Archive | November, 2009

Überblick: Bildungsstreik am 17. November 2009

Heute war bundesweiter Bildungsstreik, für alle, die sich immer noch fragen, was das ist, oder die wissen wollen, was los war, hier ein kurzer Überblick:

Nachdem schon im Juni in einer Streikwoche mehr als 200´000 Schüler für bessere Bildung gestritten haben, begann am heutigen Tag offiziell der heiße Herbst. Eingeläutet wurde dieser schon im Oktober von den Studenten in unserem Nachbarland Österreich. Diese bestreiken schon seit Wochen etliche Unis. Auch in Deutschland solidarisierten viele Hochschulen schon vor dem eigentlichen Streikbeginn und besetzten auch Hörsääle an ihren Universitäten und Fachhochschulen.

Aber jetzt zu den heutigen Protesten. Bundesweit haben sich laut Bildungsstreik.net über 85´000 junge und alte Menschen getroffen, um gegen die Bildungspolitik der Bundesregierung zu protestieren. Die Hauptorte waren München (13´000), Berlin (25´000) und Wiesbaden (8´000). Aber auch in Düsseldorf, Bonn, Osnabrück, Mainz und an vielen anderen Orten wurde gestreikt.

Aber wie berichtet man am besten von einem Bildungsstreik – nun ja, ich erzähl euch einfach die schönsten Sprüche, die ich auf Plakaten gelesen habe. “Chuck Norris schafft den Bachelor in der Regelstudienzeit”, “Reiche Eltern für alle”, “Betreten der Uni verboten! Eltern zahlen für ihre Kinder”, “Übereilte Reformen fügen der Bildung ihrer Kinder erheblichen Schaden zu” und “Wir sind kein Bildungsmüll”.

Mehr zu den Forderungen und Vorschlägen der Studenten werde ich in Zukunft noch schreiben. Für den Moment war es mir wichtig, noch am Streiktag darüber zu berichten. Mir selbst ist es nicht möglich mit zu streiken, weil ich mich in einer Ausbildung befinde und ich diese doch sehr gerne behalten würde. Jetzt lasse ich euch mit ein paar Bildern allein (Nachrichten schauen!!).

Dort werden Unis besetzt

Auch die Rumreiche Humboldt Universität ist besetzt


Ein bisschen Change

Etwas Großes sollte es werden – die Präsidentschaft von Barack Obama. Ein (zumindestens halb) Schwarzer als mächtigster Mann der Welt, gut dargestellt in diesem Video:

Schon als Obama den Nobelpreis verliehen bekam, wuchsen bei mir die Zweifel und es ist nicht so viel besser geworden:

  • Obama hat Guantanamo immer noch nicht geschlossen.
  • Obama will mehr Soldaten nach Afhanistan schicken.
  • Obama hat sein Hauptprojekt – die Gesundheitsreform – extrem gekürzt und sehr wichtige Punkte gestrichen.
  • Obama hat nur verstaatlichte Banken in ihren Bonuszahlungen beschränkt.
  • Obama will sich, wie schon seine Vorgänger, nicht auf verpflichtende Maßnahmen gegen den Klimawandel einlassen.

Natürlich ist der US-Präsident bei allen 5 Punkten nicht alleine schuld. Auch der Kongress und Senat, die sich immer wieder “querstellen”, tragen eine Mitschuld.

Fakt ist aber: Bis jetzt kam es durch den neuen Präsidenten noch zu keinem großen Wandel und diese Tatsache wird sich beim Klimagipfel in Kopenhagen auch nicht ändern. Hoffentlich kann er den Erwartungen an sich noch gerechter werden, um eine weitere Amtsperiode  Zeit für seine Projekte zu haben.

Hunger – die schlimmste Seuche der Welt

Auch dieses Jahr fand wieder ein Welthungergipfel statt und es macht einen jedes Jahr trauriger, wenn man die neuen Zahlen sieht. Als einziger Regierungschef erfuhr Berlusconi (er musste kommen, denn der Gipfel war in Rom) auf dem Treffen von der – im zweistelligen Bereich – wachsenden Zahl an Hungerleidenden.

