Archive | April, 2010

Auch das ist Globalisierung!

Alle Jahre wieder freuen sich die Politiker, wenn Deutschland einmal mehr Vize- oder Exportweltmeister wird. Dann verstummen auch sofort alle kritischen Stimmen zur heutigen Globalisierung. Wir seien die Gewinner, sagen uns diese Zahlen und warum sollte der Sieger die Regeln ändern. Doch spätestens jetzt zur Euro-Krise tritt ein neuer Kritikpunkt auf: Die zunehmende Macht von Ratingagenturen, sogar auf Staaten.


Einige Ansätze der globalisierungskritischen Organisation “attac” findet sogar die CSU interessant.

Der Kapitalismus hat immer eine gewisse Macht von Konzernen zur Folge. Wenn ein Unternehmen wie Wall-Mart aber mehr Jahresumsatz macht, als ein Land mit zig Millionen Einwohnern, dann dringen wir in neue Sphären der kapitalistischen Globalisierung vor.

Ähnlich sieht es bei schon genannten Ratingagenturen aus. Die drei Größten dieser Art sind alle in den USA und in privater Hand. Diese Unternehmen bestimmen ob und zu welchen Zinsen eine Firma oder ein Staat Kredite bekommt. Das machen sie indirekt durch Tabellen, in denen sie die Kreditwürdigkeit – zum Beispiel von Griechenland – bewerten. Weil sich beinahe die gesamte Finanzwelt nach diesen Tabellen richtet, werden die Ratingagenturen unglaublich wichtig und können ganze Länder in Bredouille bringen.

Als Fazit kann man also sagen, multinationale Konzerne – sogenannte Multis – sind mittlerweile genauso mächtig und teilweise noch einflussreicher wie ganze Staaten. Die “Militärfirma” Blackwater zeigt, dass dieser Trend nicht einmal vor dem Gewaltmonopol von demokratischen Staaten halt macht. Dabei möchte ich euch einen kurzen Denkanstoß geben – diese Multis sind so mächtig wie die meisten Länder, trotzdem dürfen sie autokratisch “regiert” werden. Und die Bosse unterliegen keiner demokratischen Kontrolle und da fragt man sich schon, wie das sein kann.

Mein Rennrad wird ein Fixie

Vor der Entscheidung, ein altes Rennrad zum “Fixed gear” umzurüsten, habe ich lange überlegt. Eigentlich wollte ich mir ein Komplettrad kaufen und stieß so auf der Suche nach einem günstigen Fahrrad zwangsläufig auf  “Create Bikes”. Kurz bevor ich mir einfach ein solches gekauft habe, fuhr ich dann doch in den nächsten Laden, der diese Räder verkauft – Geheimrad in München.

Der Verkäufer war wirklich nett und ließ mich auch einige Fixies ausprobieren. Von “Create Bikes” riet er mir aber ab, stattdessen empfahl er mir ein tolles “Einstiegsrad” für 700€. Also habe ich noch einmal das Internet abgegrast und bin auf das Fahrradkurier-Forum gestoßen. Nach viel hin und her habe ich mich jetzt durchgerungen, ein altes Dancelli zu “fixen”.


Mein Dancelli – hoffentlich bald ein Fixie

In dem Forum ist auch der Besitzer von Befixed.de angemeldet. Dieser zeigt sich sehr hilfsbereit und unterstützt mich ein wenig bei der Auswahl der richtigen Teile. Zusätzlich kann man sich dank Fotos im Fahrradkurier-Forum beim Umbau von Experten helfen lassen. Auch wenn es – wie überall – unfreundliche User gibt, ist der Großteil auch Anfängern gegenüber sehr duldsam.

Für mein Projekt brauche ich neben dem kompletten Dancelli-Rad auch ein hinteres Laufrad, ein Ritzel und Spacer (weil die Aufhängung von Rennrädern breiter ist als eine Bahnnabe). Evtl. brauche ich noch eine neue Kette und muss das Kettenblatt und das Innenlager austauschen. Wenn ich mit dem Ergebnis zufrieden bin, kaufe ich noch eine kurze, gerade Lenkstange. Dann bräuchte ich natürlich noch Gruffe und einen neuen Bremshebel.

Das hintere Laufrad werde ich bereits eingespeicht kaufen. Wie gut der Umbau funktioniert, werde ich aus der Sicht eines Laien beschreiben.

PledgeMusic – ein neuer Weg in der Musikindustrie

Die Musikindustrie steckt bekanntlich schon seit einer Weile in einer tiefen Krise. Es wird so viel raubkopiert wie nie zuvor, wöchentlich stürzen kleinere Labels in den Ruin, Künstler verdienen nichts mehr – ganz klar, es müssen neue Ideen her!

So eine ist PledgeMusic. Das Prinzip dieser Plattform funktioniert folgendermaßen: Bands, Künstler oder wer auch immer setzen sich einen Betrag als Ziel, den sie beispielsweise für einen Studioaufenthalt oder eine Tour brauchen – dieser Betrag wird Pledge genannt. Dann kann jeder Geld spenden und für einen bestimmten Betrag bekommt er ein Geschenk von der Band. Meistens bekommt man für 10 Dollar das Album zum Download und es geht weiter mit signierten CDs, Postern, T-Shirts, Gitarren, Auftritten im Haus des Spenders bis hin zu kleinen Kapseln mit Blut von Bandmitgliedern (wird von Gang Of Four angeboten – wer braucht sowas?). Sobald das Projekt fertiggestellt ist, bekommt der Spender seine Belohnung zugeschickt. Und wenn die Band ihr Pledge-Ziel nicht erreicht, bekommt der Spender sein Geld zurückerstattet.


