LaBrassBanda ist – anders
Ich schreibe den Text mit einem breitem Lachen im Gesicht – ein Lachen, das jeder hat, wenn man LaBrassBanda hört. Seit einiger Zeit habe ich mich durch intensiven Genuss der Musik von den Chiemgauern – immer zum Feierabend – auf das Konzert vorbereitet. Was zwar leicht dazu führt, dass man auf bestimmte Lieder wartet, dem war aber nicht so, denn es gab nur gute Nummern.
Vor “Der Blasmusik Band” spielten zwei Vorbands. Die sangen bayerisch und waren richtig gut – aber im Gedränge von 2600 Leuten in einem kleinen Zelt habe ich ihre Namen leider nicht verstanden. Wer sich jetzt fragt, warum eine Band, die mit ihrem Album “Übersee” schon auf dem 39. Platz der Charts war, ausgerechnet in einem Siedlungskaff namens “Aich” spielt – Manuel Winbeck (Posaune & Gesang) hat in der örtlichen Kapelle gespielt. Außerdem gehören noch Stefan Drettel (LeadGesang & Trompete), Oliver Wrage (Bass), Andreas Hofmeir (Posaune) und Manuel da Coll (Schlagzeug) zur Band.
Die Stimmung war also gut und fünf gut gelaunte Musiker waren bereit, richtig loszulegen. Schon nach dem ersten Ton hat das halbe Zelt getanzt. Nach gefühlten 10 Minuten machten sie eine kurze Pause – leider bin ich Vogel schon kurz zuvor gegangen und hab so den Anfang von Autobahn verpasst. Weil das aber ihr bestes Lied ist, bin ich zurückgestürmt.
Nach 10 Minuten Pause hatte ich endlich einen Platz vor der Bühne, wo mein Umfeld auch tanzte. Von da an war es ein Konzert, das man schwer in Worte fassen kann. Es wurde durchgehend gepogt und ich war wirklich froh um meine dicke Lederhosn – auch wenn mein Hemd nach dem Konzert nicht nur feucht, sondern nass war.
LaBrassBanda spielten alle ihre Lieder mit einer solchen Energie, wie man sie selbst mit E-Gitarren nur schwer hinbekommt. Hinzu kommt, dass sie einfach etwas ganz Besonderes machen und ich kann nur jedem empfehlen, sich dieses Erlebnis nicht entgehen zu lassen. Schaut einfach mal auf ihre Myspace-Seite und überredet eure Freunde, auf ein Konzert zu gehen.
Nach dem eigentlichen Konzert spielte die Vilsbiburger-Combo “Stoned Marmalades” und damit eine richtig gute Coverband. Leider gingen sie nach LaBrassBanda ein bisschen unter und spielten sicher nicht ihr bestes Konzert.
Und jetzt sitze ich mich raus und hör Zehnerlfuxa.





