Das Segelboot – Schärenkreuzer

Das Adjektiv “elegant” wird heute sehr leichtfertig verwendet. In Verbindung mit nahezu jedem Apple-Produkt zum Beispiel. Wenn man allerdings einen Schärenkreuzer über die spiegelglatte Wasseroberfläche gleiten gesehen hat, dann setzt man – ganz selbstverständlich – die Maßstäbe für diesen Zusatz deutlich höher. Selbst verständlich gibt es elegante Autos, Morde oder Möbel, aber ein knapp 100 Jahre altes Segelschiff hat einen ganz anderen Charme.


Da sind wohl keine Worte nötig?

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Boot an der schwedischen Ostseeküste entwickelt. Seit den 1920er Jahren besteht das aktuelle Design und wurde seitdem auch nicht mehr verändert. Es gibt neun verschiedenene Schärenkreuzerklassen, die sich nach der Segelfläche richten, die bekanntesten dürften 30er und 40er sein. Zwar gibt es mittlerweile auch Schärenkreuzer aus GFK, den besonderen Mythos haben aber eigentlich nur die Holzboote.

Die Holzvariante gibt es eigentlich nur aus der Vorkriegszeit, und so werden die Schiffe von etlichen Liebhabern mühevoll über Wasser gehalten. Diese Instandsetzung ist in einem solchen Maß aufwendig, dass Preise von 100000€ und mehr für ein gut restauriertes Boot bezahlt werden.

Doch was macht dieses Schiff so besonders? – Diese Frage ist nahezu unmöglich zu beantworten, am besten gelingt es wohl mit einigen Beispielen. So wurde der Schärenkreuzer – radikal wie selten – nach dem Grundsatz “Länge läuft” gezeichnet. Auch die extrem flache Wasserlinie und das weit überstehende Heck tragen zu einem sportlich eleganten Erscheinen bei. Hinzu kommt, dass Segelschiffe schon immer in Verbindung mit Anmut gebracht werden. Sei es nun wegen der lautlosen Fortbewegung oder weil es früher ein reiner Reichensport war.

Warum diese tollen Schiffe nicht in der Versenkung verschwinden dürfen, lässt sich am einfachsten in Bildern zeigen.

 

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