Arbeitslose sollen arbeiten

Erst vor kurzem habe ich geschrieben, was ich als Sozialhilfe für angemessen halte.  Doch das Thema beschäftigt mich immer noch, so habe ich gestern gelesen, dass in den Niederlanden jetzt Arbeitslose Jobs annehmen müssen. Ein Vorschlag, der in Deutschland wohl auf extreme Kritik stoßen würde – evtl. zwegs der Vergangenheit (es würden Anspielungen wie “Arbeit macht frei” die Runde machen). Ich finde den Vorschlag dennoch gut und möchte mich kurz darüber auslassen.


Bedingungen, die auch nur an das 3. Reich erinnern ,darf es niemals bei einer Arbeitspflicht geben

Die Sozialdemokraten in Holland haben den Vorschlag gemacht – Arbeitslose müssen arbeiten, wenn sie können, sonst gibt es schmerzhafte Einbußen in den Staatsleistungen. Für die nicht vermittelbaren Fälle gibt es ein Aufbautraining, das sie schrittweise wieder an einen vollen Arbeitstag heranführen soll.

Die Liberalen-Wähler werden mir jetzt Westerwelles  Worte – Arbeitslose sollen Schnee räumen – an den Kopf werfen. Mit dem Vorschlag habe ich allerdings ein Problem, in Holland sollen die Arbeitslosen zum Beispiel Tüten packen – damit haben sie eine Perspektive. Mit dem Schneeräumen hat niemand eine Perspektive.

Perspektive ist insgesamt der beste Grund für diese Arbeitspflicht. Auch Sozialhilfeempfänger sollten sich nicht aufgeben – und wenn sie arbeiten müssen, dann kommen sie nicht aus  dem Alltag heraus. Das ist auch vom psychologischen Effekt vorteilhaft – denn so wird/fühlt man sich nicht sozial ausgegrenzt.

Eher sekundär ist der Wachstum an Serviceleistungen: Der Tankwart könnte wieder eingeführt werden, die Taschen werden im Supermarkt gepackt usw. Wichtig wäre dabei sicher auch, dass man die Sozialhilfeempfänger als normale Dienstleistungskräfte akzeptiert.

 

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