Ein Rennrad zum Fixed Gear umbauen

3 08 2010

Dieser Umbau ist einfacher, als man zuerst denken will. Das Rennrad braucht eine “ausfallende” Aufhängung für das hintere Rad – das heißt, sie muss horizontal sein, damit man die Kette spannen kann. Ob die Aufhängung nach vorne oder nach hinten geöffnet ist, tut nichts zur Sache.

Wenn ihr ein entsprechendes Rennrad habt, dann braucht ich noch folgende Teile:

  • Hinteres Laufrad mit der passenden Einbaubreite, Lockring enthalten  – 115€ (+Versand)
  • Felgenband, Schlauch, Reifen – 23€ (+Versand)
  • Passendes Ritzel – 12€ bis 30€
  • Passende Kette – alternativ kann man auch die Vorhandene kürzen – 10€ bis 15€

Das Ganze kostet dann zwischen 160€ und 200€, evtl. schickt euch der Händler den Reifen auch zusammengbaut – fragen! Mit diesem Reifen könnt ihr euer Rennrad jetzt auch als Laie “fixen”.

Zuerst baut ihr das momentane hintere Rad (mit Kassette und Kettenspanner) aus und das Neue ein. Jetzt könnt ihr die Kettenlänge abschätzen und dann die Kette entsprechend kürzen – mit einem Nietendrücker. Und fertig ist euer eigenes Fixie.

Falls ihr Gefallen an dem starren Gang findet, könnt ihr damit anfangen, die Schönheitsfehler der Gangschaltung nach und nach zu entfernen. Das sind Schalthebel, die überflüssigen Kettenblätter und alle anderen unnötigen Anbauteile. Denn eine Besonderheit von Fixed Gear Rädern ist, dass möglichst wenig dran ist.

Wenn euch der Umbau trotzdem schwerfällt, könnt ihr einen Kommentar schreiben und bei schwierigen Fragen die Experten im Fahrradkurier-Forum kontaktieren. Lasst euch von der ruppigen Art nicht irritieren, die kennen sich aus.



Die Arroganz mancher Raucher

1 08 2010

Genaue Daten kenne ich nicht, aber mindestens 90 Prozent aller Raucher werfen den Zigarettenstummel einfach weg. Zwar sind die Filter heutzutage aus Cellulose und verotten “schon” in 5 Jahren, aber warum kann man sie nicht einfach austreten, sich bücken und die Kippe in einen Mülleimer werfen?

Man kann jetzt natürlich sagen, dass es bei Kaugummis das gleiche Problem gibt. Bei den Rauchern fällt es mir aber immer extremer auf und eben diese Raucher wollen dann, dass Nichtraucher toleranter sind!

Das geht mir ganz extrem auf den Sack Senkel.

PS: Alle Raucher, die ihre Kippen immer aufheben und nicht extrem cool aus dem Autofenster schnippen, sind natürlich nicht gemeint.



taz Probeabo

30 07 2010

Vor einiger Zeit habe ich bereits den Artikel 30-jährige Jubiläum der Tageszeitung “taz” geschrieben. Jetzt habe ich ein Abonnement abgeschlossen – 5 Wochen für 10€. Das heißt, eine Ausgabe kostet nur 34 cent.

Eine Besonderheit an der “taz” ist mit Sicherheit, dass sie von eigenen Lesern mitfinanziert wird. Dies funtkioniert mit dem Genossenschaftssystem, welches hier erklärt wird. Dadurch ist die Zeitung unabhänigiger als jede andere überregionale Zeitung. So kann die Redaktion auch unpopuläre Meinungen durchwinken.

Wer die taz zum ersten Mal zwischen die Finger bekommt, wundert sich zuerst über den geringen Umfang. Ansonsten weist die Zeitung hauptsächlich Schwarzweißbilder auf. Außerdem gehen die Artikel zu den Schwerpunktthemen meist über eine ganze Seite. Ansonsten ist die Zeitung aufgebaut wie fast jede andere.

