Bayerisch für Anfänger – wird eingestellt
18 01 2010Josty ist ein Bayer und stolz drauf. Zwar bin ich kein großer Fan von übertriebenen Patriotismus, dennoch stehe ich hinter der “Mia sama mia” -Mentalität. Natürlich gibt es auch Dinge, die ich an dem süddeutschen Bundesland nicht mag: Das Konservative, die Volksmusik und natürlich die CSU. Was ich dagegen wirklich mag, ist der Dialekt.

Auch wenn ich versuche, meine Texte gemäß der deutschen Hochsprache zu verfassen, spreche ich ausschließlich bayerisch. Glücklicherweise versteht mich dabei jeder – zwar musste ich mich bei der Abschlussfahrt in Berlin bemühen, aber zuhause kam es noch nie zu Verständigungsschwierigkeiten.
Meine Gesprächspartner geben dann auch meist ihr Bayerisch zum Besten. Also alles in Ordnung? Leider nicht. Zur Zeit wächst eine neue Preißen-Bayern Zwittergeneration heran. Es geht nicht um die viel geschimpften Zuagroastn. Es geht um Kinder bayerisch-sprechender Eltern, denen der Dialekt der Heimat nicht mehr von den Eltern vermittelt wird.
Anfangs gab es so etwas nur in Großstädten, aber der Trend geht sehr stark in Richtung Landbevölkerung. Die Eltern hegen dabei die Hoffnung, dass ihr Kind sich in der Schule leichter tun wird. Doch das ist eine Farce, so lernt man auf jeder Schule die deutsche Hochsprache – der Dialekt hingegen kann nur durch die Eltern beigebracht werden.
Es muss also ein schnelles Umdenken erfolgen, sonst stirbt mein geliebtes Bayerisch aus. Dann haben wird nur noch viel zu viel sprechende Preißen. Oder findet ihr es schön, wenn jeder Satzteil vom Gegenüber mit einem “Ja” kommentiert wird.







