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Datenschutz bei sich selbst

Mittlerweile dürfte allgemein anerkannt sein, dass die Ausrede “Ich hab ja nichts zu verbergen” nicht mehr gilt. Es ist nunmal bewiesen: Wer überwacht wird verhält sich anders als wenn er frei wäre. Dies verändert langfristig die Gesellschaft imd wandelt sie zu einer gleichen und leicht beeinflussbaren Bürgerschaft. Auch dem so wichtigen investigativen Journalismus wird dadurch ein imenser Schaden zugefügt. Wir können also festhalten – Datenschutz ist wichtig! Da kommt man dann nicht darum nachzudenken wie es bei einem selbst ist.

Selbst beeinflussen kann man hauptsächlich was man selbst über sich im ins Internet stellt. Daneben wäre es natürlich empfehlenswert sich nicht bei jeder Spamschleuder mit der Vorname.Nachname@anbieter.de adresse anzumelden.Bei mir selbst kommt natürlich noch der Blog dazu. Auf diese Datenschleuder will ich trotzdem nicht verzichten.

Der größte Punkt betrifft aber wieder alle – soziale Netwerke. Momentan preise ich meine Daten auf lokalisten und im ednetz an, in facebook und spin.de war ich auch schon. Es gehört heute zur Jugendkulutr via Communities zu kommunizieren. Das erstellen eines Profils ist genauso normal wie die selbst geschriebenen Informationen von anderen anzusehen. Ich muss das Prinzip wohl kaum erklären, weil es einfach die Norm ist sich damit auszukennen. Das ist durchaus ein Problem, weil man zum Beispiel ein Bild hineinstellt um nicht als hässlich verschrien zu werden und sich zu promovieren.

Überwachung durch Datenschutz aussperren!

Wie löst man das Problem mit diesen offen liegenden Daten? Die Gefahr von Pädophilen und anderen Sexualverbrechern müssen Betreiber in enger Zusammenarbeit mit der Polizei lösen. Das Hauptproblem bei den Daten sind Informationen und Bilder in einem öffentlichen Profil die der Arbeitgeber o.a. Autoritätspersonen nicht sehen sollen. Als einfache Faustregel sollte man beim Einrichten des Profils nichts ins Netz laden was man nicht auch seinem Chef zeigen könnte ohne als Alkoholiker zu gelten.

FDP hat Daten gekauft!

Kurz vor der Wahl überschütteten die Liberalen die Bürger mit einer riesiegen Spamwelle. Jetzt kam heraus, wie die Partei – auf deren Fahnen der Datenschutz steht, zu diesen Daten gekommen ist – sie hat sie gekauft!
Daten zu kaufen geht – das wissen wir spätestens seit die Telekom zig-tausende Kundendaten verloren hat und diese dann im Netz zum verkauf angeboten wurden.
Wenn dies der Union passiert wäre, dann würde man sich nichts denken, die Konservativen haben ja schließlich bewiesen, dass sie Sicherheit vor Freiheit stellen, die FDP aber hat die Freiheit sogar im Namen! Es gibt sicher etliche Wähler, die gehofft haben, die FDP würde sich stärker gegen die, von der Union favorisierte Vorratsdatenspeicherung stämmen.
Datenschutz FDP, Liberale, Datenklau

Jetzt wird langsam klar, eine solche Opposition innerhalb der Regierung wird es nicht geben, und wenn die gute Frau Leutheusser-Schnarrenberger mal wieder zurück tritt – auch egal! Die FDP zeigt noch bevor sie “richtig” in der Regierung ist ihr wahres Gesicht: Sie ist Markt-Liberal und will mehr Freiheiten für die Wirtschaft und nicht für die Menschen!
Die wird neben der Atomenergie eine erste Bewährungsprobe für die neue Regierung.

