also weniger um die Information für den Partner – es soll nur jeder andere wissen wie glücklich sie sind. Aber das interessiert mich nun wirklich nicht. Das ist natürlich schön für sie, aber reicht nicht einfach ein Urlaubsfoto zu zweit?