Jugendkreistag in Dingolfing
20 12 2009Im Landkreis Dingolfing lud Ladrat Heinrich Trapp Vertreter von allen Schulen zum 29. Jugendkreistag. Leider kamen von unserer Schule nur 3 der 6 möglichen Vertreter. Dass ich, wo ich nur 2. Klassensprecher und kein Schülersprecher bin, dabei war, ist eigentlich ein trauriges Zeugniss der Deinteresse. Bei der eigentlichen Sitzung setzte sich der Eindruck fort. Von Hauptschülern hörte man fast nichts, aber auch Realschüler hielten sich sehr zurück. Die meisten Wortmeldungen kamen von den anwesenden Gymnasiasten und mir selbst.
Es ist natürlich klar, dass es schüchterne Schüler gibt. Die Tatsache der fehlenden Teilnahme von Hauptschulvertretern an der Mittelschul-Debatte ist trotzdem erschreckenden und schade. Bei der geplanten Mittelschul-Reform handelt es sich im Kern um eine Zusammenlegung von mehreren Hauptschulen zu einer großen Schule mit Praxis-Klassen für schwächere Schüler und M-Klassen für Stärkere neben den eigentlichen Klassen. Dafür braucht man natürlich größere Schulen. Weil so kleinere Hauptschulen keine Chance mehr haben, wird das enge bayerische Schulnetzwerk in der Folge deutlich lichter. Ob es unbedingt nötig ist, konnte ich in der kurzen Zeit nicht definitv sagen, aber ich fürchte fast, dass es in die Richtung gehen muss. Die Ansätze wie sie jetzt gebracht werden – in Verbindung mit leichteren Aufnahmebedingungen für die Realschulen – sind jedoch nicht akzeptabel. Genauso geht es mir mit dem Vorschlag, die verschiedenen Zweige vorrübergehend noch in den anderen Schulen zuverteilen. Das halte ich für die falsche Entscheidung.
Doch zurück zum Thema. Unsere Anliegen wurden netterweise durch den Vorschlag eines unangenehm arrogant wirkenden Vertreter des Gymnsiums Landau zum letzten Tagesordnungspunkt zurückgestuft. Nachdem dann sein Antrag für einen 2. Hausmeister für die Landauer Schulen durchgekommen ist, stand er publikumswirksam auf, zog seine Jacke noch im Saal an und ging. Zu diesem Zeitpunkt war ich schon sehr überrascht wie man so von sich selbst überzeugt sein kann, wenn man so wenig Klasse zeigt.
Desweiteren wurde noch übere eine FOS in Dingolfing abgestimmt (für die FOS ohne Gegenstimme), einen Aussensportbereich für die Realschule Landau (ebenfalls ohne Gegenstimme) und 4 kleinere Anliegen von unserer Berufsschule – welche ebenfalls “durchkamen”.
Die Veranstaltung ist im Großen und Ganzen sehr gelungen. Es war eine interessante Erfahrung bei einer so professionell geführten Disskusion teilzunehmen: Mit Protokoll, Mikrofonen für jede Schule und Herrn Trapp als “Moderator”. Dieser machte seine Aufgabe übrigens ziemlich gut, auch wenn man noch nicht sagen kann wie viel davon umgesetzt wird. Der Landrat wirkte anscheinend nicht nur auch mich sympatisch denn seine Wahlergebnisse (1997 mit 75,6 %, 2002 mit 95,05 %, 2008 mit 70,3 %) sind doch sehr deutlich – besonders für einen SPD´ler in Bayern. Von den anderen anwesenden Politikern (ödp und FW) hörte man ziemlich wenig, allein seine Tocher (SPD) brachte eine nennenswerte Zahl an Beiträgen.
Für mich war es auf jedenfall das zweite mal die Möglichkeit mit einem regionalen Politikers zu disskutieren – nach dem Gespräch mit Herrn Götzer. Die meisten Jugendlichen interessiert so etwas wenig, oder sie trauen sich nicht etwas zu sagen. Trotzdem bleibt es für mich eine interessante Möglichkeit bei der ich froh bin das es sie gibt.







