Jugendarbeitslosigkeit in Bayern

Ich war heute auf einer Versammlung der Jugend Arbeiter Vertretung der BMW, die in der IG Metall organisiert ist. Vor etwa 800 Azubis sprach auch ein Mitglied des DGB. Er beschrieb das Problem Jugendarbeitslosigkeit in unserer Region und das ist überraschend groß!

Er sprach von einem Anstieg der Quote um bis zu 60% in einigen Regionen, bzw. 44% im Durchschnitt in Bayern. Mit 2-3% Anstieg sind die Arbeitslosenzahlen in Bayern gesamt ja noch sehr gering, dank Kurzarbeit und co.Warum ist das so? Im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise können sich Unternehmen nicht mehr so viele Mitarbeiter leisten, aufgrund des recht guten Kündigungsschutzes ist es aber gleichzeitig teuer, Mitarbeiter zu entlasten. Die Lösung für -anscheinend sehr viele- Unternehmen ist die Verringerung der Azubi-Zahl.

Als Lösung will die neue Regierung den Kündigungsschutz entschärfen und mehr auf begrenzte Arbeitsverhältnisse setzen. Eine solche Neuregelung wäre allerdings ein großer Rückschritt, der stark an die USA erinnert und in der Sozialen Marktwirtschaft der BRD eigentlich nichts zu suchen hat.

Viel wichtiger ist es, den Firmen klar zu machen, dass heutige Azubis ihre Zukunft sind und somit die wahrscheinlich sinnvollste Investition, die es gibt. Manager müssen aufhören, in allerhöchstens 3 Monatsperioden zu denken, nur so kann man gestärkt aus der jetzigen Krise gehen und in den nächsten Jahren wieder mehr Mitarbeiter einstellen.

Komisch wenn man dann wieder den hört das Deutschland ausstirbt und es einen Fachkräftemangel gibt…finde den Fehler.

 

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