Zeit für Klartext
Das aktuelle Öl-Embargo der EU gegen den Iran ist wahrscheinlich die erste echte gemeinsame außenpolitische Aktion der Europäischen Union. Man muss zugeben, der Schritt tut den Europäern nicht sonderlich weh und war vielleicht die letzte Chance, eine militärische Auseinandersetzung zwischen dem Iran und Israel zu vermeiden. Doch mit der schnellen, harten Entscheidung haben die Europolitiker ein Musterbeispiel für weitere zukunftsweisende Anordnungen gegeben.
Es scheint also möglich, die in einer globalisierten Welt so wichtigen länderübergreifenden Beschlüsse durchzusetzen. Die alte Welt könnte wieder, wie in alten Zeiten, für gesellschaftlichen Fortschritt stehen. Diese Einheit an mächtigen Staaten hätte sicher auf andere – im besonderen Schwellen- und Entwicklungsländer – großen Einfluss.

Traut euch endlich! Quelle
Im Speziellen sind hier die umweltpolitischen Reformen, genaus wie die nötigen Schritte zum Erreichen der Milleniumsziele prädestiniert für jenes Voranpreschen der EU. Sicher käme es zu kurzfristigen Wohlstandsrückgang in Europa und einer Vermögensverschiebung in Richtung 3.-Welt-Länder, dennoch wäre es ein Fortschritt. Jene Arbeiter, die zur Zeit auch von uns Europäern ausgebeutet werden, würden sich zweimal überlegen, ob sie das billige Leben weniger fortschrittlicher Staaten alias China, USA und Russland zu produzieren. Dadurch würden auch diese Länder zu gleichen Reformen gzwungen werden. Eine größtenteils faire Welt wäre das Ergebnis.
Nun muss diese Welt aber gleichzeitig lebenswert bleiben. Das geht nur durch Umweltreformen möglichst weltweit. Ebenfalls würden sie, besonders durch einen Ausbau der Sonnenenergie die traditionell armen Länder in der Äquatorgegend helfen. Mit modernen Leitungen könnte der Strom dann kostengünstig nach Europa transportiert werden.
Weiter müssen die Transportstrukturen besonder in der EU elektrifiziert werden. Und falls es einfach nicht möglich ist, entsprechende Batterien zu entwickeln, dann baut verdammt noch mal ein Wasserstoffauto und dementsprechende Infrastruktur. Die Produktion von Wasserstoff würde ganz natürlich effizienter werden.
Nun will ich für unsere Zukunft hoffen, dass wir endlich eine Politik des Machens und keine des Zögerns wählen.