Archive | August, 2010

Das Internet ist schon komisch

Aus zuverlässiger Quelle weiß ich, das mein Freundeskreis sich nichts aus dem Web 2.0 macht. Die meisten kennen im Internet nicht recht viel mehr als ihre Social Community, Youtube, E-Mail Adresse und Wikipedia. Mit etwas Glück habt ihr trotzdem diesen Blog gefunden und werdet so über die wirklich wichtigen Themen des Internets aufgeklärt.

Es ist schon eine Internetewigkeit her, doch am letzten Dienstag passierte etwas Schreckliches. In Neukirchen wurde ein Blumenkübel vor einem Altersheim willkürlich umgetreten. Eine schreckliche Tat von der die Welt nur dank des Tweets eines gewissen Ralf Heimann von der Münsterschen Zeitung erfahren hat.

Dabei verlinkte der Journalist den Text einer jungen Praktikantin, welche diese Banalität mit einem so übertriebenen Ernst (hier vorgelesene Version) darstellt, dass sich in den folgenden Stunden die komplette Netzwelt darüber lustig machte. Die Nachricht ging sogar über die Deutsche Landesgrenze hinaus und in twitter wurde #Blumenkübel zum Hauptgesprächsthema.

Am schönsten bei solchen Dingen sind aber immer die folgenden Kommentare, Videos und Reaktionen. In Twitter gab es unzählige – teilweise urkomische – Kommentare. Am besten  ist aber sicher dieses Bekennervideo:

Doch alles hat sich zum Glück zum Guten gewendet, denn die Firma Europalms nutzte die Gunst der Stunde für eine GuerillaMarketing-Aktion und schenkte dem Altenheim gleich 2 neue Blumentöpfe.

Rock over Wollkofen

Letzte Woche am Samstag waren endlich wieder gute Bands in Adlkofen zu hören. Im beschaulichen Wollkofen wurde ein unauffälliges Einfamilienhaus zum Konzertplatz. 4 Bands aus der Region gaben sich keine Blöße und sorgten für 4 Stunden besten Liverock.  Für den geringen Eintritt von 10€ gab es neben Musik auch noch Fassbier und Gulaschsuppe.


Rock over Wollkofen im letzten Jahr

Die erste Band war “Vorlaut” – eine Mischung aus Punk und Rock mit deutschen Texten. Über den Schlagzeuger (so called Dres) kam ich erst zu dem Konzert. So ziemlich jeder, der gelegentlich ein Konzert in Landshut besucht, wird den guten Mann, mit dem nicht ganz unauffälligen Aussehen, schon einmal getroffen haben.

“Vorlaut” gibt es erst seit 6 Monaten, und so leid es mir tut, das merkte man auch. Es braucht wohl noch ein bisschen Zeit, bis sie richtig eingespielt sind. Auch war bei den ersten Liedern der Gesang viel zu leise und undeutlich. Das besserte sich im Verlauf des Auftritts, der mit einer sehr guten Nummer endete und Interesse auf mehr weckte.

Danach kamen die Peace Dealing Teenagers, die spielten etwas, das ich als schnellen Punkrock einordnen würde, sie selbst aber nur “Fuck´n Roll” nennen. Gute Lieder und am Ende auch noch ein paar mit genialen Mitgröhlfaktor – “Durstige Männer” und “Alcohol is the devil”. Einen Kritikpunkt habe ich trotzdem: Jungs, repariert eure Homepage – ich will mir die Lieder anhören können.

Die 3. Band im Bunde war “Phil & The GoGoGirls from Hell” mit ehrlichen Rock. Unglaublich, was die 4 für einen Sound machten, obwohl sie nur 1 Gitarre dabei hatten. Die Jungs haben auch schon in der alten Kaserne tolle Auftritte abgeliefert und zeigten in Wollkofen, dass sie auch noch in der Garage spielen können. Ein spezieller Dank an die Jungs, denn auf der Website  kann man ihre Lieder im Vergleich zu den anderen auch anhören und das macht richtig Laune.

“Headliner” war dann die Band Grape mit richtig schnellem Punk – wie es sich gehört, wenn man Ramones als Vorbild angibt. Am besten ihr hört euch die Jungs selbst mal an, zuerst auf ihrer Myspace-Seite, aber noch besser Live. Erwähnenswert ist sicher noch, dass ihr Auftritt mit einem Fangesang für den TSV Kirchberg geendet hat. Das geht natürlich gar nicht, zum Glück besiegten unsere Jungs die Kirchberger am folgenden Tag mit 6:1 und stellten so die Verhältnisse wieder klar.

