Wie christlich soll Deutschland sein?
Mit einer Beständigkeit, von der die deutsche Bahn nur träumen kann, erleben wir immer wieder eine Diskussion zu dieser Frage. Immer wieder neue Beispiele beschäftigen die Diskussionsrunden im politischen Fernsehen. Sei es das Kopftuchverbot bei Lehrerinnen, die Kreuze in Klassenzimmern oder das Minarettverbot in der Schweiz – es gibt etliche Beispiele um die eigentliche Frage: Wie christlich soll/muss das abendländische Deutschland sein?

Gipfelkreuze werden nicht infrage gestellt
In der Renaissance haben sich die Menschen eine gewisse Unabhängigkeit von der – speziell katholischen – Kirche erkämpft. Heute gehört die Religionsfreiheit zu einem Menschenrecht und die klare Trennung zwischen Staat und Kirche ist ganz normal. Komischerweise schien der Kirche nicht klar zu sein, dass auch ihre Schulen der deutschen Justiz unterliegen und sie Verbrechen nicht selbst klären dürfen.
Trotzdem sind und waren christliche Kirchen immer ein Bestandteil der deutschen Kultur. Dabei kann man mit den monumentalen Bauten beginnen, die beinahe in jedem deutschen Staat die höchsten Gebäude darstellen. Kirchen sind ein Kulturschatz, den sich unser Land fern ab von der Relgionsdebatte unbedingt erhalten muss. Ähnlich sieht es bei einigen christlichen Werten wie die der Nächstenliebe aus.
Die Frage ist, ob solche Werte auch in der Schule vermittelt werden sollen. Und das beginnt bei der Diskussion, ob in staatlichen Schulen Kreuze in jedem Klassenzimmer hängen sollen? Und warum? Sollten wir den Religionsuntericht nicht vielleicht ganz aus dem Bildungssystem streichen und die Glaubensfrage vollkommen privat halten? Ethnische Werte könnten auch neutral im Sozialkundeunterricht erläutert werden.
Ich habe mir über das Thema viele Gedanken gemacht und bin zu dem Schluss gekommen, die Frage muss heißen: Ist Religion eine private oder eine öffentliche Sache? Seit es den Glauben gibt, war er öffentlich und auch der Auslöser für etliche Kriege, vielleicht wird es im 21. Jahrhundert Zeit umzudenken.
Hi,
ich bin selbst gläubiger Protestant und denke dass Glauben privat ist.
In der Schule hat er eig. nichts zu suchen.
Interessanter Artikel, das Thema ist auch spannend.
).
Im Allgemeinen würde ich sagen, Kirche und Staat gehören strikt getrennt, gleichzeitig darf niemand an der Ausübung seiner Religion gehindert werden, solange das im Rahmen deutschen Rechts bleibt (Ritualmorde und so wohl eher nicht
Von daher finde ich: Minarett ja, Kopftuch ja, Kreuz nein.
Also ich finde eine Minarett ist schon in gewissen Maß belästigend, warst du einmal in einem muslimischen Land – wenn man um 5Uhr vom Muezzin geweckt wird? xD