Das Blatt mit dem Tatzen-Logo versucht einen anderen Weg als Sz und ZEIT, um sich auf dem veränderten Markt zu behaupten. Mit einem Umfang, den jeder leicht an einem Arbeitstag lesen kann. Die Artikel spiegeln dabei die Meinungen der Journalisten wieder – aktuelle Nachrichten sind zweitrangig. Daneben gibt es ein sehr umfangreiches Onlineangebot, dass kostenlos jedem zur Verfügung steht.
“Die tageszeitung” ist durch ihre enge Leserbindung und ihre politische Einstellung auch eine Art Zeichen für das Linke Lebensgefühl. Angefangen hat sie als Protestzeitung und ist heute eine feste Größe (7. größte überregionale Zeitung) für Linksliberale im deutschsprachigen Raum. Und alles unter dem Motto:

Taz ist nicht für jeden. Das ist ok so.



Felt Brougham – im Test

27 07 2010

Nach Monaten des “Hin und her” habe ich mir vor einiger Zeit endlich ein fixed gear Fahrrad gekauft: Ein Felt Brougham mit folgenden technischen Daten:

- Stahlrahmen mit 56cm Rahmenhöhe                                    – Übersetzung: 47 – 17
- Bremsen: Tektro                                                                             – Nabe: FELT TkR-4
- Reifen: Vittoria Zaffiro Foldable 700c x 23c                          – Preis: 500€

Das Rad wird leider mit Plattformpedalen ausgeliefert, bei dieser Übersetzung ist Skidden aber ohne Klickpedale oder Körbechen beinahe unmöglich. Man muss einfach am Pedal, das vorne steht, gleichzeitig ziehen können, während man das hintere Pedal nach unten drückt. Mit den Plattformpedalen habe ich mich ewig abgemüht, während es mittlerweile auch bei höheren Geschwindigkeiten funktioniert.


Einer meiner ersten Skid-Versuche mit Körbchen an den Pedalen

Ansonsten bin ich mit dem Felt sehr zufrieden. Auch die Qualität ist für den Preis in Ordnung und weist bis jetzt keine Mängel auf. Zwar sind die weißen Teile wie Lenkergriffe und Sattel (zu Beginn auch die Pedale) ein wenig anfällig, es ist aber nicht so schlimm wie befürchtet. Weitaus schwerer wiegen die lackierten Bremsflanken, welche trotz des geringen Gebrauchs der Bremsen schon jetzt schon Verschleißerscheinungen zeigen.

Nachdem ich das Hinterrad insgesamt 3 mal geflickt habe, besitze ich jetzt auch zwei Ersatzschläuche :) Gute Schläuche von “Schwalbe” kosten nur 5-6€ und jeder, der mit dem Rad länger unterwegs ist, sollte mindestens einen solchen und eine Luftpumpe dabei haben. Durch das viele Skidden sieht man dem Profil des Hinterrad jetzt aber schon einige Blessuren an – es war wohl nicht der beste Reifen.

Bevor ich mir das Rad gekauft habe, war ich mir nicht sicher, ob mir ein Gang bei den vielen Bergen in der Umgebung ausreicht und welcher der richtige ist. Eine Übersetzung von ca. 2,75 scheint mir jetzt aber optimal, weil man sowohl lange Anstiege meistern kann, als auch schnell fahren.

Viele Fixie-Fahrer erzählen von dem ständigen Drang, etwas an ihrem Fahrrad verbessern zu wollen. Das konnte ich mir zuerst gar nicht vorstellen, weil es ja eigentlich so wenige Teile an diesen Rädern gibt. Mittlerweile muss ich gestehen, dass ich mit dem Gedanken spiele einen neuen sogenannten Bullhorn-Lenker zu kaufen. Noch weiter oben auch meiner Wunschliste stehen aber Klickpedale mit Rennradschuhen. Diese könnte ich dann auch für mein Colnago Rennrad verwenden.



Life in a day – Ein Kunstprojekt mit Youtube

24 07 2010

Heute ist es soweit – das Projekt “Life in a day” von Ridley Scott und Kevin Macdonald startet. Dabei sollen möglichst viele Menschen etwas aus ihrem Leben filmen und es dann auf die Videoplattform “Youtube” hochladen.

In Video sollen die Teilnehmer eine der folgende Fragen beantworten: “Was liebst du?”, “Wovor fürchtest du dich?”, “Was bringt dich zum Lachen?” und “Was hast du in deinen Taschen?”

Am Ende soll aus diesen vielen Videos ein Film entstehen, der das Leben am 24.07.2010 auf der Erde perfekt beschreibt. Die Gefühle der Menschen sollen in diesem Film unverfälscht gezeigt werden. Mit einem so namenhaften Filmemacher wie Scott (Black Hawk Down, American Gangster uvm.) könnte es auch funktionieren.



