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Wird das Internet zum neuen Fernsehen

Zuallererst muss ich klarstellen; im folgenden Post geht es in keinster Weiße um technische Umsetzungen des Fernsehens im Internet und auch nicht um Youtube als neue Form des Fernsehens. Es geht um die einfache Frage: Ist oder wird das Netz so flach wie das heutige deutsche Fernsehen.

Die Sendungen, welche man neben einnigen Spielfilmen sehen kann sind schnell aufgezählt. Extra 3, die Simpsons, Scrubs – eigentlich beide lieber auf Englisch -, einige Disskusionsrunden im Öffentlich-Rechtlichen (dabei sind aber die Gäste ausschlaggebend) und GoTV zum Musik hören. Es kann natürlich gut sein, dass ich die eine odere andere lokale Perle auf einem 3. Programm vergessen habe. Ebenso sind die Nachrichten meist einer der wenigen Gründe für Rundfunkgebühren.

Auch ein Vorschlag – aber erst nach der WM =)

Jetzt hoffe ich mal, ihr denkt nicht: Das recht doch?! Schnappt euch die Fernsehzeitung und markiert eine Woche lang die genannten Sendungen – wegen mir auch noch interessante Sportsendungen – ihr werdet feststellen, unser TV ist zu 95% unter aller Sau.

Das Fernsehen ist aber auf dem absteigenden Ast. So fuck the past, lets watch the future: The Internet. Und da sehe ich steigende Zugriffszahlen auf Websiten wie RTL, Bild und Pro7. Die Unterschichtsmedien – inhaltstechnisch – für die intellektuell ungebildete Mittelschicht. Ich will nicht sagen, dass i-net war zuvor ein reiner Quell der Weißheit, doch es könnte einer werden.

Rückführend kann ich die zu Anfang gestellte Frage recht leicht beantworten. Das Netz kann so flach werden wie das Fernsehen, muss es aber nicht. Entscheidend ist wer den Wettstreit in den vielen kleinen Dissputen gewinnt: Zeit vs. Bild, Politblogs vs. Klatschblogs, Argumentation vs. Populismus, Spiegel vs. Bild… Lasst euch nicht verblöden!

Wikileak – für investigativen Journalismus

Wikileaks.org ist eine Internetseite, die jedem die Möglichkeit bietet, Informationen zu veröffentlichen. Dabei geht es natürlich nicht um Dinge, die getwittert werden wie – ich trinke gerade Kaffee und die xy sieht heute wieder fantastisch aus -, sondern um gesellschaftsrelevante Insider-Informationen.

Schon häufiger wurde Wikileaks dafür kritisiert, sich zu wenig um die Auswahl der Texte zu kümmern. Doch das würde dem Grundprinzip der Plattform auch widersprechen. Sie will Informationen, die sonst geheim bleiben würden, öffentlich machen. Zum Beispiel die Sperrliste für Kinderpornoseiten, die nur dem BKA zugänglich sein sollen. So etwas ist natürlich umstritten. Andererseits, was hilft der Demokratie mehr als Informationen – oder noch besser ehemalige Geheimnisse?

Dazu kommt, dass Wikileaks dem investigativen Journalismus als geniale Quelle entgegen kommt. Spätestens seit die anerkannte Zeitung “The Guardian” die Seite als Quelle angegeben hat, dürfte sie auch anerkannt sein. Das liegt daran, dass durch Wikileaks die einfachste Möglichkeit aller Zeiten besteht, Informationen vor allem anonym preiszugeben. Die bekanntesten aufgedeckten Geschichten sind: Die Kinderpornoseiten Sperrlisten, 570 000 Nachrichten die am 11.September verschickt wurden, der Kunduz-Feldjäger-Report und die Richtlinien für Soldaten auf Guantanamo Bay.

All das bietet der Demokratie eine riesen Chance – verständlich daher wie überzeugt Daniel Schmitt (Mitarbeiter bei Wikileaks) für sein Projekt in der Zeit argumentiert. Es wird interessant sein zu sehen, ob das Netzwerk seine Erfolgsgeschichte fortschreibt und wie es von Medien und Bloggern weiterhin aufgenommen wird.

Weil wir gerade bei brisanten Informationen sind: Nicht aus Wikileaks, aber auf spreeblick habe ich gerade gelesen, dass die SZ angeblich Blogger für positive Beiträge über das neue SZ-Iphone App bezahlt hat. Für mich wäre das ein Skandal – was ist nur zur Zeit mit meiner bayerischen Lieblingszeitung los…

Hat da jemand Angst? Printmedien gegen Blogger

Es stimmt schon, die klassischen Medien haben es schwer. Obwohl sie im Internet gut ankommen, erzielen die Angebote nicht die gewohnten Umsätze, mit denen sie gute Journalisten finanzieren. Leider machen die Meisten momentan zwei Fehler, die ihnen das Überleben noch schwerer machen werden. Statt jetzt zu investieren sparen sie und können immer weniger mit dem gewohnten Qualitätsjournalismus punkten. Außerdem passen sich die meisten Seiten erst spät neuen Trends an und zeigen sich sehr unflexibel – das Schlimmste was man im Internet machen kann.

