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Bouncin B.C.

Endlich wieder eine Band aus der Umgebung von Landshut auf Josty knows best. Bouncin B.C. ist eine Punkband, die mit ganz viel Leidenschaft und Herzblut ihre Konzerte bestreitet. Ich habe sie bei einem Auftritt im Wintergarten gehört – ein Ort der nicht unpassender für ein Punkkonzert sein könnte- und trotzdem war es ein richtig guter Abend.


Ein Albumcover von Bouncin B.C.

Musikalisch sind Bouncin B.C. keine klassische Punkband mit Drei-Mann-Besetzung (Gitarre, Bass, Schlagzeug) und Drei-Akkord-Melodien. Viel mehr ist es eine technisch gute Combo mit einem sehr guten Sänger. Doch es gibt relativ viele gute Musiker, den Unterschied macht der Spaß am Auftritt. Man merkt auf einem Konzert sofort, ob eine Band gerne auf der Bühne steht. Bei Bouncin B.C. hatte ich von der ersten Sekunde an das Gefühl.

Nun weiß der gemeine JKB-Leser bereits, dass ich in dieser Rubrik hauptsächlich auf gute Bands aufmerksam machen will, aus Mangel an musikalischer Fachkentniss. Aus diesem Grund, die selbe Empfehlung wie immer – hört es euch selbst im Internet an und wenn es euch gefällt, geht gefälligst auf ein Konzert – die Jungs freuen sich sicher über ein großes Publikum.

Casper – meine musikalische Neuentdeckung

Die eingefleischten Deutschrap-Kenner unter euch – so fern es sie denn gibt (melden!) – wissen natürlich, dass Casper schon nach seinem ersten Album vor 3 Jahren als Retter des deutschen Hip Hop gehandelt wurde. Doch jetzt habe ich ihn auch endlich entdeckt und mit seinem HipHop bis Indie Album XOXO hat er neben meinen Ohren auch die Spitzenposition der deutschen Charts erreicht.

Die Musik von Benjamin Griffey alias Casper lässt sich am besten mit gerapten Poetry-Slam-Texten beschreiben. Viel Wortwitz, Lyrics die zum Nachdenken zwingen und vor allem ein Minimum an den üblichen HipHop-Floskeln.

Nun bin ich, wie ihr wisst, nicht der allergrößte Musikexperte, besonders was Deutschrap betrifft. Zu den technischen Fähigkeiten dieses außergewöhnlichen, jungen Mannes werde ich mich also nicht auslassen. In diesem Sinne: Hier habt ihr ein (noch) weniger bekanntes Lied aus seinem neuen Album XOXO. Ich schimpfe es jetzt mal den besten Deutschen Rap Titel: Casper – Die letzte Gang der Stadt.

Spotify auch in Deutschland und bald in Facebook?

Was ist jetzt schon wieder Spotify? – Ganz einfach, eine gigantische Musiksammlung im Internet (momentan 13 Millionen Songs), die man kostenlos von Smartphone und PC aus abrufen kann. Ein direkter Download ist kostenlos nicht möglich – doch der ist Dank dem mobilen Internet auch nicht mehr nötig.


Spotify auf einem Android – bald auch in Facebook? Quelle

Momentan ist das Ganze nur in einigen Länder (unter anderem U.K.) möglich und in Deutschland nicht. Doch wie immer gibt es fleißige Menschen, die es auch uns Technikdeppen erklären, wie man diese Regelung umgehen kann. Die einfachste Anleitung gibt es hier.

Auf Spotify selbst bin ich aber erst gekommen, als ich gelesen habe, dass Facebook und der Musikdienst ein Arrangement planen. Ich stelle mir dieses Angebot richtig gut vor – wenn ich in Facebook Playlists, Alben oder einzelne Lieder hören kann, diese dann Freunden empfehlen und die Lieblingssongs von meinem Bekanntenkreis hören kann.

Hoffentlich funktioniert das Ganze bald auch in Deutschland und auch auf einem Handy.

