Archive | September, 2010

Organspenden ist doch selbstverständlich?

Nur ein kläglicher Anteil der Sterbenden gibt seine Organe für die Medizin frei. Das ist nicht nur unverständlich, es kostet auch Jahr für Jahr Menschenleben. Ohne Belege zu haben, behaupte ich einfach, dass die meisten Menschen aus Faulheit keinen Organspedeausweis besitzen.

Sicher gibt es auch einen geringen Anteil an Verweigerern aus religiösen oder kulturellen Gründen. Doch eben weil dieser Anteil so gering ist, stellt sich mir die Frage: “Warum ist Organspenden nicht selbstverständlich?” Wäre es nicht viel vernünftiger, einen Nichtspenderausweis einzuführen?

Durch diese einfache Änderung würde der Engpass an Spenderorganen bereits in wenigen Jahren der Vergangenheit angehören. Um alte Menschen nicht mit dieser Entscheidung zu belasten, schlage ich eine Spedenpflicht ab Jahrgang 1950 für alle erwachsenen Menschen vor. Wer nicht spenden will, soll sich einen Nichtspenderausweis holen.

Leider wird sich besonders die konservative Regierung Merkel wohl nicht zu einer solchen Reform durchringen können. Deshalb lege ich jedem nahe, die 5 Minuten zu opfern, um einen Organspendeausweis hier zu beantragen.

Landshuts Nachtleben – Tigerlilly

Das Tigerlilly ist eine Kneipe, in die man den ganzen Tag über gehen kann. Besonders bei schönem Wetter ist speziell der Außenbereich mitten in der Altstadt (leider im befahreren Bereich) einen Besuch wert.

Gute Cocktails – wenn auch nicht zu ganz günstigen Preis – schmecken aber erst am Abend richtig. Dank guter Musik und nettem Personal ist die gigantische Bar im hinteren Bereich auch spätabends noch brechend voll.

Weil sich die meisten Gäste um die Bar tummeln, bekommt man mit ein bisschen Glück auch zu Stoßzeiten einen Tisch. Neben Getränken gibt es am frühen Abend selbstgemachte Nudeln, Bruschetta und Pizza – ich habe noch nichts probiert, die Preise sind aber in Ordnung.

Besonders gut an der Tigerlilly gefällt mir, dass man auch zu später Stunde noch viele Gäste antrifft. Außerdem ist es in Sachen Stimmung sicher einer der angenehmsten Orte in Landshut, weil sowohl Musik als auch das Publikum und das Ambiente stimmen.

Der Umbau war angeblich dringend nötig, mir hat das Tiger allerdings davor auch gut gefallen – wie immer bei neuen ist es zuerst ungewohnt, grundsätzlich kann ich die neue offene Architektur nur begrüßen und so bleiben auch die Noten gleich.

Getränke: 2 – gut, aber nicht sehr gut
Essen: 2 – wurde mir von Freunden empfohlen
Preise: 4 – Cocktails sind außerhalb der Happy Hour ziemlich teuer
Stimmung: 1 – so stell ich mir das vor

Gesamtnote: 2

Das erwartet euch im Herbst

Das wird ein toller Herbst – viele Konzerte und Events, die auch ihr nicht verpassen solltet:

Evtl. sehen wir uns ja bei einer Veranstaltung – ich kann jede empfehlen.

Der Stehkragen ist ein Privileg

Es ist eine Schande! Heutzutage werden doch tatsächlich in Proletenläden wie H&M Poloshirts und gut geschnittene Hemden für nur wenige Euros verkauft. René Lacoste würde sich im Grab umdrehen, weil das Arbeitervolk auch noch die Arroganz besitzt, die Krägen dieser Hemden und Shirts aufzustellen.

Nach – wenn auch zu geringen – Studiengebühren muss die Regierung nun endlich mehr für die Elitebildung tun. Mein Vorschlag ist eine Erhöhung der Gebühren für Hochschulen auf 1000€ pro Monat, damit wir endlich unter uns bleiben. Außerdem könnte man den Stehkragen als offizielles Erkennungszeichen für die Oberschicht nutzen.

Das hätte zur Folge, dass Unsereins seine Vorteile – beispielsweise an der Discotür – auch ohne das Zücken der schwarzen Kreditkarte nutzen könnte. Wir wollen schließlich den Reichtum unserer Eltern wieder zeigen dürfen. Deren Arbeit muss sich für uns wieder lohnen!

Vor Kurzem habe ich bei meiner täglichen Lektüre, der Bildzeitung, gelesen, dass die roten Störenfriede eine Reichensteuer einführen wollen! Da lacht jemand mit meinem Bildungsstand natürlich – wir, die oberen 10´000 – haben unser Geld doch schon lange nicht mehr in der Republik.

Am Ende will ich allen Nichtreichen einen Rat geben: Ihr könnt schon aufsteigen, bis ihr mir den Rolls Royce baut oder fahrt, aber wenn sich noch mehr von euerem Pack traut, sich über die Elite lustig zu machen, ist es gleich vorbei mit dem Demokratie-Ding! Denn eure Armut kotzt mich an!

Das war Ironie ;)

Landshuts Nachtleben – Stars

Es gibt eigentlich keine Möglichkeit in Landshut weg zu gehen, bei der sich die Geister mehr scheiden als beim Stars. Ich stelle einfach die arrogante Behauptung auf: Das Stars wird von allen für gut befunden, die nichts besseres kennen.

Es gibt nur eine Tanzfläche, es gibt nur einen Raum und es gibt nur eine Musikrichtung – Pop. Einzig die Cocktails und die schnellen Barkeeper genießen mein uneingeschränktes Lob. Ein großer Nachteil beim Stars-Landshut ist, dass es sich hübsch konkurrenzlos in einer Provinzstadt befindet. Die versammelte Abteilung der Poser und Protzer in Landshut hat hier also ihre Bühne egfunden.

Im Grunde kann man sagen, das Stars ist für Anti-Alkoholiker und Fahrer – wegen der Masse an gefälschten Lacoste-Polos und deren Träger – nur schwer zu ertragen. Für mich muss eine Disco sehr viel mehr bieten, weil mir die – aus Youtube gezogen geklauten – DJ-Beats/Übergänge, welche sich Musik schimpfen einfach überhaupt nicht gefallen wollen.

Getränke: 1 – Bestnote, so viele und gute Cocktails gibt es sonst nirgends
Essen: Entfällt
Preise: 4 – “Disco” ist nunmal teuer
Stimmung: 6 – Gefällt mir nicht

Gesamtnote: 4+