Wenn Polizisten mit Nazis sympathisieren

19 07 2009

Am 12. Juli ist ein Student von vier Nazis (das sind sie) brutal zusammengeschlagen worden, als er zu Boden ging traten die Rechtsradikalen weiter auf ihn ein. Später reichte es einem der Schläger nicht mehr und er versuchte den Student durch einen Bordsteinkick (vgl. American History X) gezielt umzubringen. Dabei trat er auf seinen Hinterkopf während das Opfer auf den Bordstein “biss”. Glücklicherweiße misslang dieser Mordversuch.

Das ganze spielte sich in Berlin-Friedrichshain ab, einem eigentlich linken Viertel mit bekannten Nachtleben. Komischerweiße nimmt aber genau in diesem Bezirk die Zahl der gewaltsamen Übergriffe von Nazis zu, wie die Taz schreibt.

Das alles ist schlimm, aber es passiert so oft das ich normalerweiße nicht darüber schreiben würde, das Problem ist das jetzt die Wohnungen der Linken – also der Opfer – durchsucht wurden und nicht der Rechten – die Täter. Es geht sogar noch weiter, ein Polizeisprecher sagte auf rbb das die Linken die Tat verursacht haben, indem sie die Nazis durch ein “Good night white Pride” Symbol provoziert haben!


Die “Good night white Pride”-Bewegung richtet sich gegen die Infiltrierung der Hardcore-Szene von Neonazis. Dabei wird sie von vielen namenhaften Hardcore-Punk und Oi! Bands unterstützt. quelle Wikipedia.

Diese zunehmende Annäherung der Polizei an Rechtsradikale bringt mir Kopfzerbrechen! So wird man das Gefühl nicht los das Verbrechen von Linksradikalen schneller und besser verfolgt werden als von Rechtsradikalen. Ich will keineswegs Gewalttaten einer der beiden radikalen Szenen schön reden, aber das die Polizei linke Protestzüge niederknüppelt und rechte schützt ist nicht unbedingt ein Zeichen von Neutralität!


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