Betroffen zeigte sich eigentlich nur der Papst – seine Ansprache brachte den Kongress, welcher zu einem großen Teil aus Diktatoren der 3. Welt bestand, auch nicht zu klaren Beschlüssen. Ich habe jetzt nicht die Zeit, mich mit Vorschlägen tiefer zu beschäftigen. Einen, den ich schon vor  Wochen gebracht habe, will ich aber noch einmal bekräftigen: Ich bin für eine stetige Verminderung der Reisebegrenzungen bis zu einem Ende möglichst vor 2030. Dadurch MÜSSTEN die westlichen Regierungen – um eine Flüchtlingswelle zu vermeiden – überall auf der Welt gleiche Bedingungen schaffen.

Eben weil mir die Zeit fehlt, lasse ich euch jetzt mit diesen erschreckenden Zahlen zurück:

  • Auch heute am 16.11.2009 sterben wie jeden Tag 17 000 Kinder an Hunger.
  • Alle 5 Sekunden stirbt ein Kind an Mangelernährung.
  • Im Jahr sind das 6 Millionen..
  • Weltweit leiden 1 Milliarde Menschen an Hunger.
  • Hunger bedeutet über einen längeren Zeitraum weniger als 2/3 der täglich nötigen Kalorien zur Verfügung zu haben.

Hart - aber das erste Bild das Google unter Hunger findet!

Die Zukunft der Kommunikation

Seit Wochen überlege ich, welches Handy oder Netbook für mich das Beste ist, dabei diskutiere ich viel mit einem guten Freund über mobiles Internet und wie sehr es die Kommunikation des 21. Jahrhunderts verändert.

Mit dem mobilen Internet habe ich jetzt schon den wichtigsten Punkt angesprochen. Ich glaube, dass sowohl e-mail als auch sms am Ende sind. Die einzige elektronische Post, die eine solche Medienrevolution überleben wird, ist eine Alternative zur schriftlichen Post. Also eine Art amtlich anerkannte e-mail, die es in dem Programm De-Mail schon testweiße gibt.

Eine solche amtliche Post ist allerdings nur ein kleiner Teil der Kommunikation. Ein Teil, mit dem ich mich besser auskenne, sind zwischenmenschliche Gespräche. Einen sehr interessanten Ansatz bringt dazu Google Wave. Es bindet einen “richtigen” Livechat (d.h. der Gegenüber sieht z.b. schon während man tippt die Nachricht) und emails zu einem einzigen Programm. Ob dieses Programm sich durchsetzt oder ein anderes mit dem selben Grundgedanken ist eigentlich egal.

Sieht so die Schaltzentrale der neuen Kommunikation aus?

Soweit zur Software, die Hardware wird definitiv mit mobilen Internet ausgestattet sein. Man wird überall mind. mit DSL Geschwindigkeit online sein. Diese andauernde Verbindung zum world-wide-web ist nach dem Handy der nächste Schritt zur vollkommenen Vernetzung.

Schon jetzt kann man sich anzeigen lassen, wo sich die eigenen Freunde momentan befinden. Das ist etwas komplett neues und führt zu einer zielgerichteteren Art der Unterhaltung.

Bei allen Vorteilen dieser Digitalisierung gibt es ein großes Problem – den Datenschutz. Oft wird gewarnt, dass das Internet nichts vergisst, was natürlich stimmt und egal, wie man die Daten schützt, es wird trotzdem immer wieder das neue Modewort “Datenskandal” in den Medien auftauchen. Wichtig wird sein, so etwas bei der De-Mail oder Alternativlösungen zu verhindern und eine mindestens so große Sicherheit wie bei der Post zu schaffen.

Am Ende eines solchen Textes gehört bekanntlich ein Fazit, jenes will ich meinen Lesern natürlich nicht schuldig bleiben. Es steht fest, dass sich Programme wie Google Wave, aber auch das mobile Netz nur durchsetzen können, wenn sie anerkannt werden und eine überragende Mehrheit diese Möglichkeit nutzt. So gesehen bei den Social Networks, denn ohne einen Account bei mindestens einem dieser Netwerke kommt fast kein Jugendlicher in die 6. Klasse.

Wir werden sehen, ob es beim mobilen Internet zu einem ähnlichen Triumphzug kommen wird.

Song of the day: Anti Flag – This is the end

Anti Flag hat die Bildungsproteste in Österreich ja kurz besucht und so bin ich wieder auf sie gekommen. Und jetzt komme ich nicht mehr weg! Eine geniale Band die auch eine eigene Meinung hat.