Auch das ist Globalisierung!

Alle Jahre wieder freuen sich die Politiker, wenn Deutschland einmal mehr Vize- oder Exportweltmeister wird. Dann verstummen auch sofort alle kritischen Stimmen zur heutigen Globalisierung. Wir seien die Gewinner, sagen uns diese Zahlen und warum sollte der Sieger die Regeln ändern. Doch spätestens jetzt zur Euro-Krise tritt ein neuer Kritikpunkt auf: Die zunehmende Macht von Ratingagenturen, sogar auf Staaten.


Einige Ansätze der globalisierungskritischen Organisation “attac” findet sogar die CSU interessant.

Der Kapitalismus hat immer eine gewisse Macht von Konzernen zur Folge. Wenn ein Unternehmen wie Wall-Mart aber mehr Jahresumsatz macht, als ein Land mit zig Millionen Einwohnern, dann dringen wir in neue Sphären der kapitalistischen Globalisierung vor.

Ähnlich sieht es bei schon genannten Ratingagenturen aus. Die drei Größten dieser Art sind alle in den USA und in privater Hand. Diese Unternehmen bestimmen ob und zu welchen Zinsen eine Firma oder ein Staat Kredite bekommt. Das machen sie indirekt durch Tabellen, in denen sie die Kreditwürdigkeit – zum Beispiel von Griechenland – bewerten. Weil sich beinahe die gesamte Finanzwelt nach diesen Tabellen richtet, werden die Ratingagenturen unglaublich wichtig und können ganze Länder in Bredouille bringen.

Als Fazit kann man also sagen, multinationale Konzerne – sogenannte Multis – sind mittlerweile genauso mächtig und teilweise noch einflussreicher wie ganze Staaten. Die “Militärfirma” Blackwater zeigt, dass dieser Trend nicht einmal vor dem Gewaltmonopol von demokratischen Staaten halt macht. Dabei möchte ich euch einen kurzen Denkanstoß geben – diese Multis sind so mächtig wie die meisten Länder, trotzdem dürfen sie autokratisch “regiert” werden. Und die Bosse unterliegen keiner demokratischen Kontrolle und da fragt man sich schon, wie das sein kann.

 

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