Und so sieht es aus: Pledge Music

Die Band spendet dann nochmal einen Teil des Erlöses für einen guten Zweck.

Ich habe das Ganze mal ausprobiert: die US-amerikanische Post-Hardcore-Band Madina Lake habe ich im Herbst auf Tour als Vorband von Papa Roach zum ersten Mal gesehen und finde sie seitdem richtig gut. Auf PledgeMusic versuchen sie gerade, Geld für eine neue EP und eine Tour zu sammeln – ein Teil der Erlöses davon geht an die Keep-A-Breast-Stiftung. In einem Video grüßt Bassist Matthew die Fans und erklärt, was mit dem Geld passiert. Außerdem gibt es immer wieder Update-Videos, in denen die Band zum Beispiel ein paar Ausschnitte der Tour zeigt und erzählt, wie es mit den Spenden aussieht.

Klickt man auf den großen grünen „Pledge“-Button, kann man sich aussuchen, wieviel man spenden möchte bzw. was für ein Geschenk man haben will. Ich wähle „Brand New Madina Lake EP Signed“ für 15 Dollar. Auf der nächsten Seite kann ich sogar auswählen, für wen die CD unterschrieben sein soll! Ich trage meinen Namen ein, weiter unten die Adresse, und bezahle 15 Dollar einfach per PayPal – fertig. Einfacher geht’s wirklich nicht.

Fazit: PledgeMusic ist eine unglaublich simple und gute Idee, um die Musikindustrie aus ihrer Krise zu retten. Obwohl die Plattform noch in der Beta-Phase steckt, wirkt alles bereits sehr ausgereift. Die Bedienung ist intuitiv und einfach. Wenn hier noch ein paar mehr bekannte Bands aktiv werden, kann dieses Konzept durchaus die gesamte Musikindustrie revolutionieren.

Der Text stammt von Marvin. Ich kenne ihn aus dem Musiker-Board und lese außerdem seinen Blog: music-ticket.net. Wenn ihr mehr von ihm lesen wollt oder euch einfach für Musik interessiert, findet ihr hier einen schlichten Blog mit tollen Texten. Und wenn ihr ein paar nette Kommentare macht, schreibt er vielleicht auch noch einmal für Jostyknowsbest.de.

Berlin Berlin

Hamburg, München, Köln – es gibt viele tolle Städte in Deutschland, aber keine ist wie Berlin. Das liegt wohl neben der Einwohnerzahl auch an der besonderen Geschichte dieser Stadt. Für mich ist Berlin nicht nur unsere Hauptstadt, sondern auch das europäische Zentrum für Graffiti und Streetart, der deutsche Dreh- und Angelpunk fürs Bloggen und die Gegend mit den meisten Fixies im deutschsprachigen Raum.

Drei Dinge, die mich extrem reizen und mein Verlangen, nach Berlin zu reisen, nicht gerade mindern. Letztes Jahr war ich im Rahmen meiner Abschlussfahrt in der Hauptstadt. Dabei waren meine Möglichkeiten natürlich viel begrenzter, als sie es jetzt wären.

Dieses Jahr ist mein Urlaubskontingent allerdings schon mehr als ausgeschöpft. So fahre ich 2010 noch zu Rock im Park, nach Istanbul und im Hochsommer nach Jesolo. Wenn der FC St. Pauli aufsteigt muss/darf ich dank einer Wette auch noch nach Hamburg.


ARTiBERLIN – Ein Kulturmagazin aus der Hauptstadt

Trotzdem würde ich lieber heute als morgen nach Berlin, besonders wenn ich von einer Veranstaltung wie der Re:publica höre. Der Hauptgrund momentan ist aber eine Interviewanfrage von Arti-Berlin. Eine Redakteurin hat mich gefragt, ob ich entweder in einem Video mitspielen oder ein Interview über Streetart mit ihr führen würde. Das hätte mich schon sehr gefreut, aber auch dafür müsste ich in unsere Hauptstadt.

Auch wenn es erst April ist, fasse ich schon jetzt ins Auge: Nächestes Jahr ist Berlin meine Reiseziel Nummer eins.

Spiegel – Studenten Abo

Der Spiegel ist abonniert, nachdem wir jetzt seit einiger Zeit den Stern haben. Jetzt probiere ich 3 Monate lang den Klassiker unter den deutschen Politmagazinen aus. Noch kann ich nur wenig über die Qualität der Zeitschrift sagen.

Stattdessen will ich euch auf ein tolles Angebot aufmerksam machen. Für Schüler und Studenten gibt es 12 Wochen lang den Spiegel, UniSpiegel, KulturSpiegel und jeden Samstag ab 22 Uhr den Spiegel als E-Book. Das Alles gibt es für 20€. Wenn man die Sonderausgaben nicht mitzählt, sind das 65 cent pro Heft!

Beachten muss man jedoch, dass man das Abonnement nach Eintreffen der 10. Ausgabe kündigt. Für das Abschließen dieses Mini-Abos bekommt man auch noch ein kleines Geschenk (z.b. USB-Stick 2 Gb). Das Alles ist für mich ein mehr als faires Angebot