Die Verantwortung des Geldes

Unter dem Titel “The giving pledge” haben sich bis jetzt 40 US Milliadäre bereit erklärt, mehr als 50% ihres Vermögens zu Lebzeiten oder nach dem Tod zu spenden. Dabei soll das Geld nicht an eine bestimmte Organisation gehen, sondern an wohltätige Zwecke allgemein.

Auf der Website von “The giving pledge” werden die Erklärungen, samt Unterschrift von den Superreichen veröffentlicht. 40 von gut 400 Milliadären der USA nehmen bereits teil und so kann man sich ausmalen, welcher Betrag zustande kommt.


Die Gründer des Projekts – Bill Gates und Warren Buffet

Auch in Deutschland gibt es immer mehr reiche Menschen, die mehr geben wollen. Allerdings wollen sich diese nicht nur auf Spenden beschränken, sondern freiwillig mehr Steuern bezahlen.

Vielleicht sollte die FDP doch einen höheren Spitzensteuersatz nicht ausschließen, denn 60% ihrer Wähler sind dafür. So wollen auch die Unterstützer der Liberalen nicht, dass zwar bei den Sozialleistungen gespart wird, die Reichen aber nicht mehr zur Verantwortung gezogen werden.

Ein Rennrad zum Fixed Gear umbauen

Dieser Umbau ist einfacher, als man zuerst denken will. Das Rennrad braucht eine “ausfallende” Aufhängung für das hintere Rad – das heißt, sie muss horizontal sein, damit man die Kette spannen kann. Ob die Aufhängung nach vorne oder nach hinten geöffnet ist, tut nichts zur Sache.

Wenn ihr ein entsprechendes Rennrad habt, dann braucht ich noch folgende Teile:

  • Hinteres Laufrad mit der passenden Einbaubreite, Lockring enthalten  – 115€ (+Versand)
  • Felgenband, Schlauch, Reifen – 23€ (+Versand)
  • Passendes Ritzel – 12€ bis 30€
  • Passende Kette – alternativ kann man auch die Vorhandene kürzen – 10€ bis 15€

Das Ganze kostet dann zwischen 160€ und 200€, evtl. schickt euch der Händler den Reifen auch zusammengbaut – fragen! Mit diesem Reifen könnt ihr euer Rennrad jetzt auch als Laie “fixen”.

Zuerst baut ihr das momentane hintere Rad (mit Kassette und Kettenspanner) aus und das Neue ein. Jetzt könnt ihr die Kettenlänge abschätzen und dann die Kette entsprechend kürzen – mit einem Nietendrücker. Und fertig ist euer eigenes Fixie.

Falls ihr Gefallen an dem starren Gang findet, könnt ihr damit anfangen, die Schönheitsfehler der Gangschaltung nach und nach zu entfernen. Das sind Schalthebel, die überflüssigen Kettenblätter und alle anderen unnötigen Anbauteile. Denn eine Besonderheit von Fixed Gear Rädern ist, dass möglichst wenig dran ist.

Wenn euch der Umbau trotzdem schwerfällt, könnt ihr einen Kommentar schreiben und bei schwierigen Fragen die Experten im Fahrradkurier-Forum kontaktieren. Lasst euch von der ruppigen Art nicht irritieren, die kennen sich aus.

Die Arroganz mancher Raucher

Genaue Daten kenne ich nicht, aber mindestens 90 Prozent aller Raucher werfen den Zigarettenstummel einfach weg. Zwar sind die Filter heutzutage aus Cellulose und verotten “schon” in 5 Jahren, aber warum kann man sie nicht einfach austreten, sich bücken und die Kippe in einen Mülleimer werfen?

Man kann jetzt natürlich sagen, dass es bei Kaugummis das gleiche Problem gibt. Bei den Rauchern fällt es mir aber immer extremer auf und eben diese Raucher wollen dann, dass Nichtraucher toleranter sind!

Das geht mir ganz extrem auf den Sack Senkel.

PS: Alle Raucher, die ihre Kippen immer aufheben und nicht extrem cool aus dem Autofenster schnippen, sind natürlich nicht gemeint.