Tour de France – ein Zwischenstand

Dieses Jahr müssen die Fahrer der 22 Teams unglaubliche 3642 Kilometer in 20 Etappen zurücklegen. Dazwischen sind nur 2 Ruhetage und das, obwohl es 6 extrem harte Bergetappen, 1 Einzelzeitfahren und einige schwierige Kopfsteinpflasterpassagen gibt. So viel zur diesjährigen Streckenwahl.

Wie erwartet hat Fabian Cancellara einmal mehr den Prolog gewonnen und in den flachen Etappen das gelbe Trikot verteidigt. Danach hatte es der Sylvain Chavanel, welcher es Cancellara schon einmal entreißen konnte. Dieser wurde vom Mitfavoriten Cadel Evans abgelöst, welcher wiederum das “Maillot Jaune” schon nach einem Tag an Andy Schleck abgeben musste.


Mein Favorit Andy Schleck in seiner schwächsten Disziplin – dem Einzelzeitfahren

Nach Amstrong ist nun also mit Evans ein zweiter Favorit aus dem Rennen. Der Sieg bei der Tour 2010 wird wohl wie von Frank Schleck (musste nach einem Sturz aufgeben) prognostiziert zwischen seinem Bruder Andy und  Albertor Contador entschieden. Die deutsche Hoffnung Tony Martin ist nach einem starken 2. Platz bei Prolog leider auch sehr weit zurückgefallen. Vielleicht kann er aber beim Einzelzeitfahren noch um einen Etappensieg mitkämpfen.

Entschieden wird die 3 wöchige Rundfahrt wohl in den Pyrenäen – dort müsste Andy Schleck noch mindestens eine Minute gut machen. Sonst verspielt er den Toursieg – wie letztes Jahr – im Einzelzeitfahren gegen den stärkeren Contador.

Mir persönlich ist der Luxemburger viel sympatischer als der Spanier und das liegt keinesfalls an den fußballerischen Fähigkeiten der Iberer. Es ist nur so, dass Andy Schleck einer der weniger Radsportler ist, dem man es abkauft, diese Strapazen ohne Dopingmittel zu bewältigen. Auch wenn ich es mir nicht vorstellen kann, wie ein Mensch über 3600 bergige Kilometer in einem “Schnitt” fernab der 40kmh Marke schaffen kann.

 

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4 Responses to “Tour de France – ein Zwischenstand”

  1. HF 14. Juli 2010 at 13:38 #

    Warum soll man ausgerechnet A. Schleck abkaufen, das er das alles ohne “leistungsfördernde Mittel” schafft? B. Riis ist kein unbeschriebenes Blatt in dieser Beziehung – gehen wir mal davon aus, das sämtliche Spitzenfahrer etwas in Richtung “Leistungsförderung” tun – unabhängig davon, ob sympathisch oder nicht.

  2. Josty 14. Juli 2010 at 16:40 #

    Soll man gar nicht! Kritisch sein ist in dem Sport unbedingt nötig.
    Es ist nur mein subjektiver Eindruck ;) eben weil er sympatisch ist. Man wird wohl erst in einigen Jahren wissen wer welche Tour ehrlich gewonnen hat.

  3. John 15. Juli 2010 at 01:03 #

    Ich weiß nicht, aber ich kann mich mit dem Radsport nicht so ganz anfreunden; und das noch mehr, seitdem die ganzen Drogenaffären ans Tageslicht gekommen sind. Lance Armstrong soll ja auch nicht so “sauber” sein, wie er selber immer vorgibt – und der hat immerhin ein paar Mal die Tour de France gewonnen…

  4. Josty 15. Juli 2010 at 16:54 #

    Das hod doch wirklich nichts mit Radsport im allgemeinen zu tun. Ich fahre Rennrad, Fixie und Mountainbike (und manchmal auch mit einem “Opa Rad” durch die Stadt) – es gibt kein besseres Fortbewegungsmittel!
    *evtl. die Vespa*

    edit: War gibt der gentle Rocker da für einen Link an? Neues Projekt?

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