Blogger - Die Quelle des Bösen

Die Inspiration für den Text kommt von einem Artikel aus der Süddeutschen Zeitung. Diese meint immer noch, es wäre großzügig, wenn man sie verlinken darf. Deshalb lasse ich das lieber. In dem Beitrag von Johannes Boie ging es darum, was sich Blogger einbilden, Kritik über ein Produkt ins Netz zu stellen. Und das sie sich – ebenfalls öffentlich(!) – mit anderen Bloggern gegen Drohungen der Unternehmen zu wehren, sei ja eh unvorstellbar.

Zu allem Überfluss wird den Firmen dann noch geraten, einen Dialog mit den Bloggern zu führen. Klingt wahrscheinlich polemisch, aber das wäre doch so, als ob eine Automarke jetzt einen positiven Artikel über sich in der Zeitung lesen will, weil das neuste Modell im Test so schlecht abgeschnitten hat. Passt dummerweise nicht mit dem Grundrecht der Meinungsfreiheit zusammen.

Schade, dass der SZ-Autor das in seiner Raserei gegen Blogs vergessen hat. Anscheinend scheint es der Zeitung schlechter zu gehen als gedacht. Ein böser Blogger wünscht gute Besserung!

Und hier gibts doch noch den Artikel zu nachlesen.

Neue Pressefreiheit durch das Internet

Gestern sah ich den Film “Insider” mit Russell Crowe und Al Pacino. In dem Film geht es um CBS-News die mit Hilfe eines Kronzeugen (Russell Crowe) einen Skandal in der Tabakindustrie aufdecken. In dem Film wurde gesagt: “Wie frei die Presse ist, bestimmt der Besitzer der Presse.”

Viel der neuen Presse wird aber im Internet gemacht, und das Internet gehört niemanden! Auch wenn die klassischen Medien es nicht akzeptieren, aber durch das Internet wird die Pressefreiheit auf eine neue Stufe gebracht!
Und deswegen ist die Zensur des Internets eine Gefahr für eine neue bessere Demokratie! Kinderpornografie ist schrecklich, wird aber als Mittel zu Zweck für die Zensur ausgeschlachtet.
Wir sollten die Freiheit im Internet mindestens so schützen wie die Pressefreiheit, denn beides ist ein elementarer Bestandteil an dem Menschenrecht der Freiheit bzw. der Demokratie.
In wikipedia steht diese Karte über Internet-Zensur:
Blau: Freiher Zugang
Gelb:Teilweiße Zensiert
Dunkel-Gelb: Überwacht
Schwarz: Zensiert

Bloggen vs. Printjournalismus

Das letzte mal ehrlich! Immer wieder kommt diese leidige Debatte, aber ich verfolge es trotzdem gerne. Dazu lese ich zur Zeit besonders gerne die Zeit-online eine der ersten Artikelreihen eines großen deutschen Printmediums das ziemlich liberal und selbstkritisch ist. Ja richtig gehört s e l b s t k r i t i s c h e Journalisten! Fantastisch! Außerdem verfolge ich als Blogger “natürlich” die Re:Publica.
Das waren jetzt meine Einflüße damit ihr meine Meinung nachfolziehen könnt und sie evtl auch lesen bzw. schauen könnt. Ich bestätige jetzt gleich an der Struktur dieses Artikels die Meinung der Prinjournalisten, dass Blogger keine guten Journalisten sind. Dies stimmt zeigt aber leider auch eine große schwäche der Journalisten: Arroganz! Sie sind extrem fest von ihrer Position als 4. Macht im Staat überzeugt. Manche reden jetzt von Blogs als 5. Macht, auch das finde ich aber falsch denn Weblogs gehören auch zu den Medien.
“Wir” sind sicher nicht so profesionell als die Printmedien aber “wir” sind dafür demokratischer. Ich muss auch zugeben das nahezu alles was die Medien schreiben richtig ist (das auch fast alles auf eine sehr große deutsche Zeitung, mit mehr Bildern als Text, zutrifft). Jetzt mag ich als Freizeitjournalist nicht mehr und schreibe jetzt schon mein Fazit:
Ich bin davon überzeugt das es in Zukunft beides geben wird, hoffentlich trotz Finanzkrise noch viele Tages- und Wochenzeitungen gibt. Ich bin auch sicher das es weiterhin Blogs gibt, weil es immer mehr Menschen gibt die ihre Meinung sagen möchte, hoffentlich weniger Twitter alá “Ich bin dann mal auf Toilette”.