Ergebnis der Josty knows best Befragung

22 07 2010

Nachdem ich bei Lokalisten den Versuch gestartet habe, JKB zu verbessern, will ich euch jetzt die Ergebnisse natürlich nicht vorenthalten! Ihr könnt auch jetzt noch in Form eines Kommentars mitmachen – würde mich freuen.

1.Soll JKB mehr in Sozialen Netzwerken eingebunden werden?
ja (65%) nein (35%)
–> Es wird wohl weiter Statusnachrichten über JKB geben

2. Soll ich das Design beibehalten?
ja (100%)    nein (0%)
–> Überredet

3. Sollen mehr Gastautoren auf JKB veröffentlichen?
ja (35%)    ja, aber wenige (35%)    nein (30%)
–> Es werden weiterhin nur gute Schreiber zugelassen ;)

4. Seit ihr an Sticker interessiert?
ja (7) nein (5)
–> Sticker drucke ich bis auf weiteres selbst in kleiner Zahl (einfach anfragen)

5. Soll JKB regional bezogener werden – zum Beispiel über das Landshuter Nachtleben?
ja (80%)    nein (20%)
–> Ich arbeite an einer Liste mit allen guten Locations (schreckliches Wort)

6.Wie häufig erwartet ihr neue Beiträge pro Woche?
2 mal die Woche (50%)     3-4 mal die Woche (50%)
–> Je nach Laune suche ich die goldene Mitte.

7. Über welches Thema wollt ihr mehr lesen: Politik/Sport/Musik regional/Musik-gesamt/Internet/Streetart/Nachtleben
Politik(40%) Sport(10%) Musik-regional (50%) Musik-gesamt (50%) Internet(20%) Streetart(20%) Nachtleben (50%)
–> Musik-gesamt wird mehr werden, der Rest bleibt so. Bei Musik-regional bin ich einfach auf gute Konzerte angewiesen!

8.Sonstige Vorschläge
Da habt ihr euch kräftig zurückgehalten.

Vielen Dank!



Volksentscheide haben keinen Sinn in einer gesunden Demokratie

20 07 2010

Letzten Sonntag hat Hamburgs Bevölkerung über das Prestigeprojekt der Schwarz-Grünen Regierung um Ole von Beust abgestimmt: Die Primarschule. Im Grunde würde die Reform eine Verlängerung der Grundschulzeit auf 6 Jahre bedeuten. Das hätte größere Chancen für Kinder aus armen Schichten zum Vorteil.

Doch Hamburgs Elite hat immens gegen diese Änderung Stimmung gemacht und war am Ende erfolgreich – “das Volk” hat sich gegen die Primarschule entschieden. Damit hat die Hansestadt die Chance vertan, einen großen Schritt zur Bildungsgleichheit zu tun.


Ironische Plakate gegen die Bildungselite – besonders gelungen “Herkunft muss sich wieder lohnen”

Die Starken in Hamburgs Bürgerschaft sahen in der Reform eine Gefahr für ihre eigenen Kinder, die ja den Stand einmal halten sollen und wenn dann womöglich intelligentere Kinder aus ärmeren Schichten – oder gar mit Migrationshintergrund – die selben Möglichkeiten haben, nehmen die ihnen ja die Plätze weg.

Schade ist, dass die Eltern der profitierenden Kinder nicht zur Wahl erschienen sind. Es fehlt einigen sicher auch an der Bildung, die Situation zu überblicken und genauso wird es ihren Kindern gehen.

Damit ihr mich richtig versteht: Ich bin gegen die Gesamtschule, doch für ein soziales Bildungssystem muss es in Deutschland eine rigorose Reform geben. Zuerst müssen diese Änderungen nationale – womöglich europäische – Standards zum Ziel haben. Wir können uns ja dabei an den starken Skandinavischen Ländern orientieren. Außerdem muss Bildung (dazu zähle ich auch das Erststudium) kostenlos und für jeden verfügbar sein. Durch eine Primarschule bis zur 6. Klasse würde man die Aufteilung in verschiedene Leistungsstärken auf einen gerechteren Zeitpunkt verlagern. Denn nach 6 Jahren Schule können auch Kinder aus ungebildeteren Bevölkerungsteilen aufholen und ihr Potential nutzen.

Desweiteren fordere ich eine strenge Beibehaltung des aktuellen 3 Schulen-Systems. Dank M-Zug, FOS und BOS können Nachzügler dann auch weiterhin bis zur höchsten Bildungsreife kommen.

