Datenschutz bei sich selbst

17 12 2009

Mittlerweile dürfte allgemein anerkannt sein, dass die Ausrede “Ich hab ja nichts zu verbergen” nicht mehr gilt. Es ist nunmal bewiesen: Wer überwacht wird verhält sich anders als wenn er frei wäre. Dies verändert langfristig die Gesellschaft imd wandelt sie zu einer gleichen und leicht beeinflussbaren Bürgerschaft. Auch dem so wichtigen investigativen Journalismus wird dadurch ein imenser Schaden zugefügt. Wir können also festhalten – Datenschutz ist wichtig! Da kommt man dann nicht darum nachzudenken wie es bei einem selbst ist.

Selbst beeinflussen kann man hauptsächlich was man selbst über sich im ins Internet stellt. Daneben wäre es natürlich empfehlenswert sich nicht bei jeder Spamschleuder mit der Vorname.Nachname@anbieter.de adresse anzumelden.Bei mir selbst kommt natürlich noch der Blog dazu. Auf diese Datenschleuder will ich trotzdem nicht verzichten.

Der größte Punkt betrifft aber wieder alle – soziale Netwerke. Momentan preise ich meine Daten auf lokalisten und im ednetz an, in facebook und spin.de war ich auch schon. Es gehört heute zur Jugendkulutr via Communities zu kommunizieren. Das erstellen eines Profils ist genauso normal wie die selbst geschriebenen Informationen von anderen anzusehen. Ich muss das Prinzip wohl kaum erklären, weil es einfach die Norm ist sich damit auszukennen. Das ist durchaus ein Problem, weil man zum Beispiel ein Bild hineinstellt um nicht als hässlich verschrien zu werden und sich zu promovieren.

Überwachung durch Datenschutz aussperren!

Wie löst man das Problem mit diesen offen liegenden Daten? Die Gefahr von Pädophilen und anderen Sexualverbrechern müssen Betreiber in enger Zusammenarbeit mit der Polizei lösen. Das Hauptproblem bei den Daten sind Informationen und Bilder in einem öffentlichen Profil die der Arbeitgeber o.a. Autoritätspersonen nicht sehen sollen. Als einfache Faustregel sollte man beim Einrichten des Profils nichts ins Netz laden was man nicht auch seinem Chef zeigen könnte ohne als Alkoholiker zu gelten.



FDP hat Daten gekauft!

7 10 2009

Kurz vor der Wahl überschütteten die Liberalen die Bürger mit einer riesiegen Spamwelle. Jetzt kam heraus, wie die Partei – auf deren Fahnen der Datenschutz steht, zu diesen Daten gekommen ist – sie hat sie gekauft!
Daten zu kaufen geht – das wissen wir spätestens seit die Telekom zig-tausende Kundendaten verloren hat und diese dann im Netz zum verkauf angeboten wurden.
Wenn dies der Union passiert wäre, dann würde man sich nichts denken, die Konservativen haben ja schließlich bewiesen, dass sie Sicherheit vor Freiheit stellen, die FDP aber hat die Freiheit sogar im Namen! Es gibt sicher etliche Wähler, die gehofft haben, die FDP würde sich stärker gegen die, von der Union favorisierte Vorratsdatenspeicherung stämmen.
Datenschutz FDP, Liberale, Datenklau

Jetzt wird langsam klar, eine solche Opposition innerhalb der Regierung wird es nicht geben, und wenn die gute Frau Leutheusser-Schnarrenberger mal wieder zurück tritt – auch egal! Die FDP zeigt noch bevor sie “richtig” in der Regierung ist ihr wahres Gesicht: Sie ist Markt-Liberal und will mehr Freiheiten für die Wirtschaft und nicht für die Menschen!
Die wird neben der Atomenergie eine erste Bewährungsprobe für die neue Regierung.

Trotz all der Kritik, beim Thema erneuerbare Energien macht Schwarz-Gelb einen überaus guten Eindruck! Wenn die Atomkraftlaufzeiten nicht verlängert werden, dann haben beim Thema Energiepolitik einen Fortschritt unter Schwarz-Gelb:
- Dezentralisierung der Stromproduktion (Entmachtung der großen Anbieter)
- Investitionen in besseres Stromnetz (Stromtransport in den Süden)
- Ende des Monopols auf das Stromnetz von den großen Anbietern

Aber das alles ist ein anderes Thema – sobald das Thema Atomkraft aus den Medien ist, werden wird die Vorhaben der Regierung genauer sehen.



