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Sprachsteuerung ist sinnlos

Larry Page nennt  es einen großen Schritt, für Apple ist es (wie eigentlich jede ihrer Erweiterungen) “the next big thing” und für mich ist das Sprachsteurungsprogramm Siri des iOS einfach überflüssig!

Es kann durchaus sein, dass die Kalifornier in dieser Technologie viele Verbesserungen geschaffen haben – das Problem bleibt: Niemand braucht eine Sprachsteuerung für Smartphones. Gehen wir ein Szenario ab, hauptsächlich werden Smartphones unterwegs benutzt – also in der Öffentlichkeit. Da stellt sich mir die Frage: Wer fragt sein Handy im Bus, wie morgen das Wetter werde? Hoffentlich nicht viele!

Man bedenke wie sehr uns laut telefonierende Café-Gäste nerven, nicht auszudenken, welche Belastung dies für unsere – nach Entspannung schreienden – Nerven darstellen würde. Ich sehe schon die Schlagzeile – “Erstmals mehr Burn-Out- als Kopfwehfälle!”.


So sieht Siri auf dem Iphone aus – Quelle

Nun wird in Zeiten des allgegenwärtigen W-lans auch das Benutzen der fast Tablet-großen Smarthpones in den eigenen vier Wänden immer beliebter. Dort kann man dann gänzlich ungestört mit dem Handy reden! Aber sind wir mal ehrlich, steht uns dabei neben dem Dialekt nicht vor allem das schlechte Gewissen im Weg?

Schade, dass Apple, die sonst immer für eine Innovation gut sind, diesen Weg eingeschlagen haben. Eine extrem leistungsfähigere Batterie, ein noch schnelleres OS oder ein Highlight wie Samsungs neue Kommunikationstechnologie würde mehr Menschen an die Verkaufstische locken – so bleibt das neue Iphone 4 ass.

Facebook verbessert unsere Kommunikation

In meinem Bekanntenkreis gibt es viele verschiedene Arten, mit dem Internet umzugehen – mein Vater nutzt es beruflich und um ebay nach Segelutensilien zu durchforsten. Meine Mutter hat es zu einem Hobby gemacht, Hotels zu vergleichen und den billigsten Flug zu finden. Noch am weitesten in der Materie ist mein Onkel, der mit seinem Iphone meist online ist und auch zum Beispiel Napster nutzt, doch um eins machen alle einen großen Bogen: Facebook.

Es ist erstaunlich, welche Ängste nur die Generation über uns mit diesem Social Network verbindet. Es ist ihnen vergleichbar suspekt, wie die explodierende Zahl an SMS. Außerdem geben viele die Befürchtung an, Angst vor einer totalen Öffentlichkeit des Privatlebens zu haben. Sie können es sich einfach nicht vorstellen, welchen Nutzen eine öffentlich – wenn auch nur innerhalb des Online-Freundeskreis – publizierte Nachricht bringen soll.

Am einfachsten scheint es, ihnen klar zu machen, dass nur ein sehr beschränkter Teil des Profils für jeden sichtbar ist. Der Großteil kann nur von “Freunden” eingesehen werden und dient ganz einfach als Schaukasten für die eigenen Interessen und Ideen – wir wollen uns darin darstellen! Vergleichbar ist dieses “Darstellen-wollen” zum Beispiel mit Kleidung in einem bestimmten Stil – das dürfte auch anderen Generationen ein Begriff sein.

Wir wissen selbstverständlich auch, dass man mit Google und weniger legalen Mitteln relativ leicht an diese Daten kommt, doch unserer Generation ist die Angst davor genommen worden. Wir müssen nicht geheim halten, dass uns ein bestimmtes Lied gefällt, politische Entscheidungen ärgern oder dass wir mit “Max Mustermann” befreundet sind.

Doch zurück zu den vorhin erwähnten Statusmeldungen. Diese ermöglichen uns, auf einen Schlag mit allen Freunden Kontakt aufzunehmen, wir können unsere Abendplanung, genauso wie Musik- und Leseempfehlungen publizieren. Gleichzeitig bekommen wir gezielt von Menschen, die wir mögen, Empfehlungen und Informationen. Dabei ist natürlich auch Nonsense vorhanden, doch die Chance, dass ein Freund ein Lied postet, das mir gefällt, ist weitaus höher, als wenn ich auf neutrale Plattformen zurückgreife.


