Archive | September, 2009

Warum es gilt Schwarz-Gelb zu verhindern

Oft wurde schon darüber geschrieben, eine Koalition zwischen Schwarz-Gelb sei schlecht für Deutschland. Besonders für die Arbeitnehmer, aber warum ist das so? Ich möchte ein paar Argumente aufzählen:

  • Diese Koalition will durch Veränderung des Kündigungsschutzes den Arbeitern etliche Rechte nehmen – die angeblich die Wirtschaft stärken sollen!
  • Die Union will eine Kopfpauschale beim Krankenkassenbeitrag: Jeder (egal welchen Einkommens) soll 350€ im Monat zahlen – das ist unsolidarisch!
  • Schwarz-Gelb will die Laufzeiten von Kernkraftwerken verlängern! Wir waren mit Asse nicht in der Lage ein Endlager für 100 Jahre zu errichten, wie sollen wir eins für tausende Jahre erbauen? Außerdem werden dadurch die erneuerbaren Energieen ausgebremst!
  • Die “bürgerliche” Koalition wird nichts gegen Diskriminierung unternehmen!
  • Frau Merkel und Herr Westerwelle wollen Steuern senken, aber auch bei den Löhnen soll es Einbußen geben. Zusätzlich werden niedrige Einkommensschichten weniger entlastet und durch die fehlenden Löhne eher zusätzlich geschwächt!
  • Schwarz-Gelb will den Neoliberalismus wieder stärker – den Neoliberalismus, der die Wirtschaftskrise verursacht hat!
  • Mit Schwarz-Gelb bleiben wir eins der wenigen west-europäischen Länder ohne Mindestlohn.
  • Die FDP will die betriebliche Mitbestimmung aushebeln! Der Arbeitnehmer darf nicht mehr Mitreden.
  • Auch wenn die Liberalen in der Koalition sind, wird es weitergehen mit der Zensur im Internet und etlichen Überwachungsmaßnahmen.
  • Mit FDP und der Union sind 2 konservative Parteien in der Regierung, sollen uns Konservative aus der Krise führen, die nichts Neues wissen? Außerdem weiß keine der beiden Parteien so recht etwas mit dem Internet-Dings etwas anzufangen.
Grünen Plakat

Passendes Plakat der "Grünen"

Das waren jetzt 10 Gründe, die hauptsächlich gegen die “bürgerliche” Koalition sprechen. Ich hoffe, dasd wir es verhindern können und auch hier möchte ich meine Wahlempfehlung für soziale Netznutzer aussprechen: Die Grünen! Ich bin kein neutraler Berichtserstatter – nein, ich will, dass es nicht zu dem Schreckensszenario Schwarz-Gelb kommt! Dafür ist mir meine Zukunft zu kostbar!

Wählen für Faule!

Ich habe jetzt alle wichtigen Parteien analysiert und meine Meinung dazu kund getan. Ob man mit mir übereinstimmt oder nicht – I don’t care. Es ist auch sicher nicht der Weisheits letzer Schluss.

Jetzt gibt es etwas für Leute, die sogar für diese paar Seiten zu faul sind – für Wählerinnen und Wähler, die nicht die Nachrichten verfolgen wollen, geschweige denn die zahlreichen Kurzversionen der Programme der Parteien lesen. Das würde insgesamt 2-3 Stunden dauern. Wenn man alle Kurzprogramme der im Bundestag vertretenen Parteien durchschauen will.

Aber weil es anscheinend viele solche Leute gibt, hat die Bundeszentrale für politische Bildung den Wahl-o-Maten erfunden. Hier beantwortet man 38 Fragen mit “Stimme ich zu” / “Neutral” / “Stimme ich nicht zu”. Man sollte die Fragen allerdings genau lesen, denn oft ist ein kleines nicht versteckt und man schreibt das Gegenteil von dem, was man will.

Wahl-o-Mat

Bei mir kam übrigens dieses Ergebniss heraus: Grüne, Linke, ödp, Piraten, SPD, Violetten, FDP, Union. Es werden mir also die Grünen ans Herz gelegt – die ich (wenn ich wählen dürfte) sowieso gewählt hätte.

Was ist Couch surfing?

Couchsurfing, Couch-surfing oder doch Couch Surfing – von Groß- und Kleinschreibung mal ganz abgesehen – wie schreibt man es wohl richtig? Ich schreibe es zusammen, da findet Google mehr Resultate (wenn man Couch Surfing in Anführungszeichen – also zusammen – sucht).

Aber genug der Theorie! Beim Couchsurfing geht es darum, dass man seine Couch anderen, die gerade auf Achse sind, zur Verfügung stellt und ihnen, wenn möglich, die Stadt zeigt. Als Gegenleistung darf man dafür kostenlos – aber mit Gastgeschenk – auf fremden Couchen (ich habe die Mehrzahl im Duden nachgeschlagen) übernachten. Diese Schlafplätze sind nicht immer in Form von einer Couch überall auf der Welt verfügbar:

Die Couchsurfer verabreden sich übers Internet auf couchsurfing.org. Dort erstellt man sein Profil, auf dem auch Bewertungen von früheren Gästen angezeigt werden. Je nach Bewertung wird man dann auch von den Besitzern der Couch am Traumziel aufgenommen – oder eben nicht. Man sollte also ein guter Gastgeber sein.

Warum schreibt der Josty über sowas? Ist doch irgendwie eklig auf einer fremden Couch, in einer fremden Stadt und vor allem bei einem fremden Menschen! Stimmt – ich weiß auch nicht, ob ich das wollte. Mein Hauptproblem würde zwar eher sein, Gäste aufzunehmen, aber auch das Schlafen bei einem Fremden erfordert sehr extrovertiertes Verhalten.
Aber ich schreibe über Couchsurfing, weil man dadurch die einmalige Möglichkeit hat, in einer fremden Stadt einen Bekannten zu haben! Die meisten werden schon die Erfahrung gemacht haben, dass man in der eigenen Stadt jede In-Kneipe kennt und am Urlaubsort – trotz Führer – immer in der Touristenschenke landet.

Auch die kleinen billigen Läden in London findet man als Pauschaltourist wohl kaum! Das ist eine riesige Chance für Couchsurfing! Wenn jemand dasselbe mit einem großen Netzwerk, ohne Übernachten in der eigenen Wohnung kennt – bitte melden!!! Schreibt mir einen Kommentar!