S-Bahn Schläger in München
Dieses Mal war es also an einem S-Bahnhof. Ein couragierter ungefähr 50-Jähriger Mann wollte einigen Kindern helfen, die von einem 17 und einem 18 Jährigen bedroht wurden. Als er dann mit ihnen die S-Bahn verließ, schlugen die Täter so lange auf ihn ein, bis er tötliche Verletzungen hatte.
Solche Verbrechen sind schrecklich, aber es stärkt leider einmal mehr die Forderung nach mehr Überwachungskameras. Und diese Forderung – besonders seitens der CSU – ist rein populistisch. Dadurch wollen sie dem Bürger ein Gefühl von Sicherheit geben, die Zeit zeigte allerdings auf, dass auf 1000 Kameras nur 1 aufgeklärtes Verbrechen kommen.
Was soll es also bringen, wenn wir unsere öffentliche Räume mit Überwachungsapperaturen zupflastern und auf Schritt und Tritt beobachtet werden? Nichts, aber es hilft bei der Wählerfindung – so haben sich bei einer Umfrage von n-tv 96% der Befragten für mehr Polizei auf S-Bahnhöfen ausgesprochen.

Soldaten im Nahverkehrsystem sind keine Lösung
Interessant ist auch, dasd solche Forderungen immer von den Konservativen kommen, welche sich kein bisschen für die Integration dieser Kinder und Jugendlichen einsetzen! So könnte man diese Übergriffe verhindern, in dem man dafür sorgt, dass Jugendliche integriert werden, faire Bildungschancen erhalten und so aus dem Teufelskreis der Armut in Familien mit Migrationshinterund ausbrechen können.
Ansätze für faire Bildungschancen gibt es in Deutschland durchaus, nur wird zu wenig auf die speziellen Probleme dieser Jugendlichen eingegangen! Auch ist Bildung in Deutschland immer noch einkommensabhängig!
Wenn wir das in den Griff bekommen, dann brauchen wir auch nicht mehr Überwachungskameras. Denn wir Jugendliche sind nicht gewaltbereiter als früher – nur gibt es heute mehr Arme, die im Vergleich zu den Reichen noch viel ärmer sind, als sie es früher waren.














