Wikileaks – Gesetzesbruch oder Bürgerpflicht
Einmal mehr spaltet eine Internetplattform die Gesellschaft. Darf Wikileaks Geheimnisse von Staaten verraten oder muss es diese gar veröffentlichen? Der gemeine JKB-Leser hat bei dem Thema natürlich bereits ein Vorwissen, den schon vor 10 Monaten habe ich die Website hier vorgestellt.
Mit dem jetztigen Leak¹ von über 250´000 US-Depeschen ist der Seite um den Australier Julian Assange der nächste Coup geglückt. Doch dieses Mal steht neben den Daten noch eine Frage in den Medien – ist so etwas richtig? Was bei dem US-Militärvideo aus dem Irak noch als legitim angesehen war – der Diebstahl von Daten – wird jetzt aufs Heftigste diskutiert. Das liegt vor allem an den Regierungen, die jetzt Angst vor einem Leak¹ ihrer eigenen Daten haben.
Für mich ist diese neue Informationsfreiheit ein Segen für die Demokratie, denn nur ein Volk, das Bescheid weiß, kann mitentscheiden. Zu dem aktuellen Fall steht leider nur über die Depeschen von deutschen Politikern in den Medien. Wichtiger wären die Meinungen der USA über Nordkorea, China und den Iran, doch diese werden herausgekürzt.
Ein paar Artikel gibt es dennoch:
- Verhältnis von China zu Nordkorea (Zeit)
- Iran (SZ)
- Pakistan (Zeit)
- Eine Zusammenfassung (FAZ)
- Neues Wikileaks Projekt (Spiegel)
¹ Leak = undichte Stelle