Trotz all der Kritik, beim Thema erneuerbare Energien macht Schwarz-Gelb einen überaus guten Eindruck! Wenn die Atomkraftlaufzeiten nicht verlängert werden, dann haben beim Thema Energiepolitik einen Fortschritt unter Schwarz-Gelb:
- Dezentralisierung der Stromproduktion (Entmachtung der großen Anbieter)
- Investitionen in besseres Stromnetz (Stromtransport in den Süden)
- Ende des Monopols auf das Stromnetz von den großen Anbietern

Aber das alles ist ein anderes Thema – sobald das Thema Atomkraft aus den Medien ist, werden wird die Vorhaben der Regierung genauer sehen.

Auf ein Neues: Freiheit statt Angst!

Auch die Internet-Bewegung hat es genutzt: Die Aufmerksamkeit auf Demos im Wahlkampf! Und das ist auch gut so, denn ihre Ziele sind Aufmerksamkeit wert.

Es werden wohl zwischen 15 000 und 25 000 Menschen gewesen sein, die am heutigen Samstag demonstriert haben. Die Bewegung setzt sich dafür ein, dass unsere Gesellschaft nicht noch mehr von Überwachung geprägt wird. Auch die Zensur im Internet ist genauso ein Thema wie es gilt, die Politik auf das neue grußelige Ding names Internet aufmerksam zu machen.

Auch die Grünen waren dabei

Im Vorfeld fand die taz heraus, dass der Weg – den der Demonstrationszug entlang wandert – nicht nur von Schaulustigen, sondern auch von 116 Überwachungskameras gesäumt sein wird. (Die mit Sicherheit aufgestellten mobilen Kameras der Polizei nicht mit gerechnet). Des Weiteren zeigt sich die taz sehr interessiert an der Demonstration und berichtet noch jetzt mit einem Live-Ticker von der Demo – genauso wie Spreeblick hier. Das war jetzt mal eine perfekte Einleitung für folgendes Video:

Hoffentlich konnte diese Demonstration die Politik ein bisschen hellhöriger für das Internet machen – wahrscheinlich aber nicht. Macht nichts, denn auch ein steter Tropfen höhlt den Stein, heißt: irgendwann gibt es keine Politiker mehr, die nicht wissen, was ein Webbrowser ist!

edit: Die Zeit hat einen sehr guten Artikel veröffentlicht, in dem es um die Vielfältigkeit bei der Demo geht. (Von JuLis bis zum Schwarzen Block und alle friedlich!). Die Polizei war das nicht!!!!

Aufwachen – Wir werden überwacht

“Wer nichts zu verbergen hat, braucht keine Angst vor Überwachung haben!” Das ist ein klassischer Satz von Wolfgang Schäuble und schön langsam müsste jeder wissen, dass das reiner Schwachsinn ist.
Hier zuerst ein kleines Video zum Widerstand gegen die Überwachung.

Ich war in den Faschingsferien in London und war geschockt! Es gibt KEINEN öffentlichen Platz auf dem es keine Kameras gibt und genau D A S will Herr Schäuble auch in Deutschland. Außerdem sollte man auch noch alle Arten von Kommunikationsmedien überwachen dürfen.
Das Problem ist das die Medien nicht darüber schreiben wollen, so geschehen bei den riesigen “Freiheit statt Angst” Demos, welche in den großen Massenmedien fast nicht auftauchten bzw. klein geredet wurden.
Ich fordere auch niemanden auf sein Handy gegen die Wand zu werfen und die Social-network (ednetz, lokalisten usw) Profile zu löschen, sondern viel mehr aufzubegehren sich zu informieren! Den nur wenn wir infomiert sind, wissen wir was der Staat macht und ob das mit unseren Vorstellungen vereinbar ist.

Einige Internetseiten die sich gegen die totale Überwachung einsetzen sind:
Vorratsdatenspeicherung
Netzpolitik
Das Wiki von AK Vorratsdatenspeicherung
Tagesschau
Aber auch alle großen und guten deutschen Zeitungen.

Ein recht passendes Lied “The State is watching you” von Bitch to the Bones findet ihr hier.

Eine träge Gesellschaft

Heute möchte ich euch ein Video zeigen das ich vor kurzem gefunden habe. Etwas zum Nachdenken: