Der tiefe Fall von Griechenland
Immer stärker brodelt es im Südosten Europas und Griechenland – die ehemalige Kultur-Weltmacht – scheint im Chaos zu versinken. Die Gründe dafür sind vielfältig, leider werden die meisten in den Nachrichten nicht genannt. Einzig Gewalt im Land und die Wut auf Deutschland finden bei der Masse Gehör.

Protest in Griechenland – toll fotografiert
Hauptausschlagspunkt für den momentanen Zerfall Griechenlands ist das Zusammentreffen der Finanzkrise mit 30 Jahren “über den Verhältnissen” leben. Beispiele dafür gibt es genug, so sind 14 Monatsgehälter die Regel. Auch, dass man mit 33 Jahren in ein unvorstellbares Rentensystem eintreten kann, ist im Gesetz geregelt. 15 Berufsjahre und ein Kind bringen lebenslänglich 900 € im Monat. Dass dieser Farce unbezahlbar ist, schien allen außer den Griechen völlig klar zu sein.
Weiter gibt es das Problem der Verbeamtung. Jeder Vierte arbeitstätige, griechische Staatsbürger ist bei diesem angestellt. Die schon genannten nicht bezahlbaren Leistungen sind bei einer solchen Menge an Beamten noch weniger tragbar! Um so unverständlicher ist, dass die letzte Regierung 100 000 weitere Staatsdiener einstellte. Diese arbeiten ihre Teilzeit ab – zum Vollzeitlohn – und verdienen sich dann noch etwas dazu. Laut dem Stern sind Angestellte des Finanzministeriums zwegs Insiederinformationen am beliebtesten.
Falls es in Griechenland dann doch jemand schafft, bei einer privaten Firma einen hohen Lohn zu erwirtschaften, bezahlt diese Elite praktisch keine Steuern. Gründe hierfür liegen vor allem in der Korruption. Auch dafür zeigte der Stern – in einem fantastischen Artikel (Ausgabe vom 4. März) – ein Beispiel: Darin bezahlt eine gut stituierte Architektin weniger Steuern als die durchschnittlichen Rentner und nnent das auch noch fair.
All das lässt langsam die Wut im Land verstehen. Besonders die Mehrwertssteuererhöhung erhitzt jetzt die Gemüter, denn sie trifft die Armen und die Reichen!
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[...] das gehen? In Deutschland käme es wohl zu ähnlichen Unruhen. Besonders wenn man beachtet, dass in Griechenland ein Bauarbeiter ähnlich viel Steuern bezahlt wie ein [...]