Pink Plastic Jesus Album

Am Samstag war ich bei der Albumvorstellung von Pink Plastic Jesus im Rocket Club – ein Termin, auf den ich mich schon lange gefreut habe. Deshalb war ich auch bereits zum Einlass um 21 Uhr da. Doch dann zeigte sich, dass das, was ich früher begeistert als exzentrisches Auftreten – welches nunmal zur Popmusik gehört – bezeichnet habe, ist mitlerweile in eine Arroganz ausgeartet, mit der PPJ ihr Publikum 2 Stunden ohne Vorband warten ließen! Doch das ist nicht alles: Für einen Eintritt von 8€ lieferten die Jungs dann ein nicht einmal einstündiges Konzert ab und genehmigten sich sogar noch eine Pause!

 

Auch wenn ich die Band musikalisch gerne mag, ihr Auftreten ist in einem solchen Maße arrogant, dass die Höhe des Saals gerade noch für ihr Ego reichte.

 

Doch nun zum eigentlichen Konzert: Highlight waren sicher die größtenteils weiblichen Ruamzuzler (bayerisch für ökologisch korrekte Menschen), die vor der Bühne in einem solchen Maße exzessiv tanzten, dass es nur noch lächerlich wirkte.

 

Musikalisch spielten Pink Plastic Jesus einmal mehr ein gutes Konzert, das Album setzt nahtlos an die älteren Lieder an. Ein Stilwechsel ist nicht zu erkennen, aber das finde ich auch gut. Der Einblick auf neue Lieder nach dem Album ist ebenfalls gelungen. Insgesamt ist das Album deutlich besser als es seine Vorstellung war.

Nun will ich aber niemand abschrecken, auf ein Konzert der Landshuter zu gehen. Ihr Programm ist gut tanzbar und macht Spaß. Und normalerweise sind sie auch eine großartige Liveband.

Rock over Wollkofen

Letzte Woche am Samstag waren endlich wieder gute Bands in Adlkofen zu hören. Im beschaulichen Wollkofen wurde ein unauffälliges Einfamilienhaus zum Konzertplatz. 4 Bands aus der Region gaben sich keine Blöße und sorgten für 4 Stunden besten Liverock.  Für den geringen Eintritt von 10€ gab es neben Musik auch noch Fassbier und Gulaschsuppe.


Rock over Wollkofen im letzten Jahr

Die erste Band war “Vorlaut” – eine Mischung aus Punk und Rock mit deutschen Texten. Über den Schlagzeuger (so called Dres) kam ich erst zu dem Konzert. So ziemlich jeder, der gelegentlich ein Konzert in Landshut besucht, wird den guten Mann, mit dem nicht ganz unauffälligen Aussehen, schon einmal getroffen haben.

“Vorlaut” gibt es erst seit 6 Monaten, und so leid es mir tut, das merkte man auch. Es braucht wohl noch ein bisschen Zeit, bis sie richtig eingespielt sind. Auch war bei den ersten Liedern der Gesang viel zu leise und undeutlich. Das besserte sich im Verlauf des Auftritts, der mit einer sehr guten Nummer endete und Interesse auf mehr weckte.

Danach kamen die Peace Dealing Teenagers, die spielten etwas, das ich als schnellen Punkrock einordnen würde, sie selbst aber nur “Fuck´n Roll” nennen. Gute Lieder und am Ende auch noch ein paar mit genialen Mitgröhlfaktor – “Durstige Männer” und “Alcohol is the devil”. Einen Kritikpunkt habe ich trotzdem: Jungs, repariert eure Homepage – ich will mir die Lieder anhören können.

Die 3. Band im Bunde war “Phil & The GoGoGirls from Hell” mit ehrlichen Rock. Unglaublich, was die 4 für einen Sound machten, obwohl sie nur 1 Gitarre dabei hatten. Die Jungs haben auch schon in der alten Kaserne tolle Auftritte abgeliefert und zeigten in Wollkofen, dass sie auch noch in der Garage spielen können. Ein spezieller Dank an die Jungs, denn auf der Website  kann man ihre Lieder im Vergleich zu den anderen auch anhören und das macht richtig Laune.

“Headliner” war dann die Band Grape mit richtig schnellem Punk – wie es sich gehört, wenn man Ramones als Vorbild angibt. Am besten ihr hört euch die Jungs selbst mal an, zuerst auf ihrer Myspace-Seite, aber noch besser Live. Erwähnenswert ist sicher noch, dass ihr Auftritt mit einem Fangesang für den TSV Kirchberg geendet hat. Das geht natürlich gar nicht, zum Glück besiegten unsere Jungs die Kirchberger am folgenden Tag mit 6:1 und stellten so die Verhältnisse wieder klar.