Archive | September, 2010

Landshuts Nachtleben – Kn4st

Ich habe bereits bei der Eröffnung über den Kn4st geschrieben – und dieser Artikel entwickelte sich zu einem der meistgelesenen in Jostyknowsbest. Leider ist der Knast – schon jetzt – nicht mehr was er einmal war.


Wenigstens Fritz-Kola gibt es immer noch

Aufgrund von Nachbarschaftsstreitikeiten spielen oben keine Live-Bands mehr. Damit ist der Kn4st eine Disco wie jede andere und verliert seinen größten Publikumsmagneten. Für Electrofans hat die Partyhölle in der ehemaligen Justizvollgzugsanstalt zwar seinen Reiz nicht verloren – tolle DJ´s dürfen immer noch kommen, aber jeder der gerne Livemusik in einer Disco gehört hat kommt im Kn4st nicht mehr auf seine Kosten.

Getränke: 3 – Fritz Kola und Augustiner sind top, dafür gibt es keine Cocktails
Essen: 1 – In einem Kiosk gibt es Snacks und draußen Pizza
Preise: 3 – Eintrittspreise sehr gesalzen, Getränkepreise in Ordnung
Stimmung: 3 – Immer wieder gute DJ´s, aber keine Livebands mehr

Gesamtnote: 3+

Die Volksvertreter stellen ihr Album vor

Der 25. September war schon lange in meinem Kalender angestrichen – und gestern war es endlich so weit. Markus Beer und die Volksvertreter haben ihr Album “Danzn im Mondliacht” im Rocket Club vorgestellt. Vorband waren Krautschädl – aber jetzt zu meiner unglaublich strengen Kritik.

Als wir um kurz nach 9 Uhr kamen, war der Rocket Club schon überraschend voll. Eine knappe Stunde später fingen Krautschädl mit einem genialen Bassisten und viel Spaß an der Musik an. Richtig gut, was die 3 – sicher etwas seltsamen – Ösis da machten.

Gegen halb 12 (korrigiert mich, wenn ich falsch liege) haben dann die Volksvertreter angefangen. Es war ein fantastisches Konzert, die Landshuter Jungs spielten ihr komplettes Repertoir aus beiden Alben und noch weitere Lieder. Damit ich nicht wieder gerügt werde, nicht kritisch genug zu sein: Die neue Version von “Zwing mi ned zum danzn” ist ein großer Rückschritt – mehr habe ich an diesem Konzert nicht zu auszusetzen. (denn ich habe ein T-Shirt abgestaubt :)


“Da hat sich die Arbeit doch gelohnt” – hat Markus schon während des Konzerts festgestellt

Aber jetzt endlich zu den neuen Liedern – bei “Danzn im Mondliacht” das Lied mit dem Albumtitel, hört man am besten die leichte Veränderung im Sound (Unwort) der Volksvertreter. Nach Lena muss auf jedem Album in Deutschland ein Titel mit “Satelliten” dabei sein, das haben Markus Beer und Co. mit “Zwoa Satelliten in da Nacht” genial gelöst – eins der besten Lieder auf der CD!

Die Lieder “Wo d´mädls no sehnsüchtig schaun” und “Finganoglbeissn” habe sie schon öfter gespielt und ich habe sie schon auf dem ersten Album vermisst. Zwei klasse Nummer, die das Album gut ergänzen. Das letzte Lied ist dann auch noch eine Erwähnung wert – “I schmeiss mi weg” ist perfekt für die ganz späten Stunden.

Schade ist nur, dass es das Lied über den Wanderer im roten Stickpulli nicht auf die CD geschafft hat. Es ist für mich als Adlkofner natürlich richtig lustig, wenn ein ganzes Lied nur von einem Mann – den jeder in unserem Dorf schon gesehen hat – handelt, welcher immer wieder von Schönbrunn nach Adlkofen geht. Und wenn es irgendwann einen Live-Mitschnitt davon gibt, dann verspreche ich, werde ich ihn auf Jostyknowsbest veröffentlichen.

Schlussendlich schließe ich mich auf jeden Fall “Mölgie” (dem Sänger von Krautschädl) an – diese CD ist “sehr kaufbar”. Hier könnt ihr sie bei Amazon downloaden, allerdings empfehle ich jedem: Geht auf ein Konzert und kauft sie euch dort, denn live spürt man mehr! (GoTV)

Edith: Wer nach so viel Amateurjournalismus einen wirklich sehr guten Artikel über die Landshuter Jugendkultur und die Volksvertreter lesen will: Hier könnt ihr den in der SZ erschienen Text “Provinzdeppending für immer” – von Judith Liere – als PDF herunterladen.

Poetry Slam in Landshut!

Endlich, das kleine Theater ist wieder geöffnet. Und so gibt es jetzt auch jeden Monat wieder einen Poetry Slam. Vom Ersten will ich euch kurz berichten.

Überpünktlich um halb 8 kam ich mit 3 FreundenInnen an – da erwartete uns schon ein Schild, dass der Eingang jetzt an der Seite ist. Drinnen sah ich dann auch warum, dort wo der frühere Eingang war, ist jetzt eine Bühne! Und im hinteren Bereich gibt es eine Tribüne – das Ganze sieht leider nicht mehr so schick aus wie früher, bietet aber deutlich mehr Besuchern einen Sitzplatz.

Normalerweise hatten wir nie einen Sitzplatz – am gestrigen Mittwoch war das Foyer aber bei unserer Ankunft ziemlich leer. Zum Glück füllte sich der Raum bis 8 Uhr noch und bot den (leider nur 3) Slamern eine annehmbare Kulisse. Doch mit diesen 3 Poeten hatten wir wirklich Glück!

