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Die langweiligste WM seit der Ball rund ist

Diese WM ist schon traurig. Deutschland spielt mit nur einem Stürmer gegen Ghana, es gibt fast kein Team ohne zwei “6er” und Italien, Griechenland, Frankreich und England sehen aus wie eine Rentnerauswahl. Sicher kann man in dieser Weltmeisterschaft auch auf die Schiedsrichter schimpfen, weil sie es schaffen, mit ihrem kleinlichen Pfeifen auch  Topspielen jegliches Leben zu nehmen. Einzig der Landshuter Schiri “Stark” und der Engländer “Webb” zeigten bis jetzt gute Leistungen als Referees.

Ironisch an der WM ist der Streit um die Vuvuzelas. Angeblich sind 70% der Deutschen für ein Verbot der nervtötenden Blasinstrumente – beim Public Viewing aber sind sie extrem verbreitet. Für mich gehören sie zu dieser WM einfach dazu und wenn man sie aus den Stadien fern hält, dann grenzt man auch einen Teil der südafrikanischen Begeisterung aus.


Ein Bild wie 2006 nur mit Vuvuzelas

Doch die WM nimmt schön langsam doch Fahrt auf. Mit dem Beginn der K.O.-Runde haben auch fast alle Teams einen deutlichen Gang zugelegt (Ausnahme Paraguay – Japan). Es kann am Sieg über unsere Erzrivalen aus England liegen oder in freudiger Erwartung auf die Argentinier – in Deutschland kommt sogar eine Art Sommermärchen-Revival auf! Die junge deutsche Auswahl begeistert nicht nur mit den angeblich deutschen Tugenden wie Disziplin, Kampfgeist und Fitness, sondern auch mit modernem Tempofußball.

Dieser füllt im ganzen Land Hallen, Stadien und Gasthäuser mit Fans in Deutschlandtrikots. Wer jetzt noch ein günstiges Trikot – egal welcher Mannschaft – braucht, bekommt es auf Trikot-Shop24.

Soweit mein Rundumschlag zur WM. Ein Fazit bekommt ihr, nachdem Deutschland Weltmeister ist. Und das werden wir, wenn unsere Manschaft immer so spielt wie gegen Argentinien.

FC St. Pauli ist zurück in der 1. Liga

Gestern haben sie es geschafft – nachdem sich der Hamburger Traditionsclub erst 2007 in die 2. Bundesliga zurückgekämpft hat, sind sie nun wieder im Oberhaus des deutschen Fußball. Unter Trainer Holger Stanislawski perfektionierte die Manschaft und der Kapitän Fabio Morena den Konterfußball. Doch die Tatsache, dass die Paulianer in dieser Saison die meisten Tore geschossen haben, beweist, wie gut die Offensive der Hamburger ist.


Noch Fragen?

Auch wenn ich mich freue, mein Lieblingsteam im nächsten Jahr in der Bundesliga zu sehen, so sehe ich auch einige Entwicklungen des FC St. Pauli kritisch. Im Millerntor-Stadion gibt es zwar nach dem Umbau auch weiterhin mehr Steh- als Sitzplätze, seit Neustem gibt es aber auch eine VIP-Lounge und Business-Plätze. Durch diese “Bonzen-Plätze” wird mit Sicherheit ein Teil der einmaligen Stimmung verloren gehen.

Trotz der neuen Richtung von Corny Littmann, gibt es auch einige Dinge, die er nicht wagt anzutasten. So heißt das Stadion auch in Zukunft nicht “Firmenname-Millerntor-Stadion”, die letzten 7 Minuten vor dem Spiel bleiben auch weiterhin den Fangesängen vorbehalten und auch der Spielstand wird nicht von einem Konzern präsentiert.

Alles in Allem kann man also gespannt sein auf die Zukunft des Kiez-Clubs! Ich werde mir in der nächsten Saison ein Spiel live anschauen – und euch berichten.

Mein Rennrad wird ein Fixie

Vor der Entscheidung, ein altes Rennrad zum “Fixed gear” umzurüsten, habe ich lange überlegt. Eigentlich wollte ich mir ein Komplettrad kaufen und stieß so auf der Suche nach einem günstigen Fahrrad zwangsläufig auf  “Create Bikes”. Kurz bevor ich mir einfach ein solches gekauft habe, fuhr ich dann doch in den nächsten Laden, der diese Räder verkauft – Geheimrad in München.

Der Verkäufer war wirklich nett und ließ mich auch einige Fixies ausprobieren. Von “Create Bikes” riet er mir aber ab, stattdessen empfahl er mir ein tolles “Einstiegsrad” für 700€. Also habe ich noch einmal das Internet abgegrast und bin auf das Fahrradkurier-Forum gestoßen. Nach viel hin und her habe ich mich jetzt durchgerungen, ein altes Dancelli zu “fixen”.


Mein Dancelli – hoffentlich bald ein Fixie

In dem Forum ist auch der Besitzer von Befixed.de angemeldet. Dieser zeigt sich sehr hilfsbereit und unterstützt mich ein wenig bei der Auswahl der richtigen Teile. Zusätzlich kann man sich dank Fotos im Fahrradkurier-Forum beim Umbau von Experten helfen lassen. Auch wenn es – wie überall – unfreundliche User gibt, ist der Großteil auch Anfängern gegenüber sehr duldsam.

