Steuer gegen Armut
Nach Google suchen die Deutschen am meisten in Youtube – auch Josty, und so bin ich auf folgendes Video gestoßen.
Leider funktioniert der beworbene Link im Moment nicht – am besten ihr versucht es hier für mehr Informationen. Bei der so genannten Tobin-Steuer handelt es sich um eine Steuer, die zu Deutsch mit dem Horrornamen Finanztransaktionssteuer belastet ist.
Einen Vorteil hat dieses Silbengespenst aber dennoch, es erklärt im Grunde, um was es geht. Der Finanzmarkt soll durch eine Steuer von 0,01-0,1 Prozent auf jedes Geschäft reguliert werden. Bevor ihr jetzt denkt: So wenig?! Man zahlt auf jede Windel schließlich das 190 bis 1900 Fache, so wenig ist extrem viel, in Deutschland wären es ungefähr 30 Mrd pro Jahr. Den Bänkern und Finanzdienstleistern ist das aber immer noch zu viel.
Die Argumente dafür dürften klar sei, wobei auch nicht von der Hand zu weisen ist, dass mit der Tobin-Steuer die Finanzkrise nicht zu vermeiden gewesen wäre. Bei den Gegenargumenten wird immer zuerst aufgezählt, dass die Finanzhaie dann abwandern würden. Das mag in einem gewissen Ausmaß wahr sein, es ist aber nicht so schlimm wie oft prophezeit wird, denn in Großbritanien gibt es eine solche Steuer – auch wenn diese dort zu lasch durchgesetzt wird.
Die Lösung, um solchen Problemen vorzubeugen, wäre mit Sicherheit eine globale. Diese wird von Kritikern als Utopie abgetan. Utopien können aber auch fortschrittlich sein – im 19. Jahrhundert waren Sozialversicherungen schließlich auch noch eine Utopie. Ich finde, man muss etwas wagen und versuchen, solche Utopien durchzusetzen.