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Triathlon – mein Ziel für diesen Sommer

Wer öfter meinen Blog liest, weiß, dass ich gerne laufe und in Fahrräder vernarrt bin. Und als ich dann im Fernsehen die Triathlon WM sah, wusste ich: Das muss ich ausprobieren. Weil ich kein Fan von extremen Langstrecken bin, habe ich die olympische Distanz als Ziel auserkoren: 1,5 km Schwimmen, 40 km Fahrradfahren und 10 km Laufen.


Geniales Triathlonbild (quelle)

Die Laufstrecke stellt überhaupt kein Problem dar und auch 40 km auf dem Rennrad traue ich mir in einer guten Zeit zu. Einzig beim Schwimmen werde ich deutlich Zeit verlieren. Fehlender Kraulfähigkeit über eine so lange Strecke sei Dank.

Um meinen Entschluss zu bekräftigen, wollte ich mich auch gleich bei einem Wettbewerb anmelden. Die erste Ernüchterung erfolgte zugleich – in Landshut gibt es keinen Triathlon! Bei einigen anderen wird nur eine Volksdistanz angeboten und in wieder anderen wird in einem Becken geschwommen.

Dann fand ich den Triathlon in Erding und war sofort hin und weg – also gleich anmelden. 55€ Startgebühr?! Entgeistert schrieb ich mit einem Veranstalter, der mir leider versicherte, dies sei kein Tippfehler.

Außerdem wurde ich darauf hingewiesen, dass ein Sportverein,, in dem man Mitglied ist, häufig als Sponsor einspringt. Da bei meinem Fußballverein die Chancen auf eine solche Triathlonpatenschaft gering sind, ist meine Teilnahme vorerst noch  fraglich. Leider.

Warum Messi?

Gestern wurde der Ausnahmefußballer Lionel Messi zum 2. Mal in Folge als Weltfußballer des Jahres ausgezeichnet. Doch diese Ehrung hätte nicht sein müssen, so blass, wie Messi dieses Jahr blieb, hat er die Auszeichnung auf keinen Fall verdient. Er ist sicher ein genialer Fußballer, doch er war bei Weitem nicht der Beste 2010.


Der beste Spieler des Jahres 2010, wenn es nach mir geht – Andrés Iniesta

Seine Abhängigkeit von den genialen Spielmachern Iniesta und Xavi (Plätze 2 und 3) bei Barca konnte man eindrucksvoll während der WM sehen. Die beiden Spanier wurden Weltmeister und waren daran maßgeblich beteiligt; Argentinien schied – peinlich schwach – gegen Deutschland mit 0:4 aus und Messi blieb das ganze Turnier torlos.

Doch es sind nunmal die genialen Dribbler, denen jedes Jahr die Ehre als die Besten der Besten zu Teil wurde. So war Fabio Canavaro (2006), der einzige Defensievspieler, der in den letzten 19 Jahre zum Weltfußballer ernannt wurde. Dieses Jahr aber wurden zwei so fantastische Spieler wie Iniesta und Xavi auf die Plätze verwießen, dass sich selbst die Experten die Haare raufen.

Sogar mir als mittelmäßiger Beobachter wurde klar, dass Messi nicht ohne die zwei Spielmacher glänzen kann und seine Extraklasse diesen genialen Ballverteilern und Arbeitstieren verdankt. Es ist nicht nur blamabel für die FIFA (die den Titel ausstellt), auch schien der Trainer von Barca (der den Pokal übereichte) und Messi peinlich berührt.

Schade ist nur, dass die Leistung für die Mannschaften (Spanien und Barcelona) in denen Xavi und Iniesta spielen nicht anerkannt wurden und nur die vermeintliche Show zählt. Aber es wird ja auch eine Winter-WM in Quatar geben…

Felt Brougham – im Test

Nach Monaten des “Hin und her” habe ich mir vor einiger Zeit endlich ein fixed gear Fahrrad gekauft: Ein Felt Brougham mit folgenden technischen Daten:

- Stahlrahmen mit 56cm Rahmenhöhe                                    – Übersetzung: 47 – 17
- Bremsen: Tektro                                                                             – Nabe: FELT TkR-4
- Reifen: Vittoria Zaffiro Foldable 700c x 23c                          – Preis: 500€

Das Rad wird leider mit Plattformpedalen ausgeliefert, bei dieser Übersetzung ist Skidden aber ohne Klickpedale oder Körbechen beinahe unmöglich. Man muss einfach am Pedal, das vorne steht, gleichzeitig ziehen können, während man das hintere Pedal nach unten drückt. Mit den Plattformpedalen habe ich mich ewig abgemüht, während es mittlerweile auch bei höheren Geschwindigkeiten funktioniert.


Einer meiner ersten Skid-Versuche mit Körbchen an den Pedalen

Ansonsten bin ich mit dem Felt sehr zufrieden. Auch die Qualität ist für den Preis in Ordnung und weist bis jetzt keine Mängel auf. Zwar sind die weißen Teile wie Lenkergriffe und Sattel (zu Beginn auch die Pedale) ein wenig anfällig, es ist aber nicht so schlimm wie befürchtet. Weitaus schwerer wiegen die lackierten Bremsflanken, welche trotz des geringen Gebrauchs der Bremsen schon jetzt schon Verschleißerscheinungen zeigen.