Der Begriff “privat” wird neu definiert Quelle

Der Chat ist der neue persönliche Weg zur direkten Kommunikation. Bei den unter 30 Jährigen hat er die E-mail schon gänzlich in der privaten Konversation ersetzt. Das Internet Relikt wird nur noch in förmlichen Fällen oder in Notfällen verwendet. Heute eine E-Mail an einen Freund zu schicken ist so, wie wenn man vor 30 Jahren jemanden einen Brief schickte anstatt anzurufen – viel zu langsam! Telefonieren ist ein gutes Stichwort: “Ihr schreibt nur noch in Facebook und telefoniert gar nicht mehr!” Ist ein häufiger Vorwurf unserer Elterngeneration. Dabei beherrscht sie auch die Angst vor ständiger Kommunikation und Erreichbarkeit. Das Gegenteil ist aber der Fall, während ich bei Anrufen ständig erreichbar bin, kann ich Mails erst einmal Mails sein lassen und muss erst später antworten.

Kulturpessimisten sehen dann wahrscheinlich einen Verfall der Sprache, doch seien wir uns ehrlich, so viel wie heute wurde noch nie geschrieben und frei sprechen kann meine Generation besser als jede zuvor – so die Lehrer und Professoren. Nun verändert Facebook also unsere Kommunikation so grundlegend, wie es schon das Telefon getan hat. Anstatt, wie oft geschimpft, wird sie besser und nicht schlechter! Mit Facebook rückt die Welt ein bisschen näher zusammen und das tut uns allen gut!

Evernote – das digitale Archiv

Mit steigendem Lebensalter wächst er kontinuierlich, beim Berufs-/Studiumsstart gar rasant – doch egal wann, wenn man kurz nicht aufpasst, verliert man sich in ihm. Gemeint ist der Papierwulst, den jeder mit sich schleppt. Nun leben wir mittlerweile in einer digitalisierten Welt, doch während beinahe alle Lebensteile von diesem Wandel betroffen sind, bleibt die private Bürokratie von dem Datenhighway abgeschnitten.

Nach langem Suchen meine ich jetzt eine passende Lösung für mich gefunden zu haben – Evernote. Es ist eine Gesamtlösung vom Bookmarken entdeckter Websites, Speichern von Notizen bis zum Verwalten von Bildern und Dateien. Weil es die Daten online speichert, kann man von jedem PC und den allermeisten Smartphones aus darauf zugreifen.


In Zukunft alles in Evernote? Quelle

In meinem Fall habe ich das App auf meinem Android Handy und das Programm auf dem Netbook und meinem Desktop-PC mit Firefox AddOn zum bookmarken. Leider habe ich keinen Scanner zuhause um z.B. Kassenzettel (für Garantieansprüche) zu digitalisieren, doch auch dafür hat der Android Market eine Lösung: Cam Scanner. Mit spezieller Software schafft das Gratis-App Dokumente mit der Qualität eines günstigen Scanners zu digitalisieren.

Momentan bin ich dabei, wichtige Zettel, Briefe usw. zu digitalisieren und auf Evernote zu speichern. So hat man sie nicht nur immer zur Hand, sondern auch ein Backup. Besonders die Möglichkeit, alle Inhalte mit Schlagwörtern zu kennzeichnen und zu durchsuchen (Schrifterkennung funktioniert nur bei der Premium-Version richtig) zeichnet Evernote aus.

Trotz allem ist ein Onlinespeicher bei intimen Dokumenten mit Vorsicht zu genießen, doch auch bei jenen wichtigen Verträgen und Rechnungen ist ein digitales Backup empfehlenswert. Dafür reicht ein 5€ USB-Stick und ein Freeware Verschlüsslungsprogramm.

So funktioniert ein Touchscreen

Fast jedes heute verkaufte Handy hat einen Touchscreen – doch niemand weiß wie dieser funktioniert. Die Sendung mit der Maus ändert das! Ein geniales Video, dass sogar ich verstehe. Nichts für Technikfreaks, aber für alle die den Alltag etwas besser verstehen wollen.

Eindrücke von der IAA 2011

2011- Ein Jahr, das jeden Geschmack befriedigte. Die IAA hat nicht nur einen neuen Autorekord gebrochen, auch die Anzahl der Besucher ist auf über 900.000 gestiegen. Das Messemotto “Zukunft serienmäßig” wurde gut getroffen. Jeder Hersteller hatte viele Neuheiten im Gepäck, so z.B. BMW: Mit den beiden Wagen der Submarke “BMW i”, i8 ein  Auto, das mit sehr vielen neuen Technikfeatures begeistert – K.I.T.T. lässt grüßen. Der Forschungswagen von Mercedes kann sprechen und versteht durch eine weiterentwickelte Sprachsteuerung so gut wie jeden Befehl. “Ich will spritzige Musik”, kein Problem, nach nicht mal einer Sekunde erklingt der Partysong “Party Rock Anthem”. Auch  ein Touchscreennavi darf nicht fehlen!

