Archive | Februar, 2010

Steuer gegen Armut

Nach Google suchen die Deutschen am meisten in Youtube – auch Josty, und so bin ich auf folgendes Video gestoßen.

Leider funktioniert der beworbene Link im Moment nicht – am besten ihr versucht es hier für mehr Informationen. Bei der so genannten Tobin-Steuer handelt es sich um eine Steuer, die zu Deutsch mit dem Horrornamen Finanztransaktionssteuer belastet ist.

Einen Vorteil hat dieses Silbengespenst aber dennoch, es erklärt im Grunde, um was es geht. Der Finanzmarkt soll durch eine Steuer von 0,01-0,1 Prozent auf jedes Geschäft reguliert werden. Bevor ihr jetzt denkt: So wenig?! Man zahlt auf jede Windel schließlich das 190 bis 1900 Fache, so wenig ist extrem viel, in Deutschland wären es ungefähr 30 Mrd pro Jahr. Den Bänkern und Finanzdienstleistern ist das aber immer noch zu viel.

Die Argumente dafür dürften klar sei, wobei auch nicht von der Hand zu weisen ist, dass mit der Tobin-Steuer die Finanzkrise nicht zu vermeiden gewesen wäre. Bei den Gegenargumenten wird immer zuerst aufgezählt, dass die Finanzhaie dann abwandern würden. Das mag in einem gewissen Ausmaß wahr sein, es ist aber nicht so schlimm wie oft prophezeit wird, denn in Großbritanien gibt es eine solche Steuer – auch wenn diese dort zu lasch durchgesetzt wird.

Die Lösung, um solchen Problemen vorzubeugen, wäre mit Sicherheit eine globale. Diese wird von Kritikern als Utopie abgetan. Utopien können aber auch fortschrittlich sein – im 19. Jahrhundert waren Sozialversicherungen schließlich auch noch eine Utopie. Ich finde, man muss etwas wagen und versuchen, solche Utopien durchzusetzen.

Die Unverhältnismäßigkeit des Pilotenstreiks

In Deutschland ist Pilot einer der meist angesehensten Berufe überhaupt, wer dann auch noch bei der Lufthansa arbeitet, hat es wirklich geschafft. Natürlich ist die Pilotenausbildung extrem teuer und es kommen mindestens Kosten von 60000€ auf die Flugschüler zu – eine Summe, die meistens nur durch einen Kredit gestemmt werden kann.


Ab Montag ein seltenes Bild

Ist die Ausbildung dann aber beendet und die künftigen Piloten finden eine Festanstellung bei der Lufthansa, haben sie fast schon ausgesorgt. Ein Einstiegsgehalt von 60 000€ im Jahr spricht Bände.

Obwohl sie damit wohl eine der Luxusarbeitsstellen schlechthin haben, wollen die Piloten der Kranich-Airline ab Montag streiken. Ziel ist ein Kündigungsschutz der betriebsbedingte Kündigungen praktisch ausschließt, außerdem wollen sie auch noch mehr Mitbestimmungsrecht in der Firma.

Wenn man sich dann auch noch die Zusatzleistungen (billige Flüge und etliche Sozialleistungen) ansieht, dann fragt man sich schon, wie weit die Gewerkschaft Cockpit eigentlich schon von der Realität entfernt ist. Momentan prüft die Lufthansa eine einstweilige Verfügung gegen den Streik. Als Fluggast kann man nur hoffen, dass diese durchkommt.

Sowohl die Vereinigung Cockpit als auch ich sehen darin eine Pilotentscheidung – das Wortspiel ist ein Zufall.

Was ist sozial?

Um diese Frage angemessen beantworten zu können, bräuchte man genaue Analysen. Ich kann momentan nur meine eigene Meinung dazu schreiben.  Anlass ist natürlich der Angriff auf Arbeitslose durch unseren Vizekanzler – er hat auf sehr aufhetzende Weise versucht, die Wähler zurückzugewinnen. Und doch veranlasst er einem zum Nachdenken: Wie soll man das Problem lösen, dass es sich für manche Arbeitslose nicht lohnt zu arbeiten?


Doch nicht immer der Klügste?

Zuallererst muss man sagen, die meisten Arbeitslosen würden wahrscheinlich sogar zu dem selben Geld arbeiten, das sie als Hartz-4 Empfänger bekommen – erst, wenn es weniger wird, wird es wohl keiner machen. Die Perspektive aufzusteigen, sowohl im Beruf als auch sozial, ist möglicherweise sogar Kürzungen wert.