Nachdem ich das Hinterrad insgesamt 3 mal geflickt habe, besitze ich jetzt auch zwei Ersatzschläuche :) Gute Schläuche von “Schwalbe” kosten nur 5-6€ und jeder, der mit dem Rad länger unterwegs ist, sollte mindestens einen solchen und eine Luftpumpe dabei haben. Durch das viele Skidden sieht man dem Profil des Hinterrad jetzt aber schon einige Blessuren an – es war wohl nicht der beste Reifen.

Bevor ich mir das Rad gekauft habe, war ich mir nicht sicher, ob mir ein Gang bei den vielen Bergen in der Umgebung ausreicht und welcher der richtige ist. Eine Übersetzung von ca. 2,75 scheint mir jetzt aber optimal, weil man sowohl lange Anstiege meistern kann, als auch schnell fahren.

Viele Fixie-Fahrer erzählen von dem ständigen Drang, etwas an ihrem Fahrrad verbessern zu wollen. Das konnte ich mir zuerst gar nicht vorstellen, weil es ja eigentlich so wenige Teile an diesen Rädern gibt. Mittlerweile muss ich gestehen, dass ich mit dem Gedanken spiele einen neuen sogenannten Bullhorn-Lenker zu kaufen. Noch weiter oben auch meiner Wunschliste stehen aber Klickpedale mit Rennradschuhen. Diese könnte ich dann auch für mein Colnago Rennrad verwenden.

Alberto Contador ist die Unsportlichkeit in Person

Bereits in meinem letzten Post habe ich klar Stellung für Andy Schleck übernommen, weil er mir viel sympathischer als Alberto Contador ist. Wer das Rennen heute gesehen hat weiß warum. Als Andy Schleck aus dem Hauptfeld ausreisen wollte fiel im die Kette vom Ritzel und er musste anhalten. In der Tourgeschichte war es immer üblich, dass bei technischen Defekt oder Sturz eines Favoriten die anderen Bewerber ums gelbe Trikot gewartet haben. Alberto Contador hingegen nutzte seine Chance und startete einen Angriff.

Am Ende der Etappe hatte er Andy Schleck genug Zeit abgenommen um ins Gelbe Trikot schlüpfen zu können. Eine Unsportlichkeit die seine Schwäche offen liegt.

In Facebook gibt es jetzt die Gruppe Alberto Contador is unsportsmanlike und das stimmt – es war eine wahrlich unsportliche Aktion des Spaniers.


Dieser Mann soll die Tour nicht gewinnen!

Tour de France – ein Zwischenstand

Dieses Jahr müssen die Fahrer der 22 Teams unglaubliche 3642 Kilometer in 20 Etappen zurücklegen. Dazwischen sind nur 2 Ruhetage und das, obwohl es 6 extrem harte Bergetappen, 1 Einzelzeitfahren und einige schwierige Kopfsteinpflasterpassagen gibt. So viel zur diesjährigen Streckenwahl.

Wie erwartet hat Fabian Cancellara einmal mehr den Prolog gewonnen und in den flachen Etappen das gelbe Trikot verteidigt. Danach hatte es der Sylvain Chavanel, welcher es Cancellara schon einmal entreißen konnte. Dieser wurde vom Mitfavoriten Cadel Evans abgelöst, welcher wiederum das “Maillot Jaune” schon nach einem Tag an Andy Schleck abgeben musste.


Mein Favorit Andy Schleck in seiner schwächsten Disziplin – dem Einzelzeitfahren

Nach Amstrong ist nun also mit Evans ein zweiter Favorit aus dem Rennen. Der Sieg bei der Tour 2010 wird wohl wie von Frank Schleck (musste nach einem Sturz aufgeben) prognostiziert zwischen seinem Bruder Andy und  Albertor Contador entschieden. Die deutsche Hoffnung Tony Martin ist nach einem starken 2. Platz bei Prolog leider auch sehr weit zurückgefallen. Vielleicht kann er aber beim Einzelzeitfahren noch um einen Etappensieg mitkämpfen.

Entschieden wird die 3 wöchige Rundfahrt wohl in den Pyrenäen – dort müsste Andy Schleck noch mindestens eine Minute gut machen. Sonst verspielt er den Toursieg – wie letztes Jahr – im Einzelzeitfahren gegen den stärkeren Contador.

Mir persönlich ist der Luxemburger viel sympatischer als der Spanier und das liegt keinesfalls an den fußballerischen Fähigkeiten der Iberer. Es ist nur so, dass Andy Schleck einer der weniger Radsportler ist, dem man es abkauft, diese Strapazen ohne Dopingmittel zu bewältigen. Auch wenn ich es mir nicht vorstellen kann, wie ein Mensch über 3600 bergige Kilometer in einem “Schnitt” fernab der 40kmh Marke schaffen kann.