Polaroid – sieht immer noch toll aus

Schon immer war ich begeistert von Polaroid-Fotographie. Früher war das Gute an der Technik, dass man das geschossene Bild sofort sehen konnte. Heute geht das mit Digitalkameras einfach und billiger. Physische Fotos macht man heute dafür viel seltener. Auch der Retro-Stil ist jetzt wieder gefragt. Es sieht ja auch cool aus, wenn eine Wand mit – am besten beschriebenen- Polaroidfotos übersäht ist.

Trotz dieser Tatsachen hat die Firma Polaroid die Produktion von Sofortbildfilmen eingestellt. Jetzt will der Wiener Florian Kaps mit dem Impossible Projekt (alte Seite) die Filmproduktion wieder aufnehmen. Nach dem Ende von Polaroid hat Kaps sämtliche Restbestände aufgekauft, die er seitdem im Internet vertreibt. Vor kurzem stellte er mit seinem Team aus 12 ehemaligen Polaroid-Mitarbeitern zum ersten Mal wieder Filme aus noch vorhandenen Materialien her. Kaps hat nämlich nicht nur die Restbestände, sondern auch 12 alte Maschinen gekauft. Davon wird nur eine genutzt, die anderen dienen als Ersatzteillager.

Das eigentliche Ziel ist es aber, eine neue Chemikalie zu finden, welche den aktuellen Umweltschutzbedingungen entspricht. Eine Solche soll angeblich bis Ende Februar fertiggestellt sein. Wie sich der Aufwand preislich auswirken wird und ob eine Massenfertigung möglich gemacht werden kann, ist aber noch nicht sichergestellt. Wenn dann nämlich ein Bild 50 cent oder mehr kostet, geht dem Polaroid natürlich das Freie verloren. Wer dann sagt bei 50-cent – ein etwas aus der Luft gegriffener Wert – kann man ein Spaß-Foto machen ohne es zu bereuen, der belügt sich selbst. Dabei sind es spontane Bilder, die Polaroid so beliebt machen und dieser Technik auch noch heute eine Chance neben Fotodruckern geben können.

 

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