Hangover – zum Glück habe ich ihn doch noch gesehen!

26 09 2009

Ich bin kein typischer Kinogänger, ich kann mir keine Schauspieler merken und ich bin eigentlich viel zu geizig 9€ für einen Film auszugeben – trotzdem bin ich gestern ins Kino gegangen. Zum Glück!

Den Inhalt werden die meisten schon kennen deswegen ganz kurz: Die 3 Freunde (Phil, Stu und Doug) feiern in Las Vegas Dougs Junggesellenabschied. Außerdem fährt noch der (laut Wikipedia) “nicht klügste” Bruder von Dougs Zukünftiger, Alan mit. Die Vier trinken auf dem Dach des Cesar Palast einen Jägermeister von Alan – danach macht der Film einen Schnitt und zeigt Phil, Stu und Alan mit einem fürchterlichen Kater in ihrem total verwüsteten Zimmer. Ohne jegliche Erinnerungen an die letzte Nacht. Den restlichen Film versuchen sie ihren Freund noch rechtzeitig zu seiner Hochzeit zu finden, dabei decken sie nach und nach auf was sie am Vortag gemacht haben: Ein Tiger im Badezimmer, ein selbst gezogener Zahn, eine Hochzeit, ein kleines Kind und ein kleiner Chinese als “Souvenier”.

Ich habe selten einen so lustigen und gleichzeitig gut gespielten Film gesehen. Seit “Der Schuh des Manitu” habe ich ihm Kino nicht mehr so viel gelacht. Der Film war wirklich von der ersten Minute an komisch und auch das Ende (mit Bildern von der Partynacht) war genial. Hier ein kleiner Ausschnitt der beweist wie genial der Film war! (Für alle die dem Englischen nicht so nahe stehen die Übersetzung)



Maria ihm schmeckts nicht

7 08 2009

Nach einem grandiosen Buch und einem noch besseren Hörbuch wurde jetzt Jan Weilers “Maria ihm schmeckts nicht” verfilmt. Aber zuerst einmal kurz die Geschichte:
Jan Weiler will seine Sarah heiraten – deswegen trifft er zum ersten Mal seine zukünftigen Schwiegereltern. Ursula und Antonio Marcipane (ich hoffe, das war richtig), und dabei wird ihm schlagartig bewusst, dass es ab jetzt in ihrer Beziehung einen Dritten gibt: Antonio!
Der selbstverliebt wirkende Italiener lebt in seiner eigenen Welt und bestimmt, dass die Hochzeit in seinem Geburtsort in Süditalien stattfinden soll. Weil Wiederstand zwecklos ist, reist das Paar in das abgelegene Dorf, weit weg von allen Touristengegenden.
Dort bekommt Jan ein Italien zu sehen, wie es ohne Touristen ist. Dabei erweisen sich seine Meeresfrüchteallergie und dass er nicht schwimmen kann nicht gerade als Vorteil. Er tritt in sämtliche Fettnäpfchen, bis er am Ende der Geschichte in der “Toter Mann”-Stellung auf dem Wasser neben Antonio “schwebt” und feststellt, dass er glücklich ist.

Für die Leseratten unter euch: Das Buch gibt es hier. Ich allerdings empfehle jedem, der genug Zeit hat, das Hörbuch, in dem Jan Weiler den Antonio so genial spricht, dass es besser rüberkommt als in jedem Film. – hier.

Aber zurück zum Film, leider wurden einige wichtige Teile des Buches nicht erwähnt oder extrem gekürzt. Der Stern hat leider recht damit, wenn er schreibt, dass es teilweise wie eine Fernsehproduktion wirkt. Dafür hat der Film auch einen riesen Pluspunkt – die Schauspieler!

Sarah: Als Mann darf ich das sagen – eine Granate. Sah fantastisch aus und überzeugte zumindestens mich auch schauspielerisch – Mina Tander.

Antonio: Er war leider ein bisschen zu alt und manchmal verstand man ihn nur sehr schwer. Das lag allerdings daran, dass Lino Banfi kein Wort deutsch spricht und alles nur mit Lautschrift gezeigt bekam. Banfi ist einer der bekanntesten Komiker Italiens.

Jan Weiler: Hier gelang dem Team ein echter Glücksgriff – Christian Ulmen! Er wirkt genauso tollpatschig und ungeschickt, wie sich der Autor in dem Buch selbst beschreibt.

Aber auch Nebenrollen wie die der “Usuuula” (Antonios Ehefrau) und die Eltern von Jan Weiler waren sehr gut besetzt. Wer sich den Film ansehen will, hier ist der Trailer: