Rezession: Wenn das Leben eine Party ist
…sucht mich in der Küche!
Als ich im Januar einen PoetrySlam im kleinen Theater Landshut besucht habe, war Micha-El Goehre Stargast. Seine Texte haben mich schon dort überzeugt – nachzuhören auf seiner myspace-Seite. Gepackt von dem Gedanken, einmal etwas anderes als Mainstream zu lesen, bestellte ich sogleich sein Buch: “Wenn das Leben eine Party ist, sucht mich in der Küche“. Schon zwei Tage später kam ein Amazon-Päckchen.

Voller Eifer las ich die ersten Kapitel – welche mir wirklich gut gefielen. Von daher kann ich es jetzt noch weniger verstehen, warum das Buch über ein Monat mein Regal schmücken musste. Zum Glück kam ich auf die glorreiche Idee, Goehre´s gesammelte Kurzgeschichten in Kurzform in Buchform in den Rucksack für den Nachhauseweg von der Arbeit zu legen. Daraus folgend habe ich noch nie so lange für ein so kurzes Buch, das mir sehr gut gefällt, gebraucht.
Das Buch hat, wie die meisten, Höhen und Tiefen. So konnte ich mit langen Geschichten für eine schwache Pointe am Schluss wenig anfangen. Obwohl es auch geniale gab – andere waren zu lang, um noch ein Schmunzeln aus dem Leser zu kitzeln.
Richtig gut war aber bei den meisten, dass man auch beim zweiten Lesen noch versteckte Gags findet – vgl. die Simpsons. Und so habe ich das Buch nicht verschlungen, aber wirklich gerne gelesen. Wer also eine schöne Unterhaltung sucht, wenn am Abend mal wieder nur Nonsense im Assi-TV läuft, dann bezahlt 12€ für das Buch und unterstützt damit einen jungen Autor, der auf jeden Fall einen an der Klatsche hat.