2 lustige Poeten und eine Teilnehmerin mit nachdenklichen Texten sorgten für eine gute Abwechslung und am Ende gewann Leonie Mühlen verdient einen – über den ganzen Abend angepriesenen – Büchergutschein.

Daneben traten noch die 2 Moderatoren auf: Lange und Langer. Und so hörte ich den Mann mit dem Hipster Bart (Langer) zum ersten Mal lesen. Schade, denn er ist richtig gut!

Ansonsten fällt es mir schwer, über Poetry Slams zu berichten. Am besten ihr geht selbst hin (27. Oktober ist der nächste). Ich selbst wollte auch schon einmal mitmachen, allerdings hat mich das hohe Niveau einmal mehr geschockt und so werde ich wohl weiterhin meine versucht-lustigen Texte nur hier veröffentlichen. Also praktisch HIER (Kommentare durchaus erwünscht!)

Der Umgang mit Medien: Aktualität

Wie versprochen wird es auf “Jostyknowsbest” eine Artikelreihe über den Umgang mit Medien geben. Ihr dürft hier natürlich auch gerne Themenvorschläge äußern.

Wenn man die Geschichte der “Nachrichten” betrachtet, fallen einem einige große Sprünge auf. Mit der Erfindung des modernen Buchdrucks im 15. Jahrhundert gab es zum ersten Mal aktuelle Nachrichten. Bis zur Erfindung des Radios war die druckfrische Sonderausgabe das Höchste der Gefühle an Aktualität.

Der dritte große Sprung bei der Neuheit von Nachrichten kam weder mit dem Fernsehen, noch mit den Anfängen des Internets. Erst durch das “live bloggen” – im speziellen Twittern – kommt eine Nachricht in Echtzeit vom Ort des Geschehens zum Medienkonsumenten. Damit ist mittlerweile die ideale Aktualität erreicht.

Die Zeitung hat im Vergleich zum mobilen Internet bei der Aktualität nichts entgegen zu setzen.

Doch wie nutzt man diese Neuerung und wie aktuell muss eine Nachricht überhaupt sein? Diese Fragen will ich hier kurz anschneiden. Dass heute für den Konsum der aktuellsten Nachrichten Internet erforderlich ist, dürfte jedem klar sein. Doch welcher normale Arbeitstätige kann den ganzen Twitter durchstöbern?

Und schon wird einem klar: Das aktuelle Maß an Aktualität ist eigentlich nur für Internetjunkies interessant. Trotzdem können auch Laien davon profitieren. Das funktioniert einerseits über Scouts aus den klassischen Medien (Radio, Fernsehen, aber auch Internetseiten von Zeitungen), welche sich auf Twitter und co. die wichtigsten News heraussuchen. So reicht es eigentlich den Newsticker von Focus und co. zu lesen, anstatt Twitter stündlich zu durchsuchen.

Hier sind einige Beispiele für solche Newsticker – bei Twitter: @ntv_EIL und @n24_DE, ansonsten empfehle ich für reine Nachrichten den Ticker auf Focus.

Schon bin ich beim Unterschied zwischen Nachricht und Bericht. Die Frage ist, was der Nutzer lesen will? Eine Nachricht kann durchaus in 140 Zeichen verfasst werden, ein Bericht mit Hintergrundinformationen erfordert neben mehr Zeichen auch eine bessere Recherche. Um die richtige Nachrichtenseite für euch zu finden, könnt ihr natürlich auch meine (leicht veraltete) Liste anschauen.

Pink Plastic Jesus auf dem Stadtspektakel

Gestern habe ich Pink Plastic Jesus zum 3. Mal gesehen und sie waren besser denn je! Leider konnte ich – aus bestimmten Gründen – nicht mehr den Unplugged-Auftritt um 23Uhr sehen und heute kann ich nicht mal die 2. Chance nutzen. Also jeder, der heute irgendwie nach Landshut kommen kann, sollte um 23 Uhr im Chocolat sein und sie sich anhören.

Neben den altbekannten Liedern spielten PPJ auch einige neuere. Und wenn die Jungs “I wanna leave” spielen, ist es eh um mich geschehen. Dieses Lied vergewaltige ich regelmäßig beim “in der Dusche mitsingen”.

Und so ging das ganze Konzert von einem Highlight zum nächsten: Als Andy (der Sänger) dann eine Gastsängerin mit dem Namen Yvonne (Eve) vorstellte, wurde das Konzert noch einmal um eine Klasse besser. Auch wenn ich bei “Eve” ganz unwillkürlich an dieses Lied denken muss, ergänzte sich ihre relativ dunkle Stimme perfekt mit dem Sound von Pink Plastic Jesus. Das sehe wohl nicht nur ich so, denn es gibt schon ein Musikvideo:

Ziemlich am Ende des Konzerts kam endlich das, auf das alle (naja ich) gewartet haben. Der gut 1.90 Meter große, schlanke, glatzköpfige Sänger stellte sich mit einem (wie immer) zu kurzen T-Shirt und Sonnenbrille in Jesuspose vor das Publikum. In Bayern sagen wir: Der hod an Schattn. Richtig ausgedrückt – er ist wohl das, was man einen Entertainer nennt.

Und so war das Konzert einmal mehr eine geniale Show! Wer heute keine Zeit hat, kann sie sich hier wenigstens auf Myspace anhören.