Der Tanzkurs hat begonnen, das Volksfest ist vorbei, aber die Party geht weiter! Aufgrund der extremen Faulheit, die Ausscheider nun einmal so an sich haben, bin ich bis heute nicht dazu gekommen, einen kleinen Bericht über das Beenden unserer Schulzeit zu schreiben.
Eine kurze Erklährung: Am Dienstag, den 30.5., schrieben die Realschüler in Bayern (des 1. und 2. Zweigs) ihre letzten Prüfungen. Während die Ausscheider in Landshut auf die Mühleninsel strömten und sich dann in die verschiedenen Locations der Stadt verteilten, hieß das erste Ziel von uns Vilsbiburgern Schwimmbad. Leider mussten wir die letzten zwei Jahre noch mit den Lehrern Pizzaessen gehen, aber das überstanden wir auch – wir haben schließlich schon 10 Jahre ausgehalten. Nach dem Schwimmbad gingen die meisten Schüler dann im Mob zum Volksfest und feierten dort weiter.
Aber jetzt genug der Informationen für die Nicht-Ausscheider. Ich schreibe aus der Sicht eines 10A- Schülers. So gingen wir zuerst mit unserer leider eher selten gut gelaunten Klassenleiterinn zum Pizzaessen mit der 10M. Die Englischlehrerin hielt uns allerdings auf dem Weg ziemlich an der langen Leine, und so konnten wir die Vilsbiburger Innenstadt auf unseren Abschluss aufmerksam machen! Das taten wir mit Trillerpfeifen, “Auuusscheidaaa” – Rufen und unserem neuen Lieblings-gröhl-lied: “Jung, dumm und arbeitslos! schalala….”

Auf dem Weg zum Pizzaessen – die 10A in Führung (pinke Shirts)
Nach der Stärkung mit einer mehr schlecht als rechten Pizza kauften wir ein bisschen Zaubertrank, der einen lustig macht (zu einem viel zu hohen Preisen an der Tankstelle – aber einmal darf man es ja krachen lassen). Dann zogen wir weiter in die Innenstadt, in der ich erst mal eine 2. Trillerpfeife kaufen musste und wir beim Warten von einem Krankenwagenfahrer darauf aufmerksam gemacht wurden, uns nicht vor 8 allzu sehr zu betrinken (weil bis dann seine Schicht ging).
Mit einer neuen, nicht ganz so schrillen Trillerpfeife, ging es weiter zum Schwimmbad in das es einen Kasten Zaubertrank zu schmuggeln galt. Dies gelang trotz massiver Einnahme. Im Schwimmbad sprangen wir zuerst mäßig elegant ins Wasser, bevor wir die restlichen Badegäste mit wunderschönen Pfeifgeräuschen beglückten. Leider gab es bereits um zwei Uhr erste Ausfälle, deren Namen ich natürlich nicht nennen werde – nicht, dass ein Arbeitgeber meine Seite ergoogelt.

Lagerleben mal anders
Irgendwann am Nachmittag begann es dann wie aus Eimern zu schütten – das Zeitgefühl hatte bereits ausgesetzt. Wegen dieser Wettersituation stellten wir uns im Umkleidebereich des Stadtbads Vilsbiburg unter. Dort testete ich dann meine Pfeife, was eine nicht mehr ganz junge Mutter nicht sehr lustig fand, Dialog:
Mutter: Was soll das?! Macht dir das Spaß?!
Josty: JA
Mutter: Aber nur dir!
Josty: Das reicht mir.
Gefühlte 23 Sekunden später wollte man mir das erste Mal die Pfeife abnehmen. Dagegen weigerte ich mich selbstverständlich und wieß auf meine aktuelle Situation als Ausscheider hin. Weitere 2,53 Sekunden später wurde ich dem Gelände des Schwimmbads verwiesen -> Pfeife eingesteckt, mit einem Pulli mein Ausscheider-Dasein verleumdet und zurück.

Finde den Josty unter den Fertigen
Als dann auch noch eine Bank kaputt ging, wurden alle Abschlussschüler dem Gelände verwiesen und wir machten uns auf den langen und beschwerlichen Weg zum Volksfest. Dort angekommen trank ich einen Spezi (erwähnenswert weil es das einzige nicht-zaubertrank Getränk des Tages war). Wir sahen den Moosnern beim Aufbauen zu und feuerten sie mit unseren wunderschönen Peifen an, was weitere 3 Aufforderungen, die Pfeife abzugeben, zur Folge hatte.
Zu einem späteren Zeitpunkt und einer Maß später begannen die Mosner bei ohrenbetäubendem Lärm zu spielen. Dadurch kam es zu dem Abkommen, dass die AK 09-er nur beim Prosit 5 sec lang pfeifen dürfen. Leider kann ich jetzt nicht ganz genau sagen, welche Lieder sie alle gespielt haben, die Stimmung war jedenfalls am Kochen und das ging bis 12 Uhr durch! Irgendwann in dieser Zeit wollte mir eine übereifrige Security-Dame die Trillerpfeife (das damals 5. Mal) abnehmen, weil ich beim Prosit gepfiffen habe.
Aufgrund extremer Verfallserscheinungen bei meiner Stimme und allen Extremitäten, lehnte ich das Angebot einer leicht Betrunkenen (Ironie Ironie Ironie), bei ihr zu übernachten, ab und machte mich – mit Mutti – auf den Weg nach Hause.
Der nächste Tag war von Schlafen und dem Fehlen meiner Stimme geprägt, aus diesem Grund konnte und wollte ich nicht an den Feierlichkeiten der Werken- und Französischklassen teilnehmen, die erst am Mittwoch fertig waren.
Mittlerweile sind wir schon fleißig am Dancen und die größten Strapazen sind vorbei, weshalb sich die Feierlichkeiten jetzt wohl auch verstreuen werden, bis der Bauwagen zu einer AK 09 Party einlädt, zu der alle kommen werden (müssen)! Morgen gibt es übrigens Noten, die hoffentlich nicht zur Folge haben, dass ich das Wochenende mit Lernen auf die mündliche Prüfung am Montag verbringen muss. Wünscht mir glück (-;
Bilder freundlicherweiße zur Verfügung gestellt von: .Execute.