Auf ein Neues: Freiheit statt Angst!

12 09 2009

Auch die Internet-Bewegung hat es genutzt: Die Aufmerksamkeit auf Demos im Wahlkampf! Und das ist auch gut so, denn ihre Ziele sind Aufmerksamkeit wert.

Es werden wohl zwischen 15 000 und 25 000 Menschen gewesen sein, die am heutigen Samstag demonstriert haben. Die Bewegung setzt sich dafür ein, dass unsere Gesellschaft nicht noch mehr von Überwachung geprägt wird. Auch die Zensur im Internet ist genauso ein Thema wie es gilt, die Politik auf das neue grußelige Ding names Internet aufmerksam zu machen.

Auch die Grünen waren dabei

Im Vorfeld fand die taz heraus, dass der Weg – den der Demonstrationszug entlang wandert – nicht nur von Schaulustigen, sondern auch von 116 Überwachungskameras gesäumt sein wird. (Die mit Sicherheit aufgestellten mobilen Kameras der Polizei nicht mit gerechnet). Des Weiteren zeigt sich die taz sehr interessiert an der Demonstration und berichtet noch jetzt mit einem Live-Ticker von der Demo – genauso wie Spreeblick hier. Das war jetzt mal eine perfekte Einleitung für folgendes Video:

Hoffentlich konnte diese Demonstration die Politik ein bisschen hellhöriger für das Internet machen – wahrscheinlich aber nicht. Macht nichts, denn auch ein steter Tropfen höhlt den Stein, heißt: irgendwann gibt es keine Politiker mehr, die nicht wissen, was ein Webbrowser ist!

edit: Die Zeit hat einen sehr guten Artikel veröffentlicht, in dem es um die Vielfältigkeit bei der Demo geht. (Von JuLis bis zum Schwarzen Block und alle friedlich!). Die Polizei war das nicht!!!!

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=ZDEi5_cSWA0&hl=de&fs=1&]



Aufwachen – Wir werden überwacht

10 04 2009

“Wer nichts zu verbergen hat, braucht keine Angst vor Überwachung haben!” Das ist ein klassischer Satz von Wolfgang Schäuble und schön langsam müsste jeder wissen, dass das reiner Schwachsinn ist.
Hier zuerst ein kleines Video zum Widerstand gegen die Überwachung.

Ich war in den Faschingsferien in London und war geschockt! Es gibt KEINEN öffentlichen Platz auf dem es keine Kameras gibt und genau D A S will Herr Schäuble auch in Deutschland. Außerdem sollte man auch noch alle Arten von Kommunikationsmedien überwachen dürfen.
Das Problem ist das die Medien nicht darüber schreiben wollen, so geschehen bei den riesigen “Freiheit statt Angst” Demos, welche in den großen Massenmedien fast nicht auftauchten bzw. klein geredet wurden.
Ich fordere auch niemanden auf sein Handy gegen die Wand zu werfen und die Social-network (ednetz, lokalisten usw) Profile zu löschen, sondern viel mehr aufzubegehren sich zu informieren! Den nur wenn wir infomiert sind, wissen wir was der Staat macht und ob das mit unseren Vorstellungen vereinbar ist.

Einige Internetseiten die sich gegen die totale Überwachung einsetzen sind:
Vorratsdatenspeicherung
Netzpolitik
Das Wiki von AK Vorratsdatenspeicherung
Tagesschau
Aber auch alle großen und guten deutschen Zeitungen.

Ein recht passendes Lied “The State is watching you” von Bitch to the Bones findet ihr hier.



Eine träge Gesellschaft

21 10 2008

Heute möchte ich euch ein Video zeigen das ich vor kurzem gefunden habe. Etwas zum Nachdenken:



Freiheit statt Angst – ein Rückblick

19 10 2008

Am Freitag habe ich auf netzpolitik.org ein paar Videos gefunden mit Reden von der “Freiheit statt Angst” Demo in Berlin (hier). Da dies eine der größten Demonstrationen gegen Vorratsdatenspeicherung und Co. war ist es mir auf jeden Fall einen Post wert. Den meisten Print und Fernsehmedien war dann wohl doch Paris Hilton und Kumpanen wichtiger.

Jedenfalls nahmen an der Demo 15-100 tausend Leute teil (Polizei gab 15.000, netzpolitik.org und die Veranstalter, AK Vorratsdatenspeicherung 100.000 an. Allerdings soll die Polizei die Zahl inoffiziel auf 50.000 schätzen (Angaben von gulli.com). Es ist auch egal wieviel zehntausende es waren, es waren viele das reicht mir.

