Ich-Partei Teil II

1 08 2009

Da “Ich” ja mich vertreten soll, weil ich der wICHtigste für mich bin, wäre hier mein “Wahlprogramm”:

Außenpolitik:
1. “Ich” setzt sich für ein sofortiges Verbot aller ABC-Bomben (Atomar, Biologisch, Chemisch) ein. Jedes Land ist verpflichtet seine Bomben bis zum 1. Januar 2010 zerstört zu haben. Wer dieser Verpflichtung nicht nachkommt, wird von jeglichem Handel und anderen diplomatischen Beziehungen ausgeschlossen.
2. In einem 10 Jahres-Plan bis 2020 soll es schrittweiße jedem Menschen erlaubt sein, frei zu reisen und in andere Länder zu ziehen. Globalisierung nicht nur für Waren sondern auch für Menschen. Um Flüchtlingsströme von Afrika, Teilen Südamerikas und Südostasiens vorzubeugen, müssen die Industrieländer deswegen sofort beginnen, den Menschen überall auf der Welt die selben Chancen zu geben. Nur so kann man der Massenarmut auf der Erde Herr werden.

Forschung und Bildung:
1. Sofortige Beendigung des Raumfahrtprogramms von deutscher Seite, statt dessen noch verstärkter Forschung im Bereich Maschinenbau, neue Energien, Elektroautos und Wege, Strom zu sparen.
2. Eine kostenlose Bildung von der Kindestagesstätte bis hin zum Universitätsabschluss. Eine “deutsche”- Anpassung der Master- und Bachelor-Studiengänge. Und auf jeden Fall KEINE Gesamtschulen! Ich bin für ein schwereres Abitur und eine schwerere Mittlere Reife, um den Wert der Mittleren Reife und natürlich auch des Abiturs wieder zu steigern. Denn dann gibt es wieder Hauptschüler, die Arbeitsplätze finden.
3. Anstatt der Wirtschaft jetzt durch kurzfristige Finanzspritzen nur partiell zu helfen (z.b. Abwrackprämie) sollte die Wirtschaft langfristig untersützt werden und das geht nur durch Milliarden-Investitionen in das deutsche Bildungssystem. Für mehr Lehrer und Erzieher durch bessere Bezahlung usw. und für bessere und modernere Lehrmittel.

Verteidigung
Sofortige Beendigung jeglicher Auslandseinsätze und ein reines Verteidigungsheer – so wie es im Grundgesetz steht. Außerdem sollte die Bundeswehr noch einmal verkleinert werden und sich so an die neue Art der Bedrohung anpassen.

Umwelt
1. Eine sofortige Umstellung auf alternative Energien durch immense Investitionen, dadurch kommt es zu einer Dezentralisierung der deutschen Energieversorgung. Außerdem ist man, außer von den Solar-Thermik-Kraftwerken in der Sahara, nicht mehr abhängig von Energieimporten. Zuerst sollte Steinkohle als Energiequelle abgeschafft werden, dann Kernkraft und noch vor Öl und Gas sollte man Braunkohle durch alternative Energie ersetzen.
2. Verschiedene Gesetze, die diese Entwicklung beschleunigen, z.B. wer ein Haus baut, muss auf das Dach eine Photovoltaikanlage bauen, die genug Energie für den Haushalt und 2 Autos liefert. Außerdem müssen Solaranlagen für Warmwasser auch Pflicht sein.

Finanzpolitik
Der Spitzensteuersatz sollte auf 50% angehoben werden. Außerdem soll es ab einem bestimmten Einkommen nicht mehr möglich sein abzuschreiben. Daneben sollte es eine Vermögenssteuer ab einer bestimmten Summe geben, die dann dafür sorgt, dass Geld zumindestens in Summen über 500 000 oder einer Million nicht gehortet wird, sondern im Notfall durch den Staat und Steuern wieder zurück in den Umlauf gebracht werden.