Nicht nur Mercedes sieht die Zukunft in Touchscreen und Sprachsteuerung, auch andere haben die Idee, die Technik wie im F125 serienmäßig in ihre Wagen einzubauen. Wann das sein wird, ist noch nicht klar. Wer diese Gimmicks haben will, kann sie jedoch bei den  Herstellern (z.B. Ford oder VW) schon finden. Diese Systeme sind aber noch nicht ganz ausgereift wie beim Forschungswagen der Stuttgarter. Neben dem Mercedes F125 waren auch Supersportwagen wie der SLS Roadster zu sehen. Nach 7 Jahren wurde der Wagen auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Neben der veränderten Form bekam er das neue Gesicht der Mercedes Modelle verpasst. Auch der Innenraum wurde neu gestaltet und der Verbrauch wurde um 23% gesenkt. Gleich 2 Reihen daneben standen die komplett veränderte A- und B-Klasse.

Ein weiteres Messehighlight war der Konzeptbus Tubik von Citroën. Der Tubik ist ein 9-Sitzer, der auf der einen Seite eine Art Rastergitter als Fenster hat und auf der anderen ein Fenster, welches der Außenfarbe angepasst ist. Ob dieses Konzept aber jemals in Serie geht ist fraglich.

Golf, Käfer, Polo…heißen die durchaus erfolgreichen Autos von VW. Mit dem VW Up will Volkswagen jetzt ein weiteres Auto der Kategorie Kleinwagen auf den Markt bringen. Ob man den Up in eine Reihe mit diesen Klassikern stellen darf? – Durchaus. Nach den gescheiterten Versuchen namens Fox und Lupo wieder ein echter Volkswagen – der Startpreis liegt bei gut 9400 Euro. Für etwas mehr Geld ist der maskuliner gewordene VW Beetle zu haben. Dieser ist sparsam, aber sehr sportlich geschnitten.

Doch für die meisten Männer war die Halle von Fiat am interessantesten. Nach den erfolgreichen Nachfolger des Ferrari 430, dem 458 Italia,  brachte der Konzern aus Maranello den 458 Italia Spider mit auf die IAA. Auch der Viersitzer FF ließ wahrscheinlich jedes Männerherz höher schlagen. Nach Angaben von Ferrari wurde der erste Allrader schon 1200 Mal verkauft und ist wie der Lamborghini Aventador für die nächsten 2 Jahre ausverkauft. Bestellungen werden trotzdem aufgenommen. Neben dem Aventador und dem 458 Italia wurde eine neue Version des Gallardo vorgestellt. Dieser in rot gehaltene Lamborghini wurden von vielen Besuchern mit dem Mercedes AMG c Black Series verglichen. Der – im Gegensatz zu Lamborghini – sparsam aufgemotzte Wagen von Mercedes AMG, wäre wahrscheinlich 900.000 mal innerhalb der 2 Wochen mitgenommen worden.


Schnappschuss des Ferrari 458 Italia Spider

Aber nicht nur in der Kategorie Sportwagen und Busse hat sich einiges getan. So wurden z.B. mehrere Stadtautos gezeigt, wie die Audi City Cars oder der Einsitzer VW Nils. Dass diese in Serie gehen, ist aber sehr unwahrscheinlich.
Ein Geheimtipp aus der Presse war der Mia. Mia ist ein 3-stitziger Elektrobus. Der in Frankreich gebaute Bus soll sich schnell aufladen und große Strecken zurücklegen. Der Wagen ist zwar eigentlich sehr unspektakulär, aber trotzdem guckt fast jeder Passant ihm hinterher.

Im Schatten des Messeturms wurde auch der neue, durchaus elegante 911 in seiner 7. Generation gezeigt. Zwar hat dieser mit dem von Ferdinand Porsche entworfenen 911 nicht mehr viel gemeinsam außer dem Namen. Trotzdem ist der firmeninterne 991 genannte Supersporler ein Wagen für sich. Der um 10 cm gewachsene Porsche ist nun auch mit Hybrid verfügbar, eine weitere Neuerung ist der an den Cayenne und Panamera angepasste Innenraum. Auch sind nun mehr Pferdestärken im Motor zu finden. Der schon sehr schnittige 997 wurde noch einmal aerodynamischer gemacht um die 300km/h Marke zu knacken. Gleich neben dem 991 stand das Highlight von Porsche, der 918. Ein Cabrio, das auf 918 Stück reduziert ist, und fast 800.000 € kostet. Dieser verbraucht durch einen Plug-in-Hybrid nur 3Liter auf 100 Kilometer.