Für mein Projekt brauche ich neben dem kompletten Dancelli-Rad auch ein hinteres Laufrad, ein Ritzel und Spacer (weil die Aufhängung von Rennrädern breiter ist als eine Bahnnabe). Evtl. brauche ich noch eine neue Kette und muss das Kettenblatt und das Innenlager austauschen. Wenn ich mit dem Ergebnis zufrieden bin, kaufe ich noch eine kurze, gerade Lenkstange. Dann bräuchte ich natürlich noch Gruffe und einen neuen Bremshebel.

Das hintere Laufrad werde ich bereits eingespeicht kaufen. Wie gut der Umbau funktioniert, werde ich aus der Sicht eines Laien beschreiben.

Das Ende der Stadionstimmung

Durch ihre Niederlage im Kellerduell gegen den FC Nürnberg ist die Hertha Berlin sportlich am Ende. So traurig es ist, der Hauptstadtclub ist so gut wie abgestiegen. Viel schlimmer für den deutschen Fußball waren aber die Krawalle, die auf das Spiel folgten. Dabei stürmten etwa 150 gewaltbereite Hooligans das Berliner Spielfeld. Darauf folgte ein Sturm der Kritik von allen Seiten.

Ausgerechnet die Polizei, welche erst nach acht Minuten einschritt, beanstandet jetzt ganz allgemein die deutsche Stadienpolitik. Da werden Geisterspiele, genauso wie ein Verbot von Stehplätze als möglicher Lösungsweg ausgerufen. Der Idee  von Geisterspielen wird schon länger nachgegangen, letztere ist aber neu. Eine gefährliche Idee der Gesetzeshüter, welche ich erläutern will.

Während diese sogenannten Gefahrenplätze in der Championleague und in Länderspielen längst verboten sind, gibt es eine solche Regelung im Ligabetrieb noch nicht. Das führt zu einer tollen Stimmung in deutschen Stadien. Dieses Umfeld beim Fußball ist für Fans bis nach England so anziehend, dass sie den weiten Weg nicht scheuen.

Schön hat mein Fußballtrainer den Grund für den Unterschied zwischen der Allianz-Arena und dem Millerntor Stadion erklärt. So sagte er: Der klassische Bayern-Fan ist ein Familienvater, der mit seinem Sohn ins Stadion geht und sich wie im Kino – still – hineinsetzt. Fußball ist aber nicht wie Kino. Fußball heißt auch, im sonst so emotionslosen Deutschland Gefühl pur, und stehend geht es nun mal besser, Stimmung zu machen.

Deswegen will ich den Verantwortlichen dringend empfehlen, solchen Schritten Einhalt zu gebieten.

Das Segelboot – Schärenkreuzer

Das Adjektiv “elegant” wird heute sehr leichtfertig verwendet. In Verbindung mit nahezu jedem Apple-Produkt zum Beispiel. Wenn man allerdings einen Schärenkreuzer über die spiegelglatte Wasseroberfläche gleiten gesehen hat, dann setzt man – ganz selbstverständlich – die Maßstäbe für diesen Zusatz deutlich höher. Selbst verständlich gibt es elegante Autos, Morde oder Möbel, aber ein knapp 100 Jahre altes Segelschiff hat einen ganz anderen Charme.


Da sind wohl keine Worte nötig?

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Boot an der schwedischen Ostseeküste entwickelt. Seit den 1920er Jahren besteht das aktuelle Design und wurde seitdem auch nicht mehr verändert. Es gibt neun verschiedenene Schärenkreuzerklassen, die sich nach der Segelfläche richten, die bekanntesten dürften 30er und 40er sein. Zwar gibt es mittlerweile auch Schärenkreuzer aus GFK, den besonderen Mythos haben aber eigentlich nur die Holzboote.

Die Holzvariante gibt es eigentlich nur aus der Vorkriegszeit, und so werden die Schiffe von etlichen Liebhabern mühevoll über Wasser gehalten. Diese Instandsetzung ist in einem solchen Maß aufwendig, dass Preise von 100000€ und mehr für ein gut restauriertes Boot bezahlt werden.

Doch was macht dieses Schiff so besonders? – Diese Frage ist nahezu unmöglich zu beantworten, am besten gelingt es wohl mit einigen Beispielen. So wurde der Schärenkreuzer – radikal wie selten – nach dem Grundsatz “Länge läuft” gezeichnet. Auch die extrem flache Wasserlinie und das weit überstehende Heck tragen zu einem sportlich eleganten Erscheinen bei. Hinzu kommt, dass Segelschiffe schon immer in Verbindung mit Anmut gebracht werden. Sei es nun wegen der lautlosen Fortbewegung oder weil es früher ein reiner Reichensport war.

Warum diese tollen Schiffe nicht in der Versenkung verschwinden dürfen, lässt sich am einfachsten in Bildern zeigen.