Diese Veranstaltung führte jedenfalls zu einer Disskusion mit meiner Mutter, die immer noch das Argument “Wer nichts zu verbergen hat…” bringt. Weil viele andere dies wahrscheinlich ähnlich sehen möchte ich euch sagen, warum das Schwachsinn ist!

Ich habe nichts zu verbergen…da stellt sich mir gleich die Frage vor wem hat man nichts zu verbergen? Vor dem Staat (der auf die Daten zurück greifen kann), vor den Telefonanbietern (die die Daten gerne mal verlieren), oder vor den Chinesen (die sich die Daten einfach mit einem Trojaner holen können). Falls ihr jetzt ruhigen gewissens sagen könnt, das euch die egal ist…dann habt ihr mein erstes Argument unbrauchbar gemacht.

Als nächstes stellt sich die Frage ob es kein Einschnitt in die Meinungsfreiheit ist, wenn man seine Einstellung über das Internet nicht anonym Preisgeben kann. Natürlich werden jetzt viele sagen, dass man ja wenn es nicht gesetz oder verfassungswiedrig ist keine Folgen nach sich zieht, aber hier hat ein Autor von Daten-speicherung.de etwas schönes geschrieben:                                                                                   Noch nie schwarz gefahren? Noch nie beim Autoverkauf geflunkert (Betrug)? Immer alle Einnahmen in der Steuererklärung angegeben? Noch nie zu schnell gefahren? Wenn der Staat jemanden nur lange genug überwacht, wird er früher oder später immer ein Vergehen feststellen.

Außerdem macht der Autor noch auf die fehlende Transparenz von Politikern aufmerksam:                Übrigens hat auch der Staat selbst etwas zu verbergen. Das nennt man „Staatsgeheimnisse“. Abgeordnete wehren sich gegen „zuviel“ Transparenz, wollen ihre Einkünfte nicht offen legen. Auch staatliche Überwachungsmaßnahmen selbst werden verborgen. Sie sollen vor den Überwachten geheim bleiben.

Dazu muss ich aber sagen, dass der Bundestag eh schon viel transparenter ist als früher, siehe Parlameter.

Ich bin gespannt auf eure Meinungen dazu.

Schönen Sonntag noch.



Wollen wir einen Überwachungsstaat?

1 10 2008

Vor kurzem sah ich einen Aufkleber mit dem Gesicht des Innenministers und darunter Stasi 2.0 gesehen. Aus reinem Interesse habe ich das sofort gegooglet und fand heraus das es sich um eine so genannte Schäublone handelt:

Ich denke, dass den meisten klar ist, dass es sich dabei um einen Protest gegen Onlinedurchsuchungen handelt. Ich bin politisch gesehen mit Schäuble einer Meinung wenn es um den finalen Rettungsschuss (auch bei Flugzeugen) geht. Ich gehe sogar noch weiter, weil ich der Meinung bin, dass man einem Entführer auch mal “eine mitgeben” dürfen sollte um die entführte Person zu finden. Doch wenn es darum geht meine privaten Dateien für den Staat frei zugänglich zu machen bin ich ganz schnell kein Schäuble-Fan mehr.

Die Frage ist nur, will der Großteil nicht eigentlich den Überwachungsstaat? Ist es den Meisten nicht egal wenn der Staat das Telefon abhört, die emails liest? Ganz sicher nicht! Aber die meisten interessieren sich nicht dafür und das ist traurig. Es werden allzu häufig Politiker gewählt die in den Medien angepriesen werden, gleichzeitig kann die Medienwelt aber Politker mehr oder weniger absetzen. So ist es ja schon häufiger passiert, man zeigt das Privatleben des Politikers, sucht einen kleinen Fehler, bauscht ihn auf und zeigt diesen dann in RTL oder der Bild Zeitung.

“Wollten wir nicht über den Überwachungsstaat sprechen?”, fragen Sie sich jetzt vielleicht. Es tut mir leid, so weit ausgeholt zu haben. Aber bei den Medien und der desinteresierten Wählerschaft liegt meiner Meinung nach das Problem warum wir jetzt überwacht werden. Deswegen weiß ein Bundesbeamter nun auch welche Seiten ich durchgelesen habe bevor ich den Artikel schreibe.

Zum Schluss noch das klassische Fazit: Werdet aktiv wählt das was ihr für richtig haltet und beschränkt euch nicht selber in den Freiheiten!