Dennoch kann das natürlich kein Zustand sein. Westerwelle möchte diese angebliche spätrömische Dekadenz durch Kürzungen im Arbeitslosengeld eindämmen. Wie lächerlich der Vorschlag ist, dürfte, glaube ich, allen klar sein. Und weil sich schwarz-gelb wohl kaum zu einem Mindestlohn durchringen werden können, sollte man wieder zu einer FDP Idee zurückkommen: Steuersenkungen.

Leider wollen die Liberalen aber fast ausschließlich Besser-Verdienende entlasten – die Leistungsträger. Die Lösung für eine größere Attraktivität von Arbeit statt Sozialhilfe ist aber das exakte Gegenteil. Der Freibeitrag gehört deutlichst erhöht.

Hier stellt sich dann aber das Problem, dass die Menschen das auch sehen. Es ist leider so – ein großer Anteil der Langzeitarbeitslosen hat nicht die beste Bildung und deshalb bräuchte es neben der Gesetzänderung auch eine große Medienkampagne, die darauf aufmerksam macht.

Was ist also sozial? Der Guido erklärt es uns im März in einer Grundsatzdebatte und ich bin schon gespannt.

Steuerhinterziehung wird belohnt

Soll man eine illegal erworbene Informationen kaufen? Ausnahmsweise stimme ich mit Frau Merkels Meinung ueberein, auch ich hätte die SteuerCD gekauft. Denn wenn heute eine solche CD ins Finazamt eingeworfen wird, dann werden die Informationen verfolgt. Warum sollte man also nicht dafür bezahlen?

Ich will mich aber mit dieser so viel disskutierten Frage beschäftigen. Viel mehr geht es mir darum, dass es sich lohnt Steuern zu hinterziehen sogar wenn man sich selbst anzeigt sobald es einem zu heiß wird. Denn wenn man sich selbst anzeigt muss man nur die hinterzogenen Steuern zurückzahlen, die Zinsen darf man dann immerhin behalten.

Das ist schon extrem, es geht aber noch schlimmer. In Italien preist sich Berlusconi mit extrem hohen Steuerrückzahlungen in Millionenhöhe selbst an. Lächerlich wird es erst wenn man sich die Steuerpolitik des Mafioso genauer ansieht. So muss der Steuersünder nur Abgaben in der Höhe von 2-7 Prozent anstatt 30 Prozent zuückzahlen.

Wenn das so ist dann würde ich natürlich auch keine Steuern mehr bezahlen. Wie man das in Deutschland in Zukunft handhabt wird sicher interssant. Für mich sollte die Behörde, die Steuersünder verfolgen, deutlich vergrößert werden. Es ist soweit ich weiß die einzige Behörde die Geld erwirtschaft anstatt welches zu kosten. Doch die aktuelle Regierung wird wohl kaum daran interessiert sein ihr eigenes Wählerklientel auszustechen. Und das unterstelle ich einfach besonders der FDP, das von allen Parteien am ehesten ihre Wähler Steuern hinterziehen.

Flickr – tolle Bilder für alle

Zum Beginn des Jahres habe ich begonnen ausschließlich Bilder creative commons-Lizenz für Jostyknowsbest zu verwenden. Meine Lieblingsquelle ist flickr.com, deshalb will ich diese Seite hier vorstellen, denn die meisten Leute in meinem Freundeskreis wissen nichten genau was Flickr ist.

Übersetzt heißt flickr so viel wie “Durchblätterer” und wurde 2004 gestartet. Vier Jahre später wurde das 3 Milliardste Bild hochgeladen, momentan sind es nach eigenen Angaben 5000 neue Uploads pro Minute, die von einer Community bestehend aus 40 Millionen Usern.


Evtl sollte ich auch solche Buttons drucken

Im Grunde kann jeder User beliebig viele Bilder hochladen, allerdings ist das Vollumen auf 200mb im Monat begrenzt. Außerdem darf die Dateigröße nicht 10mb überschreiten. Die neusten 200 Bilder werden dann auf dem Profil angezeigt und können von aller Welt kommentiert werden. Beim Hochladen kann man sich dann auch für eine creative Commons Lizenz entscheiden.

Es gibt unendlich viele Dinge die ich gerne könnte, eine davon ist tolle Fotos machen. Leider kann ich werde ein schönes Motiv finden, noch die richtigen Einstellungen an der Kamera machen, geschweige denn das Bild dann zu bearbeiten. Trotzdem werde auch ich in Zukunft versuchen mehr Bilder selbst zu machen. Eine Reihe über Streetart und Graffiti in Landshut zum Beispiel wäre doch gut. Dafür muss es aber wieder Sommer werden damit ich mit der Vespa durch die starten fahren kann.

Wenn jemand von euch ein genialer Fotograf ist, dann kann er sich gerne melden. Denn eine Bilderreihe mit schönen Fotos wäre auch etwas für Josty knows best.