Reformen wie diese können aber nur von einer Regierung durchgesetzt werden, die nicht auf ausschließlich populistische Entscheidungen angewiesen ist. Die Bayerische Regierung (speziell Horst Seehofer und die CSU) hat sich beim Thema Rauchverbot mit ihrem Volksentscheid blamiert. So setzte sich der heutige Ministerpräsident vor einigen Jahren für den strengen Nichtraucherschutz ein, lockerte ihn aber wieder, als er Landesvater wurde. Jetzt hat das Volk entschieden – am schlechten Abschneiden der CSU bei der Landtagswahl war nicht das Rauchverbot schuld!



Alberto Contador ist die Unsportlichkeit in Person

19 07 2010

Bereits in meinem letzten Post habe ich klar Stellung für Andy Schleck übernommen, weil er mir viel sympathischer als Alberto Contador ist. Wer das Rennen heute gesehen hat weiß warum. Als Andy Schleck aus dem Hauptfeld ausreisen wollte fiel im die Kette vom Ritzel und er musste anhalten. In der Tourgeschichte war es immer üblich, dass bei technischen Defekt oder Sturz eines Favoriten die anderen Bewerber ums gelbe Trikot gewartet haben. Alberto Contador hingegen nutzte seine Chance und startete einen Angriff.

Am Ende der Etappe hatte er Andy Schleck genug Zeit abgenommen um ins Gelbe Trikot schlüpfen zu können. Eine Unsportlichkeit die seine Schwäche offen liegt.

In Facebook gibt es jetzt die Gruppe Alberto Contador is unsportsmanlike und das stimmt – es war eine wahrlich unsportliche Aktion des Spaniers.


Dieser Mann soll die Tour nicht gewinnen!



Tour de France – ein Zwischenstand

13 07 2010

Dieses Jahr müssen die Fahrer der 22 Teams unglaubliche 3642 Kilometer in 20 Etappen zurücklegen. Dazwischen sind nur 2 Ruhetage und das, obwohl es 6 extrem harte Bergetappen, 1 Einzelzeitfahren und einige schwierige Kopfsteinpflasterpassagen gibt. So viel zur diesjährigen Streckenwahl.

Wie erwartet hat Fabian Cancellara einmal mehr den Prolog gewonnen und in den flachen Etappen das gelbe Trikot verteidigt. Danach hatte es der Sylvain Chavanel, welcher es Cancellara schon einmal entreißen konnte. Dieser wurde vom Mitfavoriten Cadel Evans abgelöst, welcher wiederum das “Maillot Jaune” schon nach einem Tag an Andy Schleck abgeben musste.


Mein Favorit Andy Schleck in seiner schwächsten Disziplin – dem Einzelzeitfahren

Nach Amstrong ist nun also mit Evans ein zweiter Favorit aus dem Rennen. Der Sieg bei der Tour 2010 wird wohl wie von Frank Schleck (musste nach einem Sturz aufgeben) prognostiziert zwischen seinem Bruder Andy und  Albertor Contador entschieden. Die deutsche Hoffnung Tony Martin ist nach einem starken 2. Platz bei Prolog leider auch sehr weit zurückgefallen. Vielleicht kann er aber beim Einzelzeitfahren noch um einen Etappensieg mitkämpfen.

Entschieden wird die 3 wöchige Rundfahrt wohl in den Pyrenäen – dort müsste Andy Schleck noch mindestens eine Minute gut machen. Sonst verspielt er den Toursieg – wie letztes Jahr – im Einzelzeitfahren gegen den stärkeren Contador.

Mir persönlich ist der Luxemburger viel sympatischer als der Spanier und das liegt keinesfalls an den fußballerischen Fähigkeiten der Iberer. Es ist nur so, dass Andy Schleck einer der weniger Radsportler ist, dem man es abkauft, diese Strapazen ohne Dopingmittel zu bewältigen. Auch wenn ich es mir nicht vorstellen kann, wie ein Mensch über 3600 bergige Kilometer in einem “Schnitt” fernab der 40kmh Marke schaffen kann.



Sommer!

12 07 2010

Das Internet hat wegen eines genialen Sommers geschlossen. Was also machen ohne neuen Josty knows best Beitrag?

Rausgehen. -> Aufs Fahrrad oder den Roller setzen. -> Ab ins Schwimmbad. -> Spaß haben!