Mit einem Lächeln von einem Ohr zum Anderen bin ich gerade von meiner Vespa gestiegen – und der Frage: Was gibt es Schöneres, als bei 20°C zum ersten Mal eine Runde zu drehen. Für mich beginnt damit der Sommer und weil ich gerade in dieser Vespa-Hochstimmung bin, will ich versuchen, dieses Gefühl festzuhalten.
Es fahren immer mehr Roller durch unsere Städte. Obwohl die alten Italiener zwar immer beliebter werden, sind wir Liebhaber doch in der Unterzahl. Die meisten motorisierten Zweiräder sind moderne Ufos ohne Gangschaltung und ohne Seele (Hell Yeah!). Doch schlimmer gehts immer und so fahren diese designtechnischen Monster jetzt auch schon in einer Mofa-Version mit 25km/h durch die Gegend. Was allerdings folgenden schönen Nebeneffekt hat: Ich kann ihnen extrem hochtourig im 2. Gang nachfahren, um dann genüsslich in den 3. Gang zu schalten und vorbeizuziehen – ein seltenes Gefühl mit meiner Vespa PK 50 XL.

Besonders Steigungen hasst mein geliebter Roller nämlich wie die Pest! Wenn sich dann noch eine hübsche Mitfahrerin an einen schmiegt (man wird ja wohl noch träumen dürfen), dann darf man bei einem längeren Berg schon mal in den ersten Gang schalten und überlegen, ob man anschieben soll.
Egal, denn wer Vespa fährt, ist fest davon überzeugt, etwas besseres zu sein! In dieser arroganten Position lehnen wir Vespafahrer auch die neuen Versionen des Klassikers ohne Gangschaltung ab! Das liegt hauptsächlich am Sound und aus dem selben Grund, warum es in Deutschland fast keine Automatikautos gibt.
Tatsache ist, dass Piaggio mit den neuen Vespa-Versionen ein überteuertes Designstück produziert! Die alten Varianten hinkten sogar damals der Technik hinterher und waren nie die besten Roller auf dem Markt. Der größte Erfolgsgrund war schon immer das zeitlose Design, die Robustheit und die gigantischen Tunigmöglichkeiten.
Weil es einfach ewig viel Spaß macht, bei Sonnenschein die Vespa auszuführen, assizoiere ich mit meinem Roller immer Sommer. Also weg mit den grimmigen Mienen und bitte lächeln!