Die Unverhältnismäßigkeit des Pilotenstreiks

In Deutschland ist Pilot einer der meist angesehensten Berufe überhaupt, wer dann auch noch bei der Lufthansa arbeitet, hat es wirklich geschafft. Natürlich ist die Pilotenausbildung extrem teuer und es kommen mindestens Kosten von 60000€ auf die Flugschüler zu – eine Summe, die meistens nur durch einen Kredit gestemmt werden kann.


Ab Montag ein seltenes Bild

Ist die Ausbildung dann aber beendet und die künftigen Piloten finden eine Festanstellung bei der Lufthansa, haben sie fast schon ausgesorgt. Ein Einstiegsgehalt von 60 000€ im Jahr spricht Bände.

Obwohl sie damit wohl eine der Luxusarbeitsstellen schlechthin haben, wollen die Piloten der Kranich-Airline ab Montag streiken. Ziel ist ein Kündigungsschutz der betriebsbedingte Kündigungen praktisch ausschließt, außerdem wollen sie auch noch mehr Mitbestimmungsrecht in der Firma.

Wenn man sich dann auch noch die Zusatzleistungen (billige Flüge und etliche Sozialleistungen) ansieht, dann fragt man sich schon, wie weit die Gewerkschaft Cockpit eigentlich schon von der Realität entfernt ist. Momentan prüft die Lufthansa eine einstweilige Verfügung gegen den Streik. Als Fluggast kann man nur hoffen, dass diese durchkommt.

Sowohl die Vereinigung Cockpit als auch ich sehen darin eine Pilotentscheidung – das Wortspiel ist ein Zufall.

 

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2 Responses to “Die Unverhältnismäßigkeit des Pilotenstreiks”

  1. sdfrtgzhuj 12. Mai 2010 at 17:03 #

    “Natürlich ist die Pilotenausbildung extrem teuer und es kommen mindestens Kosten von 60000€ auf die Flugschüler zu – eine Summe, die meistens nur durch einen Kredit gestemmt werden kann.”

    -”Die Schulungskosten werden von Lufthansa komplett vorfinanziert. D.h. Ihr Darlehensbetrag wird für die Dauer der Schulung und darüber hinaus bis zum Beginn eines Arbeitsverhältnisses als Flugzeugführer innerhalb oder außerhalb des Lufthansa-Konzerns zins- und tilgungsfrei gestellt. Erst nach dem erfolgreichen Abschluss, wenn Sie einen Arbeitsvertrag erhalten, beginnen Sie nach vier Monaten mit der Rückzahlung Ihres Eigenanteils von 60.000 €”

    außerdem ging es den piloten darum, dass viele jobs ins ausland verlagert wurden…da könnten sie noch so viel verdienen, wenn wer anders ihren job kriegt haben sie davon herzlich wenig

  2. Josty 12. Mai 2010 at 21:41 #

    Dann müssen sie billiger arbeiten, wenn sie nicht besser sind. In diesem Hochleistungssegment kann man Abstriche beim Lohn doch wohl verkraften!

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