Wer weniger Geld ausgeben will, aber trotzdem ein exklusiveres und schnelleres Auto haben will, sollte sich beeilen. Der kroatische Remac 0ne Concept ist auf 33 Stück reduziert und soll gut 300.000 Euro kosten. Der Elektrosportler kann gut 600 Kilometer 350km/h fahren. Er hat ca.1088 Ps und eine neuartige Batterie. Für den Spurt auf 100km/h braucht er nicht einmal 2.8 Sekunden. Rekordverdächtig.
Auch amerikanische Hersteller haben einige attraktive Wagen mit nach Frankfurt gebracht. Allen voran der Evos Concept von Ford mit 4 Flügeltüren, Nachfolger (laut Ford, jedoch unwahrscheinlich, dass er wie das Konzept auf den Markt kommt) des Capri, ist eine sehr elegante, pfiffige Fließhecklimousine.  Auch Ford setzt auf den die Plug-in-Hybridtechnik.

Der wahrscheinlich sportlichste Wagen von Chevrolet soll innerhalb der nächsten 2 Jahre auf den Markt kommen, sein Name Camaro / Camaro Cabrio. Er ist der wohl schnittigste und muskulöseste Camaro überhaupt. Vorbild war das Modell aus den 60er Jahren. Europäer können sich freuen, Chevrolet bestätigte, dass das Camaro Cabrio und Coupe auf den europäischen Markt kommen werden. Die Europapremiere ließ lang auf sich warten, doch als Entschädigung ist der stärkere Motor mit 432ps geplant. Der Startpreis für das Coupe liegt bei 39.000 €, das Cabrio wird wahrscheinlich 4.000 € mehr kosten. Beide Preise sind für Austattung und PS-Anzahl im Hinblick auf vergleichbare Fahrzeuge sehr billig.

Wenn man die Messe besuchte, konnte man feststlelen, dass sich die Automobilindustrie gut geschlagen hat. Dieses Jahr wurde vermehrt auf Luxusfahrzeuge und spritsparsame Autos gesetzt wurde. Ein weiteres großes Thema waren Kleinwagen. Fiat Panda, Suzuki Swift und Toyota Yaris – viele Hersteller haben ihren Kleinwagen ein Facelift gegönnt und sie mit neuen Techniken bestückt.
Für viele Jugendliche war der neue Range Rover Evoque ein Glanzpunkt. Das SUV-Coupe soll laut Land Rover der sparsamste, schnellste und wendigste Range Rover aller Zeit werden. Mit dem 3- und 5-Türer will Land Rover eigentlich die junge Kundschaft begeistern, das haben sie mit großen Erfolg geschafft und haben nicht nur die junge Kundschaft angesprochen, sondern auch alle Altersklassen bis zu den Senioren begeistert. Der Evoque soll als 3-Türer einen Startpreis von 30.000 € haben, der Startpreis für den 5-Türer wird wahrscheinlich um die 3.000 € höher, aber beide haben das gleiche Platzangebot und die gleiche Kofferraumkapazitäten. Die einzigen Änderungen sind die 5 statt 3 Türen und beim 5-Türer ein höheres Dach. Alle Defenderfreunde müssen stark sein: Innerhalb der nächsten 3 Jahre wird der Defender vom Land Rover DC 100 abgelöst. Ob dieser jedoch auf der Basis der Studie aufgebaut ist, weiß man noch nicht.

Im Ganzen hat die Messe für jeden Autofreund etwas zu bieten, sogar die weiblichen Besucher begeistert. Größter Frauenschwarm waren der Peugeot RCZ und der Kia Rio. Laut einer Studie sind die beliebtesten Autos der Nissan Micra, Fiat 500 und auf Platz 3 der Renault twingo. Diese 3 Wagen sind auch die Autos, die fast ausschließlich von Frauen gekauft werden.
In zwei Jahren ist es dann wieder soweit, dass sich die Automobilindustrie wieder auf dem Messegelände in Frankfurt trifft und die Hersteller sich mit Neuheiten nur so übertreffen. Besonderheit für alle Besucher mit Führerschein sind wahrscheinlich die Probefahrten, bevor man die Wagen beim Verkäufer fahren kann. In und um Frankfurt kann man den Wagen dann wunderbar auf Herz und Nieren testen. Für alle, die gerade den Führerschein machen, aber den lästigen Papierbogen hassen, ein kleiner Tipp: Die DVR hat ein App für Android  und Apple IPhone erstellt, dieses Miniapp ist kostenlos und beinhaltet alle Fragen mit Bildern aus dem amtlichen Fragekatalog. Nächstes Jahr findet in Leipzig die AMI statt, die größte Automobilmesse der Welt, die IAA, öffnet nämlich erst wieder im September 2013 ihre Pforten.
Bis dahin bleibt für alle Audi-Fans und  Bücherwürmer die Buchmesse in Frankfurt in einigen Wochen. Da Audi einen rießigen Pavillion für 10- Millionen Euro gebaut hat, bleibt dieser auch für die Buchmesse mit allen Neuheiten erhalten.

Dieser Artikel stammt von einem Auto vernarrten Gastschreiberling – Florian Mader. Vielen Dank dafür.