Gesundheit
1.Es soll eine Reform geben, die durch unterschiedliche Maßnahmen dafür sorgt, dass ein Arzt, egal ob in Krankenhäusern oder als Hausarzt, mehr Geld bekommt. (Bei Fachärzten wie Zahn- und HNO-Ärzten ist dies, glaube ich, nicht nötig.) Als Gegenzug muss der Arzt aber wieder als Dienstleister gesehen werden, der mit Leistung überzeugt, Leistung, die ein Krankenhausarzt nicht 30 Stunden am Stück liefern kann! Genau wie bei den Lehrern und Erziehern muss also auch hier der Beruf attraktiver gemacht werden und eine bessere Ausbildung bekommen.
2. Die gesetzliche Krankenkasse muss für die Ärzteschaft wieder so attraktiv gemacht werden, dass sie mit den Privaten konkurrieren kann.

Wirtschaftspolitik
Änderung des Bankensystems, Ackermann schlug es vor: Das Bankensystem muss dahingehend verändert werden das Banken pleite gehen können und nicht künstlich am Leben gehalten werden müssen weil sonst das System zusammenbricht. Seine Ambitionen warum es in diese Richtung geändert werden soll sind sicher andere als meine aber die Idee finde ich sehr gut!

Innenpolitik
1. Das Ende einer stetig steigenden Überwachung nicht nur im öffentlichen Raum (durch Kameras) sondern auch im Privaten (Bundestrojaner)! Dies kann nur funktionieren, wenn es nicht zu einer Allmachtsstellung des BKA nach US-amerikanischen CIA-Vorbild kommt. Auch staatliche Stellen müssen demokratisch und durch das Bundesverfassungsgericht überwacht werden.
2. Das Ende der Zensur im Internet! Geheime Sperrlisten o.ä. sind nunmal Zensur! Desweiteren muss es zu einem Umdenken im deutschen Journalismus kommen – die größten Medien dürfen nicht mehr nur in der Hand von ein paar reichen Familien sein!

Bis jetzt habe ich lauter Themenbereiche angesprochen, von denen es schon Ministerien o.ä. gibt, jetzt fordere ich zuletzt noch die Gründung eines neuen Ministeriums: Europa-Ministerium!

Weitere Artikel in dieser Reihe werden folgen.


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7 Antworten zu “Ich-Partei Teil II”

18 11 2009
mrsbutter (20:08:48) :

hört sich klasse an.
aber bei all den tollen zielen, hab ich einen standpunkt nicht verstanden:
wieso sollte es mehr arbeitsplätze für hauptschüler geben, wenn der lernstandart an gymnasien und realschulen steigt?
vielleicht hab ich auch nur ein brett vor dem kopf?
lg

20 11 2009
Josty (19:59:44) :

Im Moment haben Hauptschüler keine Chance weil der Quali nichts mehr wert ist. Fast jeder kann auf die Realschule (weil diese zu leicht ist) und die eigentliche Volksschule wird immer mehr zur Förderschule!

Mit dem “erschweren” von Mittlerer Reife und Abitur würde also auch wieder der Qualifizierte Hauptschulabschluss mehr wert! Diesen schaffen momentan nur sehr wenige Hauptschüler – weil sie eben auf Förderschulstandart sind und dadurch die besseren ausbremsen.

Weißt du was ich meine – wenn nicht oder du einer anderen Meinung bisd schreibs einfach ^^

23 11 2009
mrsbutter (22:45:39) :

Jap, das leuchtet mir ein. Aber dann muss man gleichzeitig die Qualität des Unterrichts an Hauptschulen steigern.

Ich hab letztens gelesen, dass es tatsächlich Hauptschulen gibt, an denen Arbeitslehre als Hauptfach angeboten wird – das ist ja schön und gut, aber nun ratet mal welches Hauptfach dafür zum Nebenfach wird?
Englisch.
Und was kann man heut zu tage ohne Englisch erreichen?
Dazu fällt mir ein ziemlich passendes Zitat ein:
“Die Hauptschule verkommt zu einer Zulieferschule für Industrie und Handwerk. Von Bildung um ihrer selbst willen, von musischer Bildung, von der Vermittlung von Kompetenzen, die helfen, die Welt zu verstehen, ist nirgends die Rede. ”

Traurig..

24 11 2009
Josty (22:07:29) :

Nun ja man braucht Leute die am Band stehen und Autos zusammenbauen (ich arbeite bei einem Autohersteller =). Das wirklich schlimme momentan machen fast 50% Realschüler diese Ausbildung –> arbeiten dann am Band.

Ich finde es nicht so schlimm wenn Englisch nicht als Hauptfach an der Hauptschule unterrichtet wird, wichtiger ist das jeder ordentlich Deutsch kann. Meine Mutter unterrichtet übrigens “Deutsch als Fremdsprache” also bin ich überzeugt das es nicht an den Lehreren liegt (-;

24 11 2009
mrsbutter (23:49:03) :

Na, das kann man aber nicht verallgemeinern.
Ich kenne eine Lehrerin, die einfach der Inbegriff der Unfähigkeit ist. Und was ich jetzt erzähle ist wirklich wirklich nicht übertrieben.
Die Frau (Englisch/Französisch) kommt also manchmal erst zur 2. Stunde, weil sie verschlafen hat. Man sieht ihr an, dass sie in den Sachen, die sie trägt, bereits geschlafen hat. Sie rennt durch die Klasse und stolpert über alles, verbringt mindestens 15 Minuten jeder Stunde mit kopieren und vergisst dann doch den CD-Player, die CD springt dann und dann weiß sie auch nicht mehr, was sie tun soll. Denn Französisch sprechen kann sie nicht. Es kam schon oft genug vor, dass sie etwas beigebracht hat und eine Woche später kam raus, dass die Grammatik grundlegend anders gebildet wird und sie sie vollkommen falsch vermittelt hat. Wenn sie Wörter nicht kennt (was oft genug vorkommt), rät sie gerne mal. Und ihr Lieblingsspruch ist (nachdem jemand in der Klasse sie verbessert hat): “Ja, man lernt ja wohl jeden Tag etwas dazu”
Das witzige ist, sie ist Gymnasiumlehrer und kein Einzelfall (obwohl schon ziemlich einzigartig).
Auch Lehrer können schuld sein. Aber ehrlich gesagt? Ich glaube, dass das System einfach schon viel zu lange nicht funktioniert hat und frage mich, wie lange man noch daran festhalten will.

War das nicht in Hessen oder so, dass man Lehrer, die auf Wunsch von Schülern und Eltern geprüft werden und falls sie durchfallen nicht mehr dort unterrichten dürfen? Super Idee.

26 11 2009
Josty (23:10:43) :

Nun nichts gegen dich aber durch einen solchen Vorschlag werden Lehrer immer unsicherer und können nicht mehr frei unterrichten. Es ist dann wie im Fußball man spielt den Ball immer lieber zurück als nach vorne um ja keinen Fehler zu machen. Auf die Schule betrachtet würde es dann wohl keine Disskusionen usw geben weil der Lehrer sonst von besorgten Eltern (ihre Kinder lernen nichts) zur Prüfung geschickt werden.

Das wäre doch der Wahrnsinn, ich finde Lehrer müssen eine Autoritätsperson bleiben – ihre Lage ist schon schwierig genug, wenn ich überlege, dass sie den Kindern sogar grundsätzliche Umgangsformen beibringen müssen die sie von zuhause einfach nicht kennen. Übrigens würde solche Eltern (die ihren Kindern kein gesellschaftliches Verhalten beibrigen) die Lehrer zuerst verklagen.

Natürlich gibt es Ausfälle und ich kenne genug solche Leute. Aber es ist immer leichter jemand anzuklagen als es selbst zu machen. Übrigens werden Lehrer in sehr regelmäßigen abständen geprüft.

Das Problem liegt in der Ausbildung, den zu großen Klassen und den Lehrplänen. Schlechte Lehrer sind traurige Einzelerscheinungen und machen das Bildungssystem nicht schlechter.

22 03 2010
Entwicklungshilfe unter Schwarz-Gelb | Jostys Netznotizen (17:56:19) :

[...] Entwicklungshilfe wichtig ist, habe ich in dem Programm meiner Ich-Partei bereits erklärt – mit leicht radikalen Vorschlägen, um die Politik dazu zu